Freeden Ultramarathon

Östlich von Bad Iburg

Hermannsweg

Der Parkplatz Freeden mit dem nahen Wassertretbecken ist Ausgangspunkt und Ziel dieses Laufes. Navi: (nächstes Haus) Hagenberg 31, Bad Iburg. Start: Ab hier folgen wir dem Hermannsweg 5,0 Kilometer in östlicher Richtung, zunächst ordentlich ansteigend zum kleinen Freeden (ohne Gipfelkreuz), den wir nach 1,3 Kilometern erreichen. Den großen Frieden, den man schon voraus erahnen kann, lassen wir links liegen. Weiter auf dem H-Weg meist am Waldrand entlang.

Am Südrand des Teutoburger Waldes
Unterwegs im Sentruper Berg
nach langem Anstieg: Km 5,0 Streckenabzweig, links abwärts
hier den H-Weg verlassen und links abbiegen
Weiter Richtung Quelle und Jahnholzplatz
Dütequelle
Links ab der Null und dem X 25 bergauf folgen
Diese Karussellplatzhütte steht am Jahnholzplatz

Nach einer Bachquerung folgt nun ein sehr langer Anstieg. Oben angekommen biegt der H-Weg rechts ab, hier folgen wir dem X25 links hinab. An der großen Kreuzung geradeaus zur Dütequelle, ein unscheinbarer Tümpel mit Abflussrohr. Weiter zum Jahnholzplatz. Hier nun links der 0 = Null folgen. Könnte nass werden. Der Null weiter folgen.

der Null folgen

Bald kommen wir an einem einsam gelegenen Haus vorbei. Achtung! 250 Meter später den breiten Weg verlassen und rechts in den Wald abbiegen. Wenig später, nach eine Matschstelle (Bild unten) rechts dem Ahornweg querwaldein folgen.

Herrliche Pfade

Schmale Single Trails und links weiter auf einer breiten Forststraße. Die Null biegt später rechts ab, wir halten uns geradeaus und hinab. In weitergezogenen Kehren geht es bergab. Zum Wasserhochbehälter.

Wasserwerk, gleich links ab

Am Wasserwerk NICHT Richtung Bad Iburg, sondern links zum Parkplatz Freeden 1,0 Km. Rund 11,1 Km ist diese Runde lang. Diese Runde wird dreimal gelaufen. Um eine Wertung als Ultramarathon zu bekommen, muss die Strecke mindestens 45 Kilometer lang sein. Deshalb laufen wir zu Beginn der 4. Runde etwas anders.

Ab hier dem ausgeschilderten Ahornweg links bergauf folgen

Den steilen Anstieg zu Beginn lassen wir links liegen und laufen etwa 370 Meter entlang des Freedenbaches und der Fischteiche. Dann erreichen wir einen Pfahl mit der Markierung „Ahornweg“ dem wir nun bergauf folgen. Wir laufen parallel zum Weg über den Freeden immer auf dem Ahornweg und gelangen nach etwa 2,45 Km auf die bekannte Route, hinein in den Wald.

hier trifft man auf den bekannten Weg – rechts in den Wald

Marathon am Nassen Dreieck

4 Runden in Form einer 8 auf dem Bevergerner Pättken und dem Hermannsweg

Streckenverlauf gesamt 11 km Rückweg über Hermannsweg
Westliche Schleife der Acht 6,25 km

Erste Schleife: Vom Parkplatz an der Millionenbrücke geht es über die Querungshilfe, dann auf der rechten Seite über die Brücke. Danach rechts hinunter zum Kanal. Unten scharf (fast 180°) rechts ab und unter der Brücke durch am Kanal entlang (wie bei den Sixdays).

Über die Brücke, den Pfad hinab zum Kanal und unter der Brücke durch
Bevergerner Steg

Wir folgen dem Wanderweg Bevergerner Pättken. Neben der Gaststätte „Am nassen Dreieck“ gibt es einen Verkaufsstand für Snacks und Getränke. Maske und Geld nicht vergessen! Übrigens, hier treffen der Mittellandkanal und der Dortmund-Ems-Kanal zusammen.

Über die historische Kanalbrücke „Bevegerner Steg“ geht es zur Schleusenanlage. Dem Bevergerner Pättken auch zum Aussichtspunkt in die Schleusenkammer folgen. Am schwarzen Poller anschlagen! Mit etwas Glück ist der Wasserstand in der Schleusenkammer in jeder Runde anders. Drei Stufen hinunter und links zur Allee und ins Dorf.

Blick in die Schleusenkammer
Bevergern nahe Eiscafé

Kurz nach diesem See erreicht man den Stadtgraben. Wer hungrig ist und Geld sowie Maske dabei hat, kann einen Umweg zum Eiscafé machen. Dies liegt nur 100 Meter von der Strecke entfernt.

Stadtgraben

Am Stadtgraben bis zum Turm der Windmühle, dann rechts über einen Pfad zum Kanal zur Schleuse. Hier nun den Wanderweg verlassen, links halten und dem Radweg rund 400 Meter folgen. Der Weg trägt nun das H für Hermannsweg, dieser führt uns zum Huckberg, dem Beginn des Teutoburger Waldes.

Anstieg zum Huckberg
Pausenbank

Dem H nun über den Huckberg folgen. Ein Ausblick ist Belohnung für die Mühen. Über die Millionenbrücke und die Querungshilfen gelangen wir nach etwa 6,25 Km zurück zum Parkplatz.

Kurz vor dem Parkplatz
Östliche Schleife der Acht 4,75 km (Rückweg A von Schöne Aussicht = Hermannsweg)

Zweite Schleife: Nun folgen wir der Beschilderung „Hochkreuz“ und dem hier beginnenden Wanderweg 9.

hier rechts abbiegen Richtung Hochkreuz (Hinweisschild), Weg 9
Am Hochkreuz vorbei und
die Aussicht auf das Kanaldreieck genießen und
hier leicht bergab weiter auf dem trailigen Wanderweg 9
Auf geht’s!

Auf Trails geht es auf und ab durch den Wald. Nach einigen Metern auf der Straße ist bereits die Bushaltestelle „Schöne Aussicht“ zu sehen. Hier geht es über 256 (flache) Stufen hinauf zum Aussichtspunkt.

Schöne Aussicht mit Erläuterungen

Nach Anschlag an der Infotafel und einem Blick über Riesenbeck ins Münsterland diesen Ort weiter aufwärts über die linke Treppenanlage verlassen. Nun dem gut gekennzeichneten Hermannsweg zur offenen Waldkapelle / Christus am Kreuz.

Waldkapelle /ACHTUNG hier: Streckentrennung A B C D
Hier sind die 4 Strecken gut zu sehen, von links nach rechts A B C D

Ab hier gibt es 4 Wege. In Runde 1 folgen wir dem linken Weg (A), dem Hermannsweg weiter (auch weiter Weg 9). Erst auf der Höhe dann bergab zum Parkplatz. Diese Runde ist 4,75 Km lang; in Summe sind es nun 11 Km. Nach 4 Runden hat man rund 43,8 Km auf dem Tacho. Sowie etwa 760 Höhenmeter.

Die Traks der Strecke A:

Garmin

Komoot

Tracks ab Waldkapelle bis Forstweg/Straße Am Steinbruch

Steinbruchrunde Teilstrecke C:

Garmin

Komoot

Steinbruchrunde C (komplette Runde):

Strecke_C_komplett_Komoot

Strecke_C_komplett_Garmin

Klosterrunde Teilstrecke D:

Garmin

Komoot

Klosterrunde D (komplette Runde):

Strecke_D_komplett_Komoot

Strecke_D_komplett_Garmin

Rückweg B (ab Waldkapelle) Streckenlänge Runde B = 11 Kilometer. An der Waldkapelle 15 Meter rechts und dann links dem parallel zum Hermannsweg verlaufenden breiten Forstweg bergab folgen. Erst Forstweg, später Straße „Am Steinbruch“ zum Parkplatz. Marathonläufer nutzen die Wege A + B je zweimal. Reihenfolge beliebig.

Rückweg B über Straßenverlängerung „Am Steinbruch“

Rückwege C + D sind nur für die Ultraläufer. Marathonläufer absolvieren Rückwege A + B je zweimal!

Rückweg C Steinbruchtrail (ab Waldkapelle) Streckenlänge Runde C = 11,8 Kilometer.

Rückweg C über Trail am Steinbruch 2,70 km

Von der Waldkapelle nun die 3. Möglichkeit wählen, einen unbezeichneten Pfad rechts von der Strecke B. Am Schild „Naturschutzgebiet“ dem Pfad folgen. Bald läuft man an einem Warnschild vorbei und nun trailig am Rande des Steinbruchs entlang.

Rechts Runde C – ins Naturschutzgebiet (links Runde B)
Hier bist du richtig! Wir bleiben rechts vom Steinbruch

Achtung! Vorsicht! Steine, Baumwurzeln und zwei kleine Rampen (abwärts) geben diesem Weg einen besonderen Charakter! Dann weiter unten (Querpfad) ganz scharf links (fast 180°) einem schmalen Pfad folgen. Dann links ab über die Absperrung klettern (kann man aber auch umlaufen). Nach etwa 270 Metern rechts ab, am Teich vorbei zur bekannten Forststraße, hier wieder rechts zum Parkplatz.

Verwunschener Teich

Rückweg D mit Umrundung Kloster Gravenhorst (ab Waldkapelle) Streckenlänge Runde D = 14,0 km. An der Waldkapelle nun fast geradeaus die 4. Möglichkeit wählen, leicht bergauf. 3 Absperrungs-Pfosten passieren, den linken Weg nehmen. Nun bergab dem kaum markierten Weg 10 folgen. Erst durch Wald, danach am Feldrand entlang. Kleinen Pfad rechts 10 in den Wald nutzen. Geradeaus an Häusern vorbei, nach der Autobahn sofort links und nach 140 Metern rechts Richtung Kloster.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Bildschirmfoto-2021-05-17-um-11.52.03-1024x1006.png
Rückweg D über Kloster Gravenhorst 5,30 Km
Einstieg Strecke D – Hier links halten
Kloster Gravenhorst
Alter Schwede
Klosterallee-Brücke

Vorbei am Teich („See Gravenhorst“), Klostermühle, links ab an den Parkplätzen vorbei zu einem Findling, der in der Eiszeit aus Schweden importiert wurde! Geradeaus in den Wald, sofort links und nach 120 Metern wieder links über die Holzbrücke zurück in den Klostergarten. Ein Labyrinth lädt ein zum Verirren. Wer also Zeit und Lust hat, darf sich hier gerne versuchen, die Zeit läuft allerdings weiter.

Hereinspaziert!

Nun zurück unter der A30 hindurch, bald rechts halten, dem Wanderweg „t“ durch den Wald folgen. Nur kurz der Straße folgen, kurz nach dem Haus links in einen Wiesenweg einbiegen. Bald erreichen wir den Pfad, den wir aus Runde C kennen. Wie dort beschrieben zum Parkplatz.

4. Runde mit Hexenhöhle – für alle, sowohl Marathon als auch Ultra

Runde 4 – nun über Bevergerner Pättken zur Hexenhöhle

GPS Link Strecke Hexenhöhle:

Garmin_Hexe

Komoot_Hexe

In Runde 4 folgen wir dem Bevergerner Pättken und verlassen den Radweg etwa 100 Meter nach der Schleuse, vorsichtig über die Straße, hinab zum Altarm des Kanals und entlang der Baustellenstraße zum Huckberg. Aufwärts. Der Beschilderung zur Hexenhöhle folgen. Mit Taschenlampe vorsichtig 15 Meter durch die Höhle krabbeln, auf den Kopf aufpassen! Bitte auf andere Besucher Rücksicht nehmen. Am Höhlenausgang rechts halten und der Spur direkt sehr steil hinauf zum Kammweg folgen (30 Meter). Rechts der bekannten Strecke folgen. Hinweis: Wer Platzangst hat, kann die Höhle umgehen.

Eingang zur Hexenhöhle

Die Strecke über die Hexenhöhle ist 200 Meter kürzer

Mad Fox Russland 3.2.19

6 Deutsche beim Mad Fox Ultra Trail über 70 Kilometer am Start

Anreise nach Moskau

Unsere Truppe: Aschu, der vegane Professor – Gerno, der organisatorische Bahnweise – Harald, das sächselnde Geschichtswunder – Reinhold, der Humorist – Joe, der durstige Weltenläufer.

Noch fast eine Stunde bis zum Abflug um 11:20 Uhr. Um 10:45 Uhr gibt es die Information, dass sich der Abflug auf Grund der Wetterlage auf 11:45 Uhr verzögert. Draußen fallen bei minus 1 Grad dicke Schneeflocken vom Himmel. Ein Flugzeug wird enteist. Hoffentlich funktioniert alles. Um 11:15 Uhr gibt es eine neue Durchsage: „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Passagiere Flug 1444 nach Moskau. Zunächst die schlechte. Der Flug wurde annulliert. Die Gute. Sie werden umgebucht auf Flug 1446, Abflug 12:20 Uhr.“ Anstehen für eine neue Bordkarte. Reinhold taucht auf. Er hat regulär für diesen Flug gebucht. Wir folgen ihm zu Gate B54. Hier wird es etwas später, aber dann läuft es reibungslos. Der Flieger ist nur zu 40 Prozent gefüllt, wir haben nun alle Fensterplätze. Gegen 18 Uhr (Ortszeit + 2 Stunden) landen wir in Moskau. Einreise problemlos, auch die Koffer sind schnell da. Neben den Kofferbändern sind gleich die Fahrkartenautomaten für den Flughafenshuttle. Für 950 Rubel (13 €) kaufe ich ein 4er Ticket. Der Zug ist so gut wie neu und erreicht nach 45 Minuten Moskau. Die Metro Nr. 5 bringt uns zum Hotel

Metrostation – unsere U-Bahn-Stationen sehen anders aus!

Unser Hotel liegt verkehrsgünstig, dank Gernos Planungen, an der Bahnstation Jaroslawl, wo übermorgen unser Zug nach Rostow abfährt. Allerdings gibt es hier gleich drei Stationen und auch unser Hotel „Retro“ sein. Abendessen. Es gibt im Hotel ein Restaurant. Dort sitzen nur 2 Gruppen an den Tischen. Wir bestellen Pivo und auch Essen. Der Kellner rafft nicht, dass wir alle Hunger haben. Er bringt ein Essen, dafür 7 Biere. Also bestellen wir 5mal Spaghetti Bolognese nach. Ein echt russisches Nationalgericht?! Na denn, das Bier schmeckt. Dann beginnt das Drama, es gibt eine Charaoke Musikbox und zwei, doch bereits sehr angeheiterte, Russen geben ihre Künste zum Besten. Es ist laut und einfach nur grausam schlecht. Dafür hört der eine auch gar nicht mehr auf. Irgendwann ziehen wir den Stecker der Box. Nach den Spaghettis noch ein zweites Bier. Der Russe möchte mit uns ins Gespräch kommen. Wir aber nicht mit ihm. das merkt er aber nicht mehr. Gute Nacht!

Moskau – Rostow

Nach einem Tag in Moskau sind wir pünktlich um 7:15 sind wir am Zug und an unserem Waggon Nr. 8. Dort hat gerade das Mädel von der Bahn die ersten Gäste nach Kontrolle von Fahrkarte und Ausweis einsteigen lassen. Einstieg nur nach Kontrolle der Fahrkarte!

Und dann kommen wir, 6 Gestalten aus Deutschland mit einer in Deutschland in unserer Schrift ausgestellten Fahrkarte. Wir hatten es geahnt, das gibt Ärger.  5 Minuten Verhandlung enden ergebnislos. Per Handy wird ein Kollege befragt. Ergebnis: wir müssen warten und Platz machen für die anderen Gäste. Eine ältere Kollegin kommt zur Hilfe. Dann dürfen wir doch einsteigen— nachdem wir unsere Pässe gezeigt haben. Geht doch. Wir fahren mit der Transsibirischen Eisenbahn, zumindest ein Stück Richtung St. Petersburg.

Nach 2,5 Stunden erreichen wir Rostow. Der Bahnsteig ist vereist aber nicht gestreut. Viele steigen hier aus und tasten sich vorsichtig die schiefe Ebene hinab vom Bahnsteig über die Gleise. Durch den nassen, tiefen Schnee geht es zum Bahnhofsvorplatz wo die Busse und die Taxen warten. Der Taxifahrer will uns nicht befördern, da die Strecke zu kurz ist. Also nehmen wir unsere 7sachen und stapfen durch den Schnee. Joe schultert seine Tasche, sieht mir zu wie ich meinen Koffer schleppe. Er schimpft.: „Wer kommt schon auf die Idee im Winter mit einem Rollkoffer nach Sibirien zu reisen?“ Im Hotel klappt das alles sehr gut, wir haben sogar WLAN! 

Während des Fluges hatten wir erfahren, dass der Lauf nicht über den See führen wird, da das Eis nicht sicher sei. Wir waren sehr enttäuscht! Gerno kommt zurück von einem kurzen Ausflug zum See. Seine Schuhe sind nass, er und Harald sind beim Eistest eingebrochen. Vielleicht doch ganz gut, dass wir den Umweg um den See machen werden. Der Tag endet mit den Vorbereitungen. Rucksack und Dropbag und eine Tasche fürs Ziel. Macht das Sinn? Mensch ! Was ist der Rucksack schwer, etwa 3,5 Kilo. Noch einmal durchplanen, was ist über? 

Am Messestand von CEP, unserem Sponsor

Dann 17 Uhr. Zeit für die Pastaparty und das Briefing. Per Taxi die 7 km zum Start und Ziel, wo auch die Unterlagen ausgehändigt werden. Für 200 Rubel = 2,60 € für 3 Personen, günstig. Neben der Startnummer und dem üblichen Klimbim gibt es eine Thermosflasche und eine Finisher Weste. Am CEP-Stand gibt es ein Foto für den Sponsor.

3.2.2019  Mad Fox

Der Tag. Um 7 Uhr fahren uns 2 bestellte Taxen zum Start. Letzte Vorbereitungen und Abgabe der Kleidersäcke für Km 42 und fürs Ziel. Hinter einem Vorhang gibt es Umkleidemöglichkeiten für sie und ihn. Schnell sammeln sich hier die Deutschen. Es wird schon Deutsches Haus genannt. Harald empfiehlt, die Yaktraks anzuziehen. Ausziehen geht später schnell, anziehen wird immer schwierig. Ok, ich folge seinem Rat, kenne ich doch Vorteile von der BC. Mathias und Dana, Gerno Freunde, sind auch da.

russischer Engel

Dann ist da noch ein Engel, auch ein Foto wert. Abgabe der Kleiderbeutel. Für den VP an km 44 steht ein LKW bereit. Hier erfolgt auch die Kontrolle unserer Pflichtausrüstung, Rettungsfolie, Wärmesalbe, Taschenmesser, lange Unterhosen, ein Mobiles Telefon mit der Notrufnummer des Veranstalters und ganz wichtig, ob alle Utensilien des Teilnehmers mit der Startnummer beschriftet sind. So wollen Sie denen auf die Spur kommen, die ihren Müll, wie leere Powergeltüten in die Natur werfen. Wir antworten auf alle Fragen immer schön mit „Da“. Meine Unterhose will niemand sehen, Glück gehabt! Wir bekommen das Kreuz auf die Startnummer. Kontrolle erfolgreich. Etwa 12 Minuten vor dem Start stellen wir uns in die Kälte und hinten ins Feld. Akklimatisierung bei minus 6 Grad, kaum Wind. 

Noch sind wir in guter Stimmung!

Der Organisator wünscht den deutschen Läufern auf English alles Gute. „Es gibt sehr viel, ungewöhnlich viel Schnee, es wird hart wie nie. Es geht nicht über das Eis, sondern auf der Alternativstrecke um den See herum. Seid ihr bereit, seid ihr wirklich so gut trainiert?“ Wir antworten, dass wir es schaffen werden, wobei ich ein schon mulmiges Gefühl habe. Noch zwei Minuten. 

Startfeuerwerk

Der Startschuss um 8 Uhr wird begleitet von einem Feuerwerk. Rechts und links winken uns die Engel zu, auf geht’s, ich habe ein gutes Gefühl, das Abenteuer beginnt, nach Wochen der Vorbereitungen. Wir laufen 500 Meter auf einen Fahrweg, danach biegen wir rechts ab in einen Weg in Nichts. Es wird einspurig. Anstehen! Wir sind weit hinten im Feld und verlieren hier gefühlt um die 10 Minuten.

Läuferschlange

Der Weg ist ein Pfad, querfeldein durch die Pampa. Ein Scooter hatte die Strecke etwas platt gefahren, so dass die Seitenränder etwa 30 bis 40 Zentimeter hoch sind. Auf dem Pfad haben die Vorläufer den Schnee platt getreten und pulverisiert. Etwa 10, stellenweise 20 Zentimeter tiefer Pulverschnee, etwa 5 Grad kalt, umspielt meine Knöchel. Alter Schwede Schnell sind die Schuhe und die Beine bis zur Wade weiß. Das kann ja nicht lange so weiter gehen, denke ich. Man kommt kaum vorwärts. Die Läufer marschieren im Gänsemarsch und wenn wirklich mal einer, warum auch immer, überholt, dannreiht er sich 10 Meter weiter vorne in die nächste Schlange ein. Das dauert nun gefühlt schon 20 Minuten. Der Schnee taut an Schuhen und Beinen etwas auf und friert dann in eisigen Klumpen wieder an. Da vorne ist ein Dorf, nun hat das Marschieren hoffentlich ein Ende. Wir laufen 50 Meter Fahrweg, dann um eine Kirche, schon ist das Dorf zu Ende und nun beginnt der Schneefahrt aufs Neue. Wieder bilden sich lange Schlangen und man sieht die marschieren, die bereits etwa 800 m voraus stapfen. Immer wieder hoffe ich, dass nun bald eine Straße kommt auf der wir laufen können. Da vorne ist ein Wald, dort ist sicherlich das Ende der Querfeldeinpassage. Es kann doch nicht sein, dass sich das länger als 3 Kilometer hinzieht. Wie soll ich denn das Zeitlimit schaffen? 

Das Wäldchen lassen wir fein links liegen und quälen uns weiter durch den Tiefschnee. Ich habe keinen Bock mehr. So ein Schei… denke ich. Ich kann nicht auf die Uhr sehen, die diese ist unter den Ärmeln meiner Jacke und den Handschuhen steckt. Aber es ist sicherlich bereits 1 Stunde vergangen seit uns der Tiefschnee am Wickel hat. Es taucht eine Hütte im Wald auf, kurz darauf kommt der erste Kontrollpunkt. Hier stehen Leute, die anfeuern und eine Helferteam. Die Straße ist nur 25 Meter entfernt. Wir biegen links ab und lassen die Straße rechts liegen. Nur 20 Meter neben der Straße toben wir nun durch den Wald. Der Tiefschneepfad ist nun ganz schmal, da hier niemand mit dem Scooter den Weg geebnet hat. Nur die vorauslatschenden Leute haben die Spur geschaffen. Es geht nun über umgestürzte Bäume und über einen Bach. An den schlimmsten Stellen stehen Fotografen und lichten uns arme Schweine ab. 

Hier wartet der Fotograf

Wir kommen aus dem Wald nun laufen wir wieder durch die Tundra/Taiga. Es geht etwas hügelig weiter. an einer Senke muss ich mich am folgenden Aufstieg abstürzen und meine Hand greift ins Leere. Klasse! Meine ganze rechte Seite ist nun weiß. Schnell weiter und den Schnee abklopfen sonst wird es nass. Meine Zehen Sind bereits ganz taub und fast gefühllos von der Kälte und der Nässe. Es geht weiter. Nun habe ich hinter mir ein Pärchen mit einem Husky. Der Hund tritt mir ab und zu in die Hacken oder läuft neben mir in der so engen Spur. Gerne möchte der Hund vorbei. Ich mache mich breit. Nix da! Du kommst nicht vorbei. Jeder Schritt ist anders, jeder Schritt muss ausbalanciert werden. Kein gerader Schritt, mal wegknicken nach rechts oder links, oder abrutschen in ein Loch, oder stolpern über einen festgefrorenen Grasbüschel, der leer aus dem Sumpf ragt.

Schaut man einen Augenblick zur Seite oder auf den nun vor uns auftauchenden Kirchturm, verhaspelt man sich und benötigt 5 Meter bis man wieder im Gleichgewicht ist. Ich denke an die BC, wo es ja auch Beachvolleyball gibt. Aber nur mal 500 Meter. Die BC ist gegen dies hier ein Kindergeburtstag. Ich wusste, dass es ein Abenteuer wird, ein Laufabenteuer. Es wird wohl eher ein Coupertest. Der Kirchturm kommt kaum näher, wir laufen noch eine Schleife weg von dem Dorf, um dann doch dorthin zu laufen. Endlich, eine tiefe, feste Spur von einem Fahrzeug. Gelegenheit, mich und die Schuhe von den Eisklumpen zu befreien. Nun kann ich auch endlich etwas trinken und vertilge meine Käsestulle. Ich bewege die Zehen, um sie in der Nässe zu spüren. Die drei kleinen Zehen spüre ich, die anderen eher nicht. Vorbei an einem Teich, wo sich die Männer zum Eisfischen verabredet haben, geht es nun auf einer kleinen Straße weiter. Ich laufe und spüre wie viele Körner dieses Schneetreten gekostet hat. Ich warte noch etwas, denn Joe ist noch hinter mir, sonst sehe ich niemanden mehr. 

Nach zwei Minuten muss ich weiter, sonst friere ich hier fest. Und ich muss Anschluss herstellen, damit ich nicht alleine und ohne Track durch diese Botanik schleichen muss. Ich schließe im Ort auf zu Veronika, die sehr gut Englisch spricht. Sie nennt mir Zeit und Strecke. 11:11 Uhr, also 3:11 Stunden bin ich unterwegs. Die Strecke? 14 Kilometer, sagt sie. Ich bin fassungslos. „Great Shock!“ sagt sie, als sie meinen Gesichtsausdruck sieht. Ja, das ist wirklich ein Schock. Nun muss ich aber viel laufen, damit ich diese Verspätung wieder reinhole. Wenig später gibt Veronika auf, sie hat Schmerzen in der Seite. Ob sie gestürzt ist? Sie steigt in ein Auto, dass gerade zwei andere Läufer aufnimmt. Tschüß! Ich schließe auf zu einem russischen Läufer. Er kann leidlich Englisch und erzählt, dass er irgendwo bei BMW arbeitet. Er meint, dass das Zeitlimit von 20 Uhr wohl nur bei normalen Bedingungen gilt. Heute gibt es sicher eine Verlängerung. Das höre ich gerne. Meine Zehen werden wieder warm, zwar feucht aber warm. Das fühlt sich nun schon wieder besser an. Ich trinke ein zweites Fläschchen, ich weiß, dass das bislang viel zu wenig war. Für mein Laufen belohne ich mit Vampiren von Haribo. Die Straße ist vereist, es ist herrlich, mit den Yaktracks so guten Grip zu haben. Ich hoffe es geht so weiter. 

verfallene Kirche

Ein Abzweig zu einer Siedlung, danach wird die Straße schneeig, weil kaum befahren. Sie endet in einem Feldweg. Nach 200 Metern taucht der 2. Kontrollpunkt auf. Hier stehen 10 Leute rum. Wo kommen sie her? Gerno ist auch dabei. „Wir sind raus, Cut off gerissen,“ erläutert er mir. Bin ich enttäuscht oder ärgerlich? Es gibt Tee und Wasser, ich lange zu. „Wie geht es weiter,“ frage ich Gerno. Er weiß, dass man weiter laufen kann. Auf eigene Gefahr, denn wenn man zu spät ist, wird der VP bei Km 44 schon abgebaut sein. Und dann? Ich frage nach der Streckenbeschaffenheit. „Hier beginnt wieder der Tiefschnee,“ sagt er. „Genau wie am Anfang!“

Hier ist Schluss – Cutoffzeit überschritten

Da ist für mich alles klar, ich beuge mich dem Cut off, bin nicht enttäuscht, eher froh, dass diese Quälerei ein Ende hat. Wir versuchen noch mit vereinten Kräften den Transporter des VPs aus dem Schnee zu schieben, ohne Chance. Da muss erst die Schaufel oder schweres Gerät her. Wir entscheiden uns, nicht den Shuttle Bus zu nehmen, sondern zurück zu laufen. Nicht durch den Tiefschnee sondern auf der Straße. Dann werten wir das heute als langen Trainingslauf. Kaum sind wir unterwegs, kommt uns Joe entgegen. Er schließt sich uns an. Laufend und wandernd machen wir uns auf den Weg zurück. Im Ort müssen wir den Streckenposten irgendwie erläutern, das aus dem Rennen sind. Unsere Nummern werden erfasst, dann dürfen wir weiter. Joe kauft im Laden an der Stecke noch schnell Getränke-Nachschub ein. 

am Rückweg

Wir laufen die Straße entlang und beobachten die 30 k Läufer im Tiefschnee. Der Fotograf im Wald sieht uns, winkt und macht ein Foto von uns Luschen. Am Checkpoint 1 werden wir nochmals notiert, bevor wir weiter dürfen. Gefehlt hätte nur noch eine Passkontrolle, denke ich. Es folgen 6 unangenehme Kilometer an der Hauptstraße entlang. Es gibt kein Sonntagsfahrverbot für LKW, und keinen Radweg. Die Salzwassergischt erfrischt immer wieder und die Feinstaubbelastung ist fein hoch. Irgendwann sind wir am Ziel. 

Die Uhr zeigt 7 Stunden und 37 Kilometer. Ich bin so platt wie letzte Woche nach 60 Kilometern. Gerno meldet uns beim Veranstalter ab. Nochmals werden unsere Startnummern erfasst. Alles klar. Gerno gelingt es, den Veranstalter zur Überreichung einer k 30 Medaille zu überreden, schließlich seien wir ja 37 km gelaufen. Die Medaille ist ein echter Hingucker. Was meint Gerno abschließend: „wir werden nun härter trainieren und dann kommen wir nächstes Jahr wieder und finishen!“ ich fasse es nicht. Bei solchen Bedingungen hilft bei mir kein Training, um diesen Lauf zu finishen. Was wohl unsere Kollegen machen? Joe, Gerno und ich gehen zum nahen Hotelrestaurant. Ein Bier und eine heiße Suppe tun gut. Später zurück im Zielbereich finden wir unsere Drop Bags von km 44 und fahren per Taxi zum Hotel. Unser Taxifahrer gibt alles. Überholen trotz Gegenverkehr, Überholen in der Ausfahrt, mit 80 Sachen durch den Ort trotz Fußgängern am Straßenrand. Alles geht gut. Duschen, Erholen, Abhängen und Warten auf die anderen. 

Um 19:40 Uhr erscheinen die anderen. Alle sind am Cut off gescheitert, bei Km 44 in 9:30 Stunden. Um 20:30 geht es zum Restaurant „Appetit“ in Rostow-Zentrum. Hier sitzen wir gut bei Bier und leckerem Essen. Es gibt viel zu erzählen. Trotz DNF war dies ein ganz besonderes, leider unlösbares Abenteuer.

DNF-Bier

Das Foto sieht aus wie das letzte Abendmahl von Michelangelo, nur die Beteiligten sind andere. Es folgen ein leckeres Essen und einige Geschichten von dem heute Erlebten. Die erste Biersorte ist bald ausverkauft. Nach dem dritten Bier, gegen 22:30 Uhr macht der Laden zu. Gerno plant schon die nächsten Abenteuer!

Die Ergebnisliste K70 zeigt, dass von rund 400 Läufern nur 39 das Ziel erreicht haben

03.21 3. Hüggelmarathon

03.21 3. Hüggelmarathon

Schöne Aussicht

Frauenpower

Trotz kühler 6° und Wind, ließen sich die 6 Runden um den Hüggel gut laufen. Bei mehreren Matschstellen war Vorsicht geboten, ansonsten war die Stecke problemlos. Den Baum, der noch vor einer Woche auf der Strecke lag, hatte der Waldbesitzer auch rechtzeitig entfernt. Das größere Problem des Hüggel-Marathons ist der kleine Parkplatz, der schon ab 10 Uhr aus den Nähten platzte. Für uns Marathons allerdings kein richtiges Problem, denn um diese Uhrzeit hatten viele bereits 2, einige sogar 3 Runden gelaufen.

In der Ergebnisliste findet man 9 Männer und 10 Frauen! Das habe ich bislang noch nirgends erlebt. Frauenpower!

Lieben Dank für euer positives Feedback und ich wünsche unseren beiden Verletzten eine rasche Genesung!

Der nächste Hüggel-Marathon wird am Ostermontag, 5.4. gelaufen.

03-17 Bergweltenweg-Ultra

Dieser Weg wird kein leichter sein

Heute hat Ute ihren ersten Lauf auf einem Wanderweg im heimischen Teutoburger Wald organisiert. Der Bergweltenweg ist 7,5 Kilometer lang und hat es mit 260 Höhenmetern in sich. Er wurde sechsmal absolviert.

Ein Blick zurück

Am 10.1. hat mir Ute diesen prachtvollen Weg vorgestellt. Vorab: Es lag Schnee, die Strecke war total vermatscht und die versprochenen Aussichten endeten nach 25 Metern im tristen Nebel. 

Wir steigen in Amshausen in den Wanderweg ein. Der Weg am Waldrand geht ja noch, aber dann links ab und die erste Steigung in den Wald. Alles Matsche! Wir gehen. Ich weiß nicht wie man hier laufen soll. Bergab findet man noch weniger Halt. Ich verlasse den Weg und schlage mich rechts durch die Büsche. Man, man, man! Hund Abbey hat auch schon eine andere Färbung erhalten. Je höher wir kommen, umso mehr Schnee liegt.

Die Steigung hinauf zur Schwedenschanze ist 1,3 Kilometer lang und brutal steil. Gefühlt endet diese Steigung nicht. Oben auf dem Kammweg angekommen, fertig? Denkste, links ab und noch ein heftiger Berg. Die Läufer werden jubeln! Endlich die Schwedenschanze auf Höhe 306 Meter. Es ist eisig. Mir kommt der Spruch von Heinrich Heine in den Sinn: „Viele Steine, müde Beine, Aussicht keine. Heinrich Heine.“ Passt 100%ig

Ute, Schneemann und Abbey

Nun weiter auf Kamm dem Hermannsweg folgen. Der steinige Abstieg ist steil und saugefährlich. Danach versuche ich, der knöcheltiefen Matsche auszuweichen, was mir nicht gelingt. Das Eiswasser steht in den Schuhen, bah! Ute gibt mir den passenden Tipp: „Es gibt auch wasserdichte Schuhe mit GoreTex-Material“. Grummel! Mehrmals kann ich einen Sturz gerade so vermeiden. Gerne hätte ich hier 4 Füße, wie die Colliehündin Abbey, der das hier alles viel mehr Spaß macht als mir.

Ute strahlt: „Nun geht es schön bergab!“ Das wäre ja wirklich fein, ja, wenn man es laufen könnte. Immer wieder suche ich die schlammärmste Variante, zudem muss ich aufpassen, dass es mich nicht von der Strecke haut, denn dann geht es 100 Meter tief hinab mit 50% Gefälle. Die Läufer werden in stehende Ovationen ausbrechen (sofern sie nicht liegend irgendwo in der Pampe kleben). Einzig positiv: Mit dem Höhenverlust werden auch die Schneereste geringer. Endlich unten folgt ein Wiesenweg, der leicht hängt, auf dem meine Schuhe keinen Halt finden. 250 Meter mit der jederzeitigen Gefahr, dass es mir die Beine weghaut. Alter Schwede! 

Ein Wiesenweg, ein weiterer Hügel, ein viel zu kurzes Stück auf einer Straße (endlich laufen) und über einen Wiesenweg zu einem Parkplatz, der laut Ute Start/Ziel sein wird. Noch eine Steigung und über verschlammte Waldwege hinab zum Ausgangs-punkt. Ich habe fertig. Der Hund benötigt mindestens zwei Durchgänge inklusive Unterbodenwäsche in einer Waschstraße. 

Mein Fazit dieser Begehung: Eine sauschwere Strecke über 45 Kilometer mit rund 1.560 Höhenmetern. Die Matsche macht es noch heftiger. Bich schon gespannt auf die Resonanz der Teilnehmer. 

Ute ist da ganz anderer Ansicht: Die Strecke ist schön! Termin wird der 14.3. sein und im März, da ist es trocken und die Wege werden gut zu laufen sein. 

Heute, 14. März

Utes Prognose mit dem Wetter im März, eine echte Fehldiagnose! Es ist wie am 10.1., nur ohne Schnee.

Ab 6:50 Uhr wartet Ute auf die Starter. Sie möchte jeden persönlich begrüßen und Aufkleber (42,195) sowie das Finisher-Bier verteilen. Der erste Lauf, bei dem es das Finisher-Bier vor dem Start gibt. Ob Ute denkt, dass die Läufer nach einer Runde die Biege machen werden? 

Ute dreht am Rad

Um 8:25 Uhr kommt Frühstarter Gerd von seiner ersten Runde. Sein Kommentar: „Uwe, das ist eine schöne Strecke, nur schwer, sehr schwer“, und macht sich auf in die zweite Runde. 

Start

Uhren starten und los geht es für Ute und Uwe. Es regnet. Mir ist saukalt vom Warten, also laufe ich auch einige Anstiege, damit mir warm wird. Die Strecke ist besser zu laufen, als befürchtet. Auch Passagen, die ich im Januar für nicht laufbar hielt. Bald lässt der Regen nach. Dort wo im Januar noch Holz zur Abfuhr lag, befindet sich nun ein See mit Abfluss über den Weg. Ein Balanceakt. Die Steigung hinauf zu Schwedenschanze, ja ist lang aber nicht mehr sooo steil wie im Januar. Hier kann ich die Stöcke einsetzen. Die Sicht von oben ist auch heute schlecht. Wird sich aber später bessern. Hier oben weht ein leichter Wind bei nur 3°, der mich schnell frieren lässt. Also weiter.

Überall wo die Streckenführung nicht ganz klar ist hat Ute noch weitere Beschilderungen angebracht. Verlaufen ist somit ausgeschlossen. Nach dem Regen und der zunehmenden Nutzung der Wege, werden diese immer tiefer. Der Anstieg zur Schwedenschanze wird immer länger. Alter Schwede! Die Sicht wird etwas besser, nun kann man bereits vermuten, dass sich da unten Landschaft befindet. 

ein Genuss!

Lob von Überholern

Wir nehmen nun im Abstieg am kleinen Hügel Emil die Variante rechts durch den Wald, um der Matsche etwas aus dem Weg zu gehen. Da folgen gleich einige Kollegen. Wir werden ab jetzt häufiger überholt oder treffen Kollegen (auf Entfernung) am Parkplatz. Alle sind voll des Lobes über diese tolle Strecke. Das hätte ich mir am 10.1. nicht vorstellen können.

Teuto Run & Run

Oben auf dem Kammweg treffen wir dann auch Sonja und Detlef. Sie wollen sich das Spektakel nicht entgehen lassen. 

Zurück am Parkplatz an der Friedenshöhe haben wir die Hälfte. 25 km in 3:44 Stunden. Wir werden jede Runde langsamer! Alter Schwede!

Matsch-Eng-Stelle

Eine besonders heftige, seifige Stelle bringt Läufer in Verlegenheit und, wie wir beobachten können, Spaziergänger zu Verzweiflung. Erstmals kommt für wenige Sekunden die Sonne durch. Bald folgt aber ein kurzer Schauer. Mit jeder Runde gewinne ich an Erfahrung, auf welcher Seite die Matschstellen möglichst leicht zu passieren sind. Das lange Gefällstück lässt sich nun schon gut laufen, da ich immer die gleichen Spuren verfolge.

In der 4. Runde glaube ich, Halluzinationen zu haben. Schaut mich da ein Reh an aus der Schwedenschanze?

Einschätzung geändert!

Je häufiger ich diese Runde laufe, umso besser gefällt sie mir. Meine Bedenken vom 10.1. sind erledigt. Die Runde ist eigentlich ganz kurzweilig. Wenn man die Steigungen hinter sich hat, läuft man noch etwas H-Weg, biegt links ab und ist schon bald zurück am Auto. 

Wer lange läuft, dem scheint die Sonne. Wer hätte das gedacht. Das motiviert! Endlich eine Aussicht an der Schwedenschanze!

Ein letztes Mal durch die Matsche und steil hinauf zur Schanze! Oben an der Berghütte ein Foto ins Tal in südlicher Richtung, auf dem nun endlich viel Landschaft zu sehen ist. Für solche Momente laufe ich.

Als ich dann ein Foto in nördlicher Richtung mache, sehe ich, dass von Dort neues Unheil droht. 

Wir laufen weiter und sind bereits bis auf 1 Kilometer an das Ziel herangekommen, als das prickelnde Graupelschauer uns voll erwischt. Das ist aber nicht so schlimm, denn bald sind wir im Ziel. Die Uhr zeigt genau 45,00 km und 1.549 Höhenmeter an. Alter Schwede!

Einige Stimmen zum Lauf

Liebe Ute,
noch mal herzlichen Dank für den tollen Lauf und die Mühe, die du dir mit der Organisation und der Strecke gegeben hast🙏. War alles super  zu finden und sehr abwechslungsreich mit eingebautem Matschparcours! Ich habe 6:48 Std. genossen👍👍👍.
Hallo Ute, deine Bergweltenrunde war ein Traum und sehr anspruchsvoll!!Alle Finisher, unsere ´bekloppteń´ Mitläufer, haben eine tolle Leistung vollbracht. Schon alleine 6 x die Schwedenschanze rauf- und runter zu laufen. würden die meisten Deutschen als geisteskrank bezeichnen. Kompliment an Ute! Super organisiert, Kennzeichnung optimal !

Wiederholungsgefahr: Nach dem großem Lob wird dieser Lauf sicherlich fortgeführt werden. Auf Grund der besonderen Schwere könnte es ein Kultlauf werden!

Ladbergen Marathon

Ladbergen Marathon

5 Runden zu 8,6 Km:

8,6 Km Streckenplan

Start 1: Parkbucht an der Lengericher Straße. (Lengericher Str. 81, 49549 Ladbergen). Mo. – Fr., da die Parkplätze am Rathaus nicht zur Verfügung stehen.

Dem Wanderweg X 1648 Richtigung Ladbergen folgen. Dem Lönsweg bis zum Ende folgen. Achtung: Der Wanderweg X 1648 führt geradeaus, der Lönsweg biegt 90° rechts ab. Nun den roten Klebepfeilen folgen. Schillerstraße, Fußgängerbrücke, in den Friedenspark, rechts halten zum Rathaus.

Startpunkt 2: Parkplatz am Rathaus Ladbergen. (Jahnstraße, 49549 Ladbergen); Sa., So., und an Feiertagen!

Dem X 1648 nach Ladbergen folgen
Hier links ab dem Lönsweg folgenrote Pfeile
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Detailplan Laufstrecke

Den Friedenspark umrunden (siehe Detailplan), über die Brücke links. Nun ist man auf dem Wanderweg. Links über die nächste Brücke und direkt rechts ab am Mühlenbach entlang. Dem Wanderweg X 20 nun 2,5 Kilometer folgen. Unter der B 475 durch und weiter durch zwei Waldgebiete. An der Eiche mit den zwei Bänken den X 20 verlassen und links abbiegen. Der Straße und den roten Pfeilen bis zum Ausgangspunkt folgen. Achtung bei der Querung der Lengericher Straße!

Nun rechtseitig des Baches laufen, nach 200 Metern über die nächste Brücke und dem Bach linksseitig X20 folgen
Dem Mühlenbach und dem X 20 folgen
Dem X20 durch Waldgebiete folgen
X20 verlassen und links ab auf Straße zurück zum Startort

Hermannsweg-Ultra

Hermannsweg-Ultra

Anstieg in Brochterbeck

Projekt. Der Hermannsweg von Rheine bis Lengerich als Ultramarathon über ca. 47 Kilometer. Der Hermannsweg beginnt in Rheine an Hauptbahnhof und führt kurz an der Ems entlang bis es durch Wälder und über Wiesenwege Richtung Bevergern geht. Die Bevergerner Aa folgen wir bis zum Dorf Bevergern. Hier gibt es nahe der Strecke ein Eiscafé. Vorbei an der Schleuse des Dortmund-Ems-Kanals erreichen wir den Einstieg zum Huckberg. Hier beginnt der Teutoburger Wald, dem wir ab jetzt folgen. Von der „Millionenbrücke“ haben wir eine Blick auf das „Nasse Dreieck“, hier treffen sich Dortmund-Ems-Kanal und Mittellandkanal. Es wird zunehmend hügeliger im Teuto, oberhalb von Riesenbeck genießen wir einen Blick von der „Schönen Aussicht“ ins Münsterland. Nach der B219 geht es hinauf zur Felsformation „Hockendes Weib“. Der Kiosk „Almhütte“ hat bei gutem Wetter geöffnet. Hinab nach Brochterbeck und wieder steil hinauf zur Waldkapelle. Nach 4 Kilometern ist Tecklenburg erreicht. Am Brunnen auf dem Marktplatz nahe dem Café Rabbel teilt sich der Hermannsweg. Der rechte Weg hinab ist unserer. Treppen folgen. Im Tal angekommen vorbei an den Königsseen Richtung Lengerich. Nach Unterqueren der A1 der letzte Anstieg hinauf zum Lengericher Berg. Von der Schutzhütte haben wir einen Blick auf Lengerich und bei guter Sicht erkennt man Münster am Horizont. Kurz vor Erreichen des Steinbruchs verlassen wir den Hermannsweg in südlicher Richtung und gelangen nach Lengerich und zum Bahnhof. Dies ist Teil 1 der Planung. Fortsetzung mit Etappen bis Bielefeld und bis Velmerstot sind möglich.

Bevergerner Aa

Die Anfahrt nach Rheine erfolgt mit der Bahn von Lengerich aus über Münster oder Osnabrück nach Rheine. Fahrzeit etwa eine Stunde. Oder in Eigenregie.

Links

Günter Liegmann (Osnabrück) https://www.internationaler-osnabruecker-piesberg-ultra-marathon.de/

Andreas Pluta (Lotte) https://lg-lottehalen.jimdofree.com

Bernd Neumann (Calden, Rheda-Wiedenbrück) https://www.marathonsammlerberndneumann.com

Roman Javed (Rheda-Wiedenbrück) https://marathonlaufen.webnode.com

Jobst von Palombini (Bad Eilsen) https://jobst-von-palombini.webnode.com

Detlef Erasmus (Bad Münder) https://www.running-paule.de

Michael Kiene (Northeim) https://www.michaelkiene.de/start/

Sylke Kuhn (Kassel) https://laufwerkkassel.jimdo.com

Jürgen Haschen (Kassel) https://kassel42.myblog.de

02.13 Winterexpedition

02.13 Winterexpedition

13.2.   Ahnatal-Marathon       42,2 km, 600 HöM           -10/-5/-8° sonnig

Bei der Anfahrt ist es sehr sonnig. Aber in Höhe von Warburg wird es diesig und nebelig. Die Temperatur geht von minus 8° auf minus 17° zurück. Mein Scheibenwischwasser ist eingefroren. Frontscheibe gesalzen! Alles keine guten Aussichten! Nach 10 Minuten kommt die Sonne wieder durch. Gut so!

Hier versteckt sich die Ahne unter Eis und Schnee
gegen die Kälte

Gegen 10:45 Uhr bin ich in Ahnatal (unweit Kassel). Auch hier liegen 25 – 30 Zentimeter Schnee. Ich parke am Fitnesszentrum auf dem geräumten Parkplatz so, dass das Auto schön in der Sonne steht, damit die Getränke nicht einfrieren.

Bernd Neumann gibt mir bei minus 10 Grand eine ganz kurze Einweisung, ich ziehe die Schneeketten (Yaktraxs) unter die Schuhe und schon bin ich bei bestem Winterwetter zu meinem kältesten Marathon unterwegs. Es sind 10 Runden zu 4,3 Kilometer zu laufen. Die erste Runde dient der Orientierung. Eine Runde um das Fitnesszentrum, entlang der Straße, links ab in den Wiesenweg. Ab hier ist der Schnee holperig und löcherig, da dieser Weg auch von Pferden genutzt wird. Es folgt eine Passage am Bach entlang bis zur Bahnunterführung. Hier links halten in den (Rück-)Weg, der im Schatten liegt und kaum begangen wird. Kein Wunder, hier ist es gefühlt 5 Grad kälter als auf dem sonnigen Hinweg und der Wind kommt von vorne. Minus 15°, gefühlt! Alter Schwede! An der Brücke über die Gleise vorbei und schon kommt das Fitnesszentrum in Sicht.

Kaiserwetter

Nun erst einmal Pause. Denn ich bin zu warm angezogen. Also ziehe ich ein lang-ärmeliges Funktionsshirt aus. Nächste Runde. Da ich ja erst um 11 Uhr gestartet bin, sind heute bereits viele Spaziergänger unterwegs. Mit Kind und Schlitten, mit Hund, mit Pferd oder auf Langlaufski. Das Ausweichen durch den Tiefschnee ist anstrengend. Und ohne meine Yaktraxs wäre ich deutlich langsamer unterwegs. 

In der dritten Runde sehe ich das Vogelhäuschen mit Schneehaube. Ich traue meinen Augen nicht. Warum? Weil es die Nummer 42 trägt. Ein Nistkasten für Marathonvögel! 

In Runde 6 überhole ich Gerd Junker, der bereits in die letzte Runde geht. Er berichtet von minus 18 Grad heute Früh um 8 Uhr, als er startete. „Uwe, das geht alles! War gar nicht so schlimm, außer im Gesicht. Nach 3 Runden wurde es bereits besser“, berichtet er. So ganz kann ich ihm nicht glauben. Aktuell sind es noch 5 Grad minus.

Hinterm Horizont geht’s weiter…

Runde 7: Die Reiterin auf dem Hügel hat ein Fotoshooting mit ihrem Freund, der im Schnee kniend Bilder macht. Ich bekomme mein Handy nicht so schnell aufnahmebereit und rufe ihr zu, dass sie nochmals dort lang galoppieren soll, damit ich auch ein Foto machen kann. Sie lacht, dreht um und galoppiert los. Es macht Pferd und Reiterin sichtlich Spaß. Das Foto ist im Kasten. „Danke sehr!“ „Gern geschehen!“ rufen wir uns zu, dann muss ich zurück auf die Strecke.

Runde 8: Eine Familie mit 10 Hunden (keine Huskys) und einem Schlitten kommen mir entgegen. 5 Hunde sind vor den Schlitten gespannt und zerren an den Gurten. Kaum bin ich vorbei, schon geht die Petersburger Schlittenfahrt ab, und wie! Hunde und Kinder haben sichtlich ihren Spaß! 

Runde 9: Es wird bereits spürbar kälter, die Sonne verliert schnell an Höhe und geht schon Richtung Horizont. Meine Hände sind eisig.

Runde 10: Diese gehe ich flott an, wegen der Hände und da das Auto bereits im Schatten steht. Nicht, dass mir die Getränke einfrieren. Die Kälte nimmt nun schnell weiter zu. Ohne Sonne, brrh! Endlich, fertig, 10 anstrengende Runden sind fertig; die Uhr zeigt 5:57:57 Stunden. Mein kältester Marathon ist geschafft und ich bin um eine Erfahrung reicher. Als ich losfahre, zeigt das Thermometer bereits minus 8°! Allerdings ist das Scheibenwischwasser nun aufgetaut und mit Durchblick geht’s nach Hause.