Hüggel Runde

Streckenverlauf
Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz am Roten Berg in Hasbergen
Beginn steiniger Hohlweg

Von dort aus dem ganz rechten Wanderweg folgen. Nach 300 Meter erreichst du einen Hohlweg, in dem immer Stolper-Steine liegen, die regelmäßig von der Böschung kugeln. Hier immer vorsichtig laufen!

auf ehemaliger Gleistrasse – km 1

Es folgen ebene Wege, die der ehemaligen Trasse der Hüggelbahn folgen.

Ja, hier bist du richtig!

Der Wanderweg führt dann über den Hof eines im Wald liegenden Gebäudes.

Matsche pur bei km 1,9

Nach dem Wald folgt der erste Anstieg, bei Nässe ist es ab Kilometer 1,8 schön seifig!

Rechts, links und wieder auf einer ehemaligen Bahntrasse vorbei am trockenen Silbersee (links).

km 3,5 – hier links ab

Kilometer 3, an der Schutzhütte bergab laufen bis Kilometer 3,5. Hier am Wegkreuz 90° links abbiegen und leicht bergauf.

Herrlicher Pfad

Auf dem schmalen Pfad zur Aussicht und hinauf zum breiten Waldweg; diesem bergab folgen.

hier links galten

Kilometer 4,9 hier nun den breiten Weg verlassen und links dem Pfad folgen. Weiter geradeaus bis zur Wegkreuzung, auch hier geradeaus. Bald zunehmend bergauf bis zur Abschlussrampe.

Rechts zur Schönen Aussicht. Richtung Norden sieht man den Piesberg mit den 3 Windrädern.

Schöne Aussicht

Nun 150 Meter vorsichtig bergab, ganz viele Steine, im Herbst oft vom Laub verdeckt! Tückisch! Bald rechts halten und hinab zum Parkplatz. 7,04 Kilometer und 140 Höhenmeter sind geschafft!

Hockendes Weib – Klippenmarathon

Start + Ziel Infotafel
Beginn / Ende Wanderweg rechts halten

Vom Start aus dem Zuwege zum Wanderweg folgen. Nach 400 Metern markiert dieser Wegweiser Beginn und Ende des Wanderwegs „Dörenther Klippen“. Der rechte Weg ist der Zustieg für Kletterer, also für uns. Nach etwa 400 Metern und einigen Höhenmetern ist die Felsformation Hockendes Weib erreicht. Der Wanderweg verläuft links an den Felsen vorbei. Die gut zu erklimmenden Felsen (Absturzgefahr) sind nur 30 Meter entfernt und bieten eine schöne Aussicht! Vorsicht, insbesondere bei Nässe!

Hockendes Weib

Der Felsen „Hockendes Weib“ ist der letzte und höchste in der Reihe. Wir lassen ihn rechts liegen und erreichen bald die Waldgaststätte „Almhütte“ (1,0 km). Aktuell (15.11.) von 11 – 18 Uhr von Mi – So geöffnet. Wenn wir 100 Meter weiter rechts abbiegen, habe wir schon einiges gesehen und die ersten 50 Höhenmeter im Sack!

Almhütte, nach 100 Metern rechts ab
Herrlich bergab
Schöner Wanderweg

Die nächsten 2,5 Kilometer führt uns der Weg über schmale Pfade durch den Wald. Vorbei an einem Kletterfelsen (nein, hier müsst ihr nicht hinauf!) und über Wiesen- und Waldwege zu einem Querweg.

Der Wanderweg biegt hier 90° links ab! hinauf zum Wetterpilz
Wetterpilz, hier 90° rechts ab

Ab hier verläuft der Wanderweg weiter zu anderen Felsformationen wie Kaiserstuhl, die Siamesischen Zwillinge und den Königstein. Der Wanderweg schließt den Schlenker zur Aussicht ins Bocketal mit ein!

Ungesicherter Blick hinab ins Bocketal

Nun steinig bergab Richtung Brochterbeck.

Blick auf Brochterbeck

Links haltend überqueren wir die Eisenquelle und bald danach passieren wir den Wanderparkplatz Bocketal.

Eisenquelle
Ende des Trimm-Dich-Pfades
Hindernis Stand 25.11.2022
Anstrengend – felsiger Anstieg

Rund einen Kilometer flach im Bocketal dem Trimm-Dich-Pfad folgen. Gut ausgeruht geht es nun über Felsgestein hinauf zum Wetterpilz, den wir schon einmal von der anderen Seite aus gesehen hatten. 90° rechts ab. Hier oben haben wir die meisten Höhenmeter der Runde im Sack. In leichtem Auf und Ab zum Soldatenfriedhof.

Soldatenfriedhof – hier rechts halten

Wenn du den Blick auf Ibbenbüren hast, Achtung, bald scharf links. Der Wegweiser ist etwas versteckt.

Steiler Abstieg!

Nun steil hinunter Richtung Parkplatz, Vorsicht! Das Schild Almhütte und den Pfad geradeaus IGNORIEREN und rechts halten. Zum Ende des Wanderweges und weitere 400 Meter zum Parkplatz.

Ausgleichsrunde 

Diese Runde ist 11,8 Kilometer lang. Ausgehend vom Wanderparkplatz 300 Meter zur Gaststätte am Campingplatz. Nun geradeaus dem Radweg Richtung Brochterbeck folgen. Weiter auf dem Südhangweg rechts ab, weiter auf Asphalt.

Südhangweg
Felsen im Teuto

Bald hat man bei einem Blick zurück eine andere Sicht auf das Hockende Weib. Bei Kilometer 1,4 treffen wir auf eine Querstraße, der wir wir nun 2,8 Kilometer immer geradeaus folgen.

Hier scharf links aufwärts!

Kurz vor Brochterbeck, 25 Meter vor dem Ortsschild, ganz scharf links ab 160° und Wiesenweg hinauf zur Bank mit Münsterlandblick.

Aufwärts zur Bank „Münsterlandblick“
Blick ins Münsterland

Geradeaus auf Straße zum Freistaat Dast. Weiter geradeaus in den Wald, wo wir wieder auf den Wanderweg Dörenther Klippen treffen. Weiter auf der bekannten Strecke.

Ohne Worte

Die Sage vom „Hockenden Weib“

Vor langer Zeit lag das Meer noch viel näher am Teutoburger Wald als heute. Dann und wann brach es bei großen Sturmfluten weit ins Land hinein. Damals wohnte am Rande des Teutoburger Waldes eine arme Witwe, die nichts besaß als ihre Hütte und zwei Kinder, die sie treu umsorgte. Eines Tages kam der ältere Junge nach Hause gerannt und rief: „Mutter! Das Wasser! Das Wasser!“. Erschrocken sah die Frau auf und hörte auch schon das Brausen und Rauschen. Schnell packte sie ihre Kinder und rannte auf den Kamm des Teutoburger Waldes zu. Sie keuchte mühsam mit den Kindern bergauf, hinter sich die gurgelnde Flut. Auf der Höhe sank sie kraftlos zusammen. Da brach das Wasser über die drei armen Menschen herein. In ihrer Angst um die Kinder betete sie: „Herr, ich will wohl sterben, aber rette meine Kinder!“. Der Herr erhöhrte sie und verwandelte sie in einen Stein. Auf ihrem Rücken saßen die Kinder sicher und geborgen, bis die Flut wieder abzog. Dieser Felsen ist heute noch zu sehen, er ist der höchste Felsen der Dörenther Klippen bei Brochterbeck.

21.-23.5. Schwarzwald Ultra

Endergebnisse

3. Etappe 23.5. 48,8 km und 1.119 Höhenmeter

Gestern Abend gab es Nudeln und Reis mit Gemüsesauce und Fisch. Dazu natürlich, wie immer, Eis aus der Truhe! Gerd hatte 4 Eis! Heute Früh gibt es Spiegeleier oder Rührei, sehr lecker! Kurz nach 7 Uhr schickt uns Thomas auf die Strecke. Der Regen hat passend aufgehört und fast zeigt sich die Sonne.

Nach dem Regen in der Nacht

Schon bei km 4 in Wittlensweiler beginnt ein elendig langer (4 km) Anstieg. Gerd ist etwas zurück und quatscht mit Heidi. Vor mir wandert Annette, ich versuche dran zu bleiben. Heute Nachmittag um 15 Uhr soll es Gewitter geben. Vielleicht schaffe ich es früher ins Ziel. Der Abstand zu Annette bleibt gleich, etwa 300 Meter sind es. Bei Dominik am 1. VP ist der Anstieg so gut wie geschafft.

Unerwartete Pause

Es geht nun hinein nach Freudenstadt. Ich habe Glück, 30 Meter vor mir senken sich die Schranken. Endlich eine verdiente Pause! Und Pech: Annette sehe ich erst im Ziel wieder. Da ich die Strecke kenne, habe ich in der Stadt keine Probleme die Strecke zu finden.

Freudenstadt

Nach dem Marktplatz rechts ab und hoch zum VP 2 bei km 14. Es folgen mehrere Passagen von Treppen und Wege durch herrliche Grün hinauf zum Aussichtsturm.

Die Treppen gehen in die Beine!

Nein, ich besteige ihn nicht! Bald folgen 2 Km über Single-Trails über Stock und Stein. Es gilt gut aufzupassen, ansonsten ist ein Sturz die Folge. Km 18,5 VP2 ist auch VP3. Gestärkt geht es nun so steil bergab, dass ich gehen muss. Nach einem weiteren steilen Wiesen-Steig bin ich bald unten am Forbach, nur um danach den nächsten langen Anstieg in Angriff zu nehmen.

Forbach

Der schnelle Manfred überholt mich. „Hab mich eben ordentlich verlaufen“, erläutert er. Ein Schild weist darauf hin, dass es rund 9 km bis zu den Sankenbachfällen, meinem nächsten Ziel, sind. Die Steigung ist endlos! Dann, endlich bergab, ich lasse es laufen. An einer mächtigen Tanne – Naturdenkmal – wieder bergauf. Ein Infohütte markiert den Einstieg zu den Wasserfällen. Ein Tafel warnt vor den Gefahren: Alpiner Steig, nur für geübte, schwindelfreie Wanderer, Steinschlaggefahr, Absturzgefahr auf Grund von Nässe, glatten Brücken, starkem Gefälle und großen Steinen.

der steinige Pfad
oberer Sankenbachfall

Anfangs komme ich gut voran, dann wird es schmierig und schwierig! Ein Moment der Unachtsamkeit, ich strauchle, schlage mit dem Knie an einem Felsen an, versuche den Sturz mittels Ausgleichsschritten zu vermeiden und komme dabei der Absturzkante sehr nah. Hier erwische ich mit Glück eine kleine Buche und kann mich abfangen. Puh, dass war knapp! Da mich zwei Wanderinnen beobachten, tue ich so, als wenn dass alles eine Spielerei war und steige schnell mit heftigen Knieschmerzen und viel Adrenalin weiter bergab. Nun aber sehr vorsichtig. Unten schaue ich mir die Bescherung an. Am Bach wasche ich das Blut ab und die Wunde aus. Den folgenden Weg mit ganz vielen Steinen und Wurzeln wandere ich dann auch noch. Der Schmerz vergeht. Dann über den Bach und schon bin ich bei meinen Freunden am VP4 bei km 30. Hier nehme ich mir Zeit und stärke mich .

Sankenbach

12 Uhr. Es beginnt zu regnen, erst leicht, dann zunehmend. Gut, dass ich meine Regenjacke dabei habe. Meine Wetter-App sagt, dass nun bereits die Gewitter aufziehen. In Baiersbronn mündet der Sankenbach in den Forbach und dieser nur 600 Meter später in die Burg.

Forbach

Baiersbronn liegt unten im Tal, Grüntal liegt oben. Wieder 4 Kilometer Steigung. Als ich Baiersbronn bereits hinter/unter mir habe, geht der Regen in Starkregen mit stürmischem Wind über. Blitz und Donner sind aber weit entfernt, hier droht keine Gefahr.

Starkregen

Nach 15 Minuten bleibt nur noch ein Landregen. Km 39,5 der letzte VP, 2 Becher Cola und weiter. Mein Ziel, unter 8 Stunden zu bleiben, wird durch einen Baumstamm-Ladevorgang und zwei weitere heftige aber kurze Steigungen behindert.

Verladung von 10 Meter langen Stämmen

Dann vorbei an Frutenhof durch den Wald, über den Bach und steile Stufen eine Wiese hinauf. Die Sonne brennt plötzlich vom Himmel! Ich bin fix und alle!

Abschlussfoto mit Sonne!

Ein Blick zur Uhr, 48 km sind bereits voll. Wenn es nun noch über die Schleife zum Gasthof Sonne geht, werden es über 50 km sein. Aber nein, oh Wunder, die Pfeile weisen auf direktem Weg, der Straße folgend zum Ziel. Ich laufe und schaffe es doch noch unter 8 Stunden. „7:56 Stunden“, sagt Helmut, mein Zeitnehmer.

Duschen, Erdbeerkuchen genießen, Urkunde einsacken. Danach machen Gerd und ich uns auf die 6stündige Rückfahrt. Wir freuen uns schon darauf, wenn es in drei Wochen gilt, die fantastischen 7 (Etappen) durch den Südschwarzwald zu bewältigen.

2. Etappe 22.5. 52 km und 1.134 HM Sulz-Mühlheim – Grüntal

7 Uhr Abfahrt, im Konvoi geht es nach Sulz-Neumühleim. Kurze Einweisung von Thomas: „Nein, ihr braucht nicht bei km 30 auf den Aussichtsturm und bei km 43 gibt es noch eine Ehrenrunde, damit die Strecke auch 52 km lang ist!“ 7:50 Uhr Start! Die ersten 14 km sind relativ flach. Entlang des Glatt geht es nach Glatt bei km 7 zum Wasserschloss.

Wasserschloss Glatt

Meine Beine und mein Hintern sind heute viel besser darauf als gestern, ich kann gut laufen auch wenn ich die Belastung von gestern gut spüren kann. Km 5 Edda und Teddy liegen hinter mir, Gerd ist 300 Meter voraus. Bei km 10 überhole ich Gerd, der gerade im Gebüsch hockt. Km 12, erster VP, den Helmut betreut.

eine endlose Steigung

In Bettenhausen ist der Spaß vorbei, es geht richtig steil und vor allem endlos hinauf nach Fürnsal. Alter Schwede! Der Sportplatz liegt noch höher auf einer Kuppe, klar, dass Thomas uns hier vorbei schickt. Schön durch den Wald und durch Fürntal hinab und wieder hinauf, denn Gundelshausen liegt wieder weit oben. Es folgen Wiesenwege und Treppen hinab nach Wälde. Hier begleitet mich ein Bach, ein Zeichen, dass ich ganz unten bin. Und richtig, links ab und steil den Berg hinauf. Genau passend ist hier der VP2. Pause! Gerd liegt noch immer ein paar Minuten zurück.

Wiesenweg nach Wälde
etwas für Obstexperten

Entlang an der Galerie von alten Sorten von Obstbäumen nach Loßburg. Am Weg entlang der Kinzig zum Kinzigsee gibt es neue Markierungen.

Kinzigsee

Die alten hat der Förster entfernt, aber Thomas hat kurz darauf die Markierungen wieder angebracht. Es folgt die Himmelsleiter mit x Stufen hinauf zu einer kleinen Naturbühne.

echt steile Treppe

Viel schneller als erwartet, erreiche ich den Vogteiturm mit dem 3. VP. Bald darauf im Wald nutze ich eine Bank für eine Steinmassage für meine Po, kurz darauf schließt Gerd zu mir auf. Gemeinsam quälen wir uns nun über die Hügel. Am Skihang Stockinger genießen wir die Aussicht und nun geht es lange bergab zur Manbachsiedlung, aber nicht, ohne dass wir auch hier nette kurze Anstiege bewältigen dürfen.

Vogteiturm und VP-Tisch
Ochsenwitschaft, wo denn? Ich könnte wohl ein Weizenbier vertragen

Den ganzen Tag scheint uns die Sonne in den Nacken, nochmals etwas Creme auftragen und weiter, schon wieder bergauf zum letzten VP, wo Dominik bereits auf uns wartet. Hier holen wir auch Heidi und Matthias ein, die längere Gehpassagen einlegen.

Ein Werbefoto für Grüntal!

In Aach folgt dann eine echte Motivationsprobe. Wir sind bei km 42 und nur zwei Kilometer vor dem Ziel, als uns Thomas per Pfeile auf eine 8 km lange Ehrenrunde nach Dornstetten schickt. Mit nochmals etlichen Höhenmetern und vorbei am örtlichen Fußballplatz, wo wir zwischen Tribüne und Spielfeld durchlaufen. Kein Mensch nimmt von uns Notiz!

Gerd kämpft sich nach oben!

Dann endlich der schei…. Anstieg nach Aach-Berg hinauf. Dann hinab zur Gaststätte Waldgericht. Wir wissen, gleich kommt die Flurmarkierung Aach – Grüntal, und dann ist es bald geschafft.

diese markante Flurmarkierung Grüntal / Aach steht etwa 1 km vor dem Ziel

Die Zeit von 8:27 Stunden ist für Gerd und mich sehr ok, denn es waren ja auch > 1.100 HM zu bewältigen.

Alles in XXL Dimensionen

Auf dem Weg zu unserem Zimmer im 1. Stock mache ich ein Foto der Verpflegungslagerung im Treppenhaus. Ab 17:30 gibt es Abendessen! Und morgen folgt der 3. Streich!

  1. Etappe 21.5. 51,6 km 957 HM Grüntal – Sulz-Mühlheim
7 Uhr Start

Um 7 Uhr antreten zum Briefing und pünktlich geht es los. Aufgrund meiner Hüftbeschwerden wandere ich viel. Bald ist auch Edda vorbei und ich bin alleine am Schluss des Feldes. Es ist ein traumhafter Tag, nach dem Regen in der Nacht ist die Luft sehr klar und sonnig.

Grace empfängt mich bei km 12

Ich gehe bis zum 1. VP und bin überrascht, das Grace mir sagt, dass ich nicht Letzter bin, andere haben sich wohl verlaufen. Grace hilft mir noch mit meinem Schmerzpunkt in der Arschbacke, indem sie diesen kraftvoll drückt. Ich soll mir einen Stein suchen, diesen mitnehmen mich darauf setzen und den Schmerzpunkt bearbeiten. Gerade will ich weiterlaufen, da tauchen Gerd und Teddy auf. Sie haben sich verlaufen und fast 2,5 km mehr auf der Uhr als ich.

sehr klare Sicht – im Hintergrund der Hochschwarzwald

Bald finde ich einen Stein. An einer Bank lege ich mich hin und bearbeite den Schmerzpunkt mit dem Stein. Zähle bis 60. Danach wandere ich weiter und als ich probiere zu laufen, geht es mit deutlich weniger Schmerzen!

Der Stein!

Gerd und Teddy sind weg und ich genieße die herrlichen Aussichten. Am VP 2 bei km 22 treffe ich Gerd, Edda und Teddy wieder. Bis Rexingen laufen wir zusammen, kurz vor Horb und vor dem 3. VP verlieren Gerd und ich die beiden.

Gerd unterwegs
Alte Festung
Der Neckar bei Horb

Um Horb herum geht die Strecke. An der Aussicht Rauschbart, mit einem Biergarten, hätten wir uns fast verlaufen. Dank Komoot sind wir bald auf der richtigen Strecke. Kurz vor Fischingen holen wir Helmut ein, der Probleme mit seinem linken Schuh hat.

Bald sind wir durch Fischingen hindurch und müssen nicht hinauf zur Ruine. Mülheim liegt nun vor uns und ist bald erreicht. Gerd und ich laufen in 8:43 Stunden gemeinsam ins Ziel.

im Ziel

Die Rückfahrt ist wieder sehr abenteuerlich. Einen 20 Jahre alten Peugeot mit ganz wenig TÜV und einigen Mängeln darf ich dann mit drei Läufern zurück nach Grüntal fahren. Röhrt wie ein Panzer. Eigentlich ohne Ohropax nicht möglich. So geht ein sehr schöner Lauftag zu Ende!

Vorbericht

Traumlandschaft!

21. – 23.5. in Freudenstadt LINK

Veranstalterinfo:

Abwechslungsreicher schöner Traillauf mit 3 Tagesetappen. Die Gesamtstrecke hat 150 km und 4.000 Hm.

Der Streckenverlauf vom Schwarzwaldultra zeigt eindrucksvoll die Vielfältigkeit und Einzigartigkeit vom schönen Schwarzwald. Auch Teilnehmer für nur eine Etappe sind herzlich willkommen und in der Tageswertung.

23.4. Ith-Hils-Ultratrail

Ultra Uwe Unterwegs

Ein sehr persönlicher Laufbericht von mir

Dieses Mal rund 85 Kilometer

An diesem Lauf wollte ich eigentlich nicht mehr teilnehmen. Zu schwer, Höhenmeter ohne Ende, zu viele Passagen über Steine und Wurzeln und immer wieder lange Steigungen! Nun ja! Ute war von ihrer Teilnahme im Vorjahr ganz begeistert und will wieder starten. Martina und Natascha sind auch mit dabei. Ok, dann versuche ich es noch einmal. Insgeheim dachte ich, dass man ja auch bei km 53 mit Wertung aussteigen kann. Leider muss Ute dann aus gesundheitlichen Gründen passen.

Freitag, Unterkunft im Naturfreundehaus Lauenstein etwa 3 Kilometer vom Start entfernt. Dann beschließen wir kurzfristig, ein Auto inkl. Kleiderbeutel zum VP 4 zu bringen, dort wo man nach 57 km aussteigen kann. Ja, die Strecke ist wegen Umleitungen nun 4 km länger! Bei Abbruch des Laufes ist/wäre dann eine unabhängige Rückfahrt möglich. Nach einer Stunde sind wir zurück, Zeit für Salat und Nudeln in einer Trattoria. Danach noch die Klamotten für morgen vorbereiten und – Gute Nacht!

6:20 Uhr

4:30 Uhr, der Wecker geht. 5:15 Uhr Fahrt zum Startort, der Halbmond leuchtet hell am Himmel. Uwe im Spaß: „Wir machen keine halben Sachen, oder!?“ 5:20 Uhr sind wir an der Therme. Cordula und Detlef begrüßen uns. Natascha ist noch nervöser als gestern! Startnummer, Kaffee, Brötchen und Begrüßung der vielen Bekannten. 5:48 Uhr Briefing. Detlef erläutert die Umleitungen wegen Windwurf, was aber nur der versteht, der schon einmal hier gelaufen ist. 6 Uhr, wir sind unterwegs. Schnell zieht sich da Feld auseinander. 6:09 Uhr: Sonnenaufgang. 6:20 Uhr, der rote Feuerball steigt langsam höher. Klasse!

Unterwegs im Ith im frühen Sonnenlicht

Bald sind wir im Wald unterwegs und schon sind wir die Letzten. Die ersten heftigen Steigungen sind zu meistern. Oben am Kammweg angekommen, begrüßen uns Adam + Eva, zwei Steinformationen, die nebeneinander und ohne Nachbarn stehen. Fotomotiv!

Natascha und Martina sowie Adam und Eva

Nun geht es auf der Höhe und auf schmalen Pfaden weiter Richtung Norden. Die Natur ist erwacht. Felder mit Maiglöckchen und Bärlauch, Schlüsselblumen, Buschwindröschen und Lerchensporn begleiten unseren Weg. Gehen, Steigen, Laufen wechseln sich ab.

Blumenparadies

Der Ostwind weht uns heftig kalt von der Seite. Die Jacke muss wieder übergezogen werden. Bäume liegen quer. Wir kommen nur mühsam voran. Natascha hat nun heftige Probleme mit dem Magen, jeder Schritt schmerzt. Sie warnt uns vor: „Beim Verpflegungsposten werde ich aufhören müssen, es geht nicht!“ So trennen sich, leider, bei km 14 unsere Wege. Natascha (hat Tränen in den Augen) wird von einer lieben VP-Helferin zurückgefahren. So ein Drama! „Tschüß, und gute Besserung!“ Martina und ich dürfen weiter.

Nun folgt Teil 2 bis zum VP bei km 29. Gut, dass ich den Track auf dem Handy habe, denn nun weicht der breite Weg vom Wanderweg ab. So kommen wir zunächst gut voran, bis der Weg dann wieder dem Ith-Hils-Weg folgt. Nun steht uns die schwerste Trailpassage bevor. Single Trails, Steine, Geröll, Baumwurzeln und umgestürzte Bäume machen uns das Leben schwer. Es gibt einen Turm und immer wieder Felsen direkt am Abgrund, mit tollen Ausblicken.

Kletterfelsen am Abgrund

Beim Übersteigen eines dicken Baumes meldet sich meine Zerrung zurück. So ein Mist! Nach 20 Minuten verliert sich der Schmerz wieder. Heute kommt mir dieser unwegsame Streckenabschnitt gar nicht sooo lang vor, wie ich meinte. Vielleicht weil ich nicht alleine unterwegs bin. Ein markanter Grenzstein signalisiert das Ende der schlechten Strecke, danach kann teilweise gelaufen werden.

unwegsames Gelände

Dennoch bin ich froh, als dieses Waldgebiet nun hinter uns liegt und es nur wenige hundert Meter zum VP sind, wo uns nette Helfer erwarten. Es gibt hier reichlich zu essen und zu trinken. Pellkartoffeln sind leider bereits aus aber Laugenstangen sind noch vorrätig. 

Aussicht vom Segelflugplatz auf den Bergrücken Hils

Der folgende VP liegt etwa 17 km entfernt. Auf geht’s! Zunächst hinauf zum Segelflugplatz und wieder hinab, vorbei an einem Fotografen, zu einem Bach. Nun folgt eine Umleitung, da die ursprüngliche Strecke voller Bäume liegt. Im Anstieg zum Roten Fuchs kommen die ersten der 2. Startgruppe vorbei. Ein Gruß, ein paar nette Worte und weg sind sie.

Diese Umleitung ist sehr gut beschildert!

Mein rechter Fuß macht Ärger. Eine Blase kündigt sich durch Brennen an. Pause. Schuh und Socken aus, Fuß abwaschen und abtrocknen. Blasenpflaster drauf. Sofort ist der Schmerz weg und weiter geht es bergauf. Hier bekommen wir rund 4 zusätzliche Kilometer! Kurz vor der Bundesstraße biegen wir links ab und weiter geht es bergauf. Die Sonne brennt. Eine kleine Pause für das Auftragen von Sonnencreme und weiter. Der Wilhelm-Raabe-Turm ist das Ziel ganz oben. 

Endlich oben am Turm

Es folgt die 2. Umleitung. Erst steil bergab, dann doch gut laufbar. Das Tempo steigt. Als wir den Ort Grünenplan erreichen, sind die Schmerzen an meiner Fußsohle zurück. Ich werde wohl max. bis zum vierten VP bei km 57 mit Ausstiegsklausel kommen, sage ich Martina. Eine Bank lädt zur Kontrolle ein. Martina stellt fest, dass neben dem Pflaster eine weitere Rötung entstanden ist. Meine Blasenpflaster-Fee Martina klebt noch ein Pflaster und wieder ist der Schmerz sofort beseitigt. Wenig später VP 3, km 46, es gibt Getränke. Martina ist voller Zuversicht: „Wenn meine Beine weiter so gut mitmachen, dann laufe ich weiter!“ Klasse! Dabei hatte ich mich auf 57 km eingestellt, dort steht mein Auto. Nach meinen Oberschenkelproblemen der letzten Wochen wäre das auch völlig ausreichend. Mitläufer Alexander erzählt uns, dass er bei km 57 Schluss machen wird. Plan B wird geboren. Ich gebe den Autoschlüssel am VP 4 ab und Alexander fährt das Auto zurück zum Start/Ziel. Er sagt auch gleich zu und fällt zurück.

Der Bach in Kaierde

Über Wiesenwege und eine weitere Umleitung geht es weiter nach Kaierde. Zwei Läufern, die die gesperrte Strecke gelaufen sind, können wir auf den richtigen Weg leiten. In Kaierde steht Detlef am rauschenden Bach und macht Fotos. Es folgt die lange Steigung, die wir schon von weitem sehen konnten. Alter Schwede! Dann hinab am Märchenweg entlang nach Delligsen. Alexander kommt vorbeigelaufen: „Mir geht’s wieder gut, ich laufe weiter!“ Das freut mich (nicht), denn was machen wir nun? Das Auto später abends zurückholen. das kostet eine Stunde! Ich könnte gut aufhören, Martina möchte gerne weiter, aber nicht allein! Boah ey! Delligsen, VP 4, km 57. Detlef ist auch da und schon ist ein Helfer bereit, mein Auto zurück zu fahren. Also gut, Martina hat gewonnen! Die lieben Helfer versorgen uns sehr gut!

Es geht weiter! Ich habe sie gewarnt, vor den vielen Höhenmetern, die auf den letzten 28 Kilometern noch auf uns warten. Hinter der Hauptstraße kommt der nächste heftige Anstieg auf uns zu. Ich rechne unsere Zeit hoch: Etwa gegen 20:10 – 20:20 Uhr werden wir vermutlich ins Ziel kommen. Das behalte ich aber für mich. Die Sonne brennt, der Ostwind ist abgeschirmt, alter Schwede! Irgendwann sind wir dann doch oben, passieren den Kamm und erreichen die überhängenden Felsen. 

nur nicht loslassen!

Danach führt der Weg sehr steil den Berg hinab. Ich halte Martina am Rucksack fest, denn steil abwärts ist nicht ihre Stärke! Über eine Straße und wieder bergauf bis zum Kammweg und wieder bergab. Der Akku der Uhr ist leer, ich beende Garmin bei km 68, damit ich die Uhrzeit noch weiter habe. Mein persönlicher Akku ist auch bereits schwach! Es zieht sich! Noch einen Hügel und steil hinab zu einem Bach und einer Felsformation mit Höhle.

sehr idyllisch!

Nun überholen uns die beiden letzten der schnellen Gruppe. Die rote Laterne haben wir nun sicher! Meine Vorräte sind leer, mein Durst ist enorm und noch immer 6 km bis zum VP. Martina wird auch ruhiger. Ein Stolperer und schon liege ich auf der Klappe im Laub. Nichts passiert, nur meine Zerrung mag das nicht! Manno! Es dauert ewig, bis wir in Marienhagen bei km 73,5 den letzten VP erreichen. Ein Bus steht bereit und so sind wir windgeschützt. Getränke auffüllen und schnell 0,7 Liter verklappen. Die beiden letzten Mini-Käsebrote sind unsere. Mit einem herzlichen Dank verabschieden wir uns von den netten Helferinnen.

der Lönsturm – endlich!

Ich weiß noch so in etwa, was folgen wird, gaaanz lange Steigungen. Der Lönsturm ist 8 Kilometer entfernt, steht auf dem Schild, und, es geht bergab. Aber bald kommt sie, diese blöde Steigung. Einfach endlos! Serpentinen. Und steiler bergauf. Ich fluche! Noch kein Ende! Ich rechne die Zeit hoch, 20:30 Uhr wird es werden. Endlich wird es flacher, ein Turm ist zu sehen. Leider nur der Fernmeldeturm. Martina ist sichtlich angefressen. Ich muntere sie auf: „Bald gibt es ein kühles dunkles Weizenbier!“ Das zeigt Wirkung! Wir laufen! Der Lönsturm steht 600 Meter weiter. 

Felsen und Buchen im späten Sonnenlicht

Anruf bei Natascha. Sie wartet bereits seit 18 Uhr im Ziel. Hoffentlich nicht auf uns!!! Ich teile ihr unsere Zielzeit (etwa 20:30 Uhr) mit. Endlich vorbei am Lönsturm und steil bergab. Es gibt sogar Sicherungsseile! Martina hangelt sich sehr vorsichtig hinab! Ihre Beine sind fertig!

nicht Martinas Kernkompetenz

Endlich unten und weiter, vorbei am Steinbruch. Die Sonne ist hinter dem Berg verschwunden. Noch etwa 1,7 Kilometer. Wir laufen wieder. Dann noch ein echter Umweg – so ein Mist – über eine Wiese, über einen letzten Hügel in den Ort.

Detlef und Natascha erwarten uns im Ziel

Detlef ruft mich an und fragt, wo wir denn bleiben! Mann, nur noch wenige hundert Meter! Natascha erwartet uns kurz vor dem Ziel, links über die Brücke, und: GESCHAFFT! 20:34 Uhr = Sonnenuntergang! GLÜCKWUNSCH!!! Es gibt ein Weizenbier alk.-frei! Und einen Regenschirm als Präsent! Und die Info von Natascha: „Das Restaurant schließt um 21 Uhr!“ Ihr müsst euch beeilen! Alter Schwede! Das kann doch nicht wahr sein!

Ich erhalte meinen Autoschlüssel und trabe fix zum Auto und mit den Duschsachen zur Therme. Erst nach doppelter Dusche geben Sonnencreme und Staub auf. Martina stellt nun fest, dass die ihr unbekannten Schmerzen ihre Ursache in einer Blase am Fuß haben. Aus gerechnet meiner Blasenpflaster-Fee passiert dies! Unfassbar!

Abgehetzt ins Restaurant. „Es gibt noch etwas zu essen“, beruhigt mich Natascha. Die Inhaber verschieben die Schließung um eine knappe Stunde. So bekommen wir noch unser versprochenes, kühles, dunkles Weizenbier (mit Alkohol) und Salatteller bzw. Currywurst-Pommes für Uwe.

Zeit, Danke zu sagen! Cordula und Detlef aber auch allen fleißigen und immer gut gelaunten Helfern. Ohne sie könnten wir nicht laufen! Nach einigen Gesprächen mit den Laufkollegen endet dieses Laufabenteuer mit Martinas Worten: „Ich weiß gar nicht, was unsere Ute an diesem Lauf so begeistert hat. Die Strecke ist landschaftlich super schön aber soooo schwer. Ich denke, für mich reicht eine einmalige Teilnahme durchaus aus!“ Warten wir es ab, denn, der Schmerz geht, der Stolz bleibt!

13.3. Hönnetal-Winterultra

Startfoto

Heute steht der 2. Lauf durch das Hönnetal an. Frank Albrecht hat die Strecke deutlich verändert und ich bin gespannt auf die neuen Trails. Wie in 2021 werde ich mit Natascha gemeinsam die Berge genießen. Wir erhalten eine Postkarte mit Sauerländer Schimpfwörtern als Startnummer.

Um 8:20 Uhr gibt es ein kurzes Briefing und nach einem Gruppenfoto geht es um 8:28 Uhr bereits los. Die „Schmachtlappen, die Heiopeis, die Fickel, der Quaterkopp, die Ranterfutt und die Furzknoten“ machen sich auf die Socken. Sofort bergauf. Bald liegen die Häuser von Volkringhausen hinter uns und wir am Ende des Feldes. Bei Kilometer 2,5 kommt die ganze Truppe von hinten und überholt uns!? Ein Läufer war falsch abgebogen und alle anderen wie die Lemminge hinterher. So kann ich allen noch einen guten Lauf wünschen, soweit mein Atem in dieser heftigen Steigung dazu reicht! 

Anstieg bei km 3
endlich etwas flacheres Terrain

Endlich, weiter oben können wir wieder etwas laufen und das Feld zieht sich wieder auseinander. Wenige hundert Meter weiter hat Frank einige Bäume umgeschubst, die wir nun überklettern dürfen. Der Lauf soll ja auch etwas Abenteuer bieten. 

Hindernislauf

Bald geht es danach wieder steil bergauf. Wir passieren Schneereste! Mir ist heiß. Dieser fiese Anstieg! Dazu Sonne und Rückenwind. Ich packe die Jacke weg. Waldwegekreuzung! Die roten Punkte weisen nach links; der Track geradeaus. Natascha und ich entscheiden uns für den neuen Track. Goldrichtig, denn die anderen, die den Punkten folgten, drehen um, als sie die vielen umgestürzten Bäume sehen. 

Steinpyramide am Trail im Ostenberg

Auf Höhe 501, am Ostenberg, geht es nun 1,5 km auf einem herrlichen Singletrail durch den Wald. Erst passieren wir die Steinpyramide, später dann den Weihnachtsbaum mit Engel und Kugeln! Ab Brockhausen gibt es zur Abwechslung Asphalt. Wir lassen es rollen – bis zum nächsten Anstieg. Hier können wir noch einige Kollegen sehen. Bald tauchen wir wieder in den Wald ein. Liane Hennings läuft immer etwa 100 Meter vor uns; bis sie etwa bei Km 11 falsch abbiegt. Unsere Rufe hört sie nicht, sie verschwindet weiter oben auf der falschen Strecke in die total falsche Richtung. Gegenmaßnahme: Ich rufe sie an und führe sie zurück. Wir warten und sind danach zu dritt unterwegs. Hinab nach Menden und hinauf zum Waldfriedhof, wo Frank bei km 18,5 mit der Verpflegung auf uns wartet. Julia und Laura sitzen hier bequem auf der Bank und erholen sich. Für Natascha ist hier leider für heute Schluss, da sie eine schmerzhafte Zerrung in der Wade quält. Gute Besserung!

herrliche Aussicht, nicht nur für Jäger!

Nach der Pause machen wir uns zu viert (Liane, Julia und Laura + Autor) auf die Socken. Schon nach einem Kilometer haben wir einen Abzweig verpasst. 100 Meter zurück und über die kleine Holzbrücke. Hinauf zum Windrad über die Straße und dann rechts in den Feldweg?!, der bald im Nichts endet. 5 Minuten Diskussion! Ok, Querfeldein! Und plötzlich leuchtet da am Baumstumpf ein roter Punkt, wir sind doch richtig. Unglaublich!

Ein schmaler Pfad, der „Liebesweg“ führt uns dann zum Hexenteich. Ich verkneife mir eine passende Bemerkung zu meinen Mitläuferinnen, denn sonst lande ich noch im Wasser! Drei gegen eins ist unfair! 

Titel: „Menschen ohne Heimat“ Ein Baum am Hexensee

Weiter nach Niederoesbern (Namen gibt es hier!) und bald trailig durch den Luerwald. Wunderschöne Strecken hat der Frank da zusammengestellt! Wir unterqueren die Landstraße gemeinsam mit dem Bieberbach und finden kurz danach an der Bremke die Bushaltestelle und den dort platzieren Anhänger mit blauer Plane. Nach fast 32 km machen wir eine großzügige Pause in der Bushaltestelle. 

Uwe, Laura, Julia, Liane warten auf den Bus!

Spaziergänger machen uns darauf aufmerksam, dass hier heute kein Bus fährt. Tatsache! Der Plan sagt 2 Abfahrten pro Tag, Mo – Fr morgens um 7:18 und mittags um 14:23 Uhr. Wir sind hier sozusagen am „Arsch der Welt“! Bloß weg hier! Auf Forststraßen Richtung Asbeck. Einige Spechte sind sehr aktiv am Baum!

immer wieder schöne Aussichten

Anders als im Vorjahr führt die Strecke nicht hinauf zum Aussichtsturm auf dem Ebberg, sondern vorbei an verbotenen Klärteichanlagen hin zum Aussichtspunkt auf den See, Canyon, im Steinbruch. Wow! Türkisblaues Wasser! Wunderschön! Hier begegnen uns auch Wandergruppen und Mountainbiker, die diesen Punkt ansteuern. Dieser Ausblick wird auch die Urkunde zieren. 

Canyon, ein Steinbruches

Es geht nach Eisborn und dann lange bergab nach Binolen im Tal der Hönne. Nun noch 1,5 km parallel zur Bahnstrecke zurück zum Startort Volkringhausen. Wir haben es bald geschafft. 46 km und 1281 Höhenmeter liegen hinter uns. Glückwunsch!!!

Mit der Hönne unter dem Bahndamm durch – noch 1,5 km zum Ziel

Im Ziel erwarten uns noch einige Läufer und Frank mit der Zieleinlaufliste und Suppe und Bratwurst. Wir sind uns alle einig: Dies war wieder eine sauschöne Strecke mit vielen Trails. Schwer aber schön; und dies bei sonnigem Wetter. Die versprochene Matsche haben wir gar nicht vermisst. Ein traumhafter Ultralauftag!

Kaum sind alle im Ziel, hat Organisator Frank bereits das nächste Projekt im Kopf: Den Hönnetal-Sommerultra am 17. September 2021 mit dann 50 Kilometern. Ich bin gespannt, was uns dann erwarten wird. Für heute sage ich DANKE Frank! für diesen schönen Lauf, für die Stunden in herrlicher Natur und mit netten Mitläuferinnen!

5./6.3. Meißner Doppeldecker

5. März 2022 Doppeldecker Tag 1

Alles beginnt mit der Gepäckabgabe in Kleinalmerode bei Semmelroths . Melanies Tochter Leonie fährt die 20 Taschen hoch zum Meißnerhaus und morgen dann wieder zurück. Herzlichen Dank für diesen grandiosen Service!

gleich geht’s los!

8:55 Uhr ein Gruppenfoto und kurze Infos und schon sind wir pünktlich um 9 Uhr unterwegs. Es ist kalt, minus 2 Grad und es weht ein leichter Wind. Schon als wir den Kalkmagerrasen bei Roßbach passieren, sind Melanie, Martina und ich am Ende des Feldes. Es soll Melanies erster Doppeldecker werden! Also langsam!

Naturschutzgebiet Kalktrockenrasen

Der Boden ist gefroren und wir können gut laufen; nur dort, wo die Sonne ihn erwärmt, bildet sich eine feine seifige Schicht, echt glatt! Es geht immer nur auf und ab. Die Strecke ist trotz Navigation mit Garmin und Komoot nicht immer auf Anhieb zu finden. Im Wald gibt es viele Wege und Abzweigungen. Gerno erklärt uns an einer schönen Aussicht, dass wir die Burg Ludwigstein (da kommen wir noch vorbei) sehen und die anderen Berge bereits in Thüringen liegen. 

vorsichtiger Abstieg

Steil geht es über einen schmalen Pfad hinab, nur damit wir bald schon den nächsten Hügel erklimmen können. Es ist noch immer kalt, dennoch schwitzen wir ordentlich. Immer wieder verleiten die breiten Wege, diesen zu folgen, statt passend in irgendwelche unscheinbaren Pfade abzubiegen. Die Orientierung auf der Strecke gehört ja mit zum Abenteuer! Es folgt der Anstieg zur Burg Löwenstein. 

Burg Ludwigstein
Werraschleife

Nach dem Abstieg über die Bundesstraße und über die Werra (140 NN). Die Werra macht hier eine große Schleife, der wir auf dem Uferweg folgen. Die Sonne lacht uns ins Gesicht. Was für ein herrlicher Tag! Einmal mehr schließen wir zu Christa und Frank auf, die als Walker gut unterwegs sind! Frank Albrecht hat es auch nicht eilig!

grandiose Aussicht

In Oberrieden haben wir die Hälfte geschafft und werden am VP vom Vater und Neffen super versorgt! Danke dafür! Nun geht es auf Umwegen fast bis zum Ludwigstein, um dann den Anstieg auf den Höhenzug über den Werra Burgen Steig X5H anzutreten. Verdammt steil! Alter Schwede! Am Großen Habichtstein machen wir einen kurzen Abstecher und genießen die Aussicht. 

Abstecher

Es folgen die Hässelkuppe, hier liegt noch Schnee, und der Dornbergpass. Immer wieder gilt es schmale Pfade zu finden. Teilweise sind sie zugewachsen oder es liegen Bäume quer! Martina, Melanie und ich helfen uns gegenseitig über die Hindernisse. Dabei muss ich an einen Song von PUR denken: „Komm mit ins Abenteuerland!“ Wir verlassen den X5H und folgen nun dem Weg LM Richtung Meißner. 

unterwegs auf dem Wanderweg LM
Herrlich aber kalt!

Auf Höhe 600 NN wird es spürbar kälter und die Passagen mit Eis und Schnee nehmen zu. Auf der vereisten Straße ist Vorsicht geboten! Nochmals auf Wanderwegen durch den Wald. Ein vereister Bach, eine provisorische Brücke und plötzlich stehen wir nur 50 Meter vor dem Ziel, dem Meißnerhaus. Die Uhr zeigt nur 40,5 km! Alter Schwede!

Eisbach

Wir müssen zurück! Wir haben den Abzweig verpasst, den aber Frank Albrecht nun vor uns findet. Es gibt eine Zugabe!! Hinunter in ein matschiges Quellgebiet und dann wieder steil hinauf. Gerno, muss das sein? Ich bin platt! Endlich, nur noch über die Wiese zum Ziel Meißnerhaus (650 NN). Wir, Melanie, Martina, Frank und ich haben es geschafft! 7:18 h. Teil 1 liegt hinter uns. Übrigens: Statt der aufgerufenen 1.150 Höhenmeter durften wir 1.464 HM absolvieren!

Ehrung Peter Spiekermann

Es gibt Kaffee und Kuchen. Peter Spiekermann wird für seinen 250. Marathon geehrt! Bereits um 18 Uhr wird das Abendessen serviert. Danach folgt noch ein reger Austausch unter netten Laufverrückten bei (nicht)alkoholischen Getränken.

6. März 2022 Doppeldecker Tag 2

gute Stimmung vor dem 2. Teil des Doppeldeckers

Nach einem Frühstück geht es um 9 Uhr auf den zweiten Teil der Strecke. Natürlich ist die gestrige Zugabe heute unsere matschige Startrunde. Prima Gerno! Martina versinkt bis zum Knöchel im Matsch. Alter Schwede! Das fängst ja gut an. Dann liegt eine große Fichte im Weg. 

Christa und Frank in der Schikane

Es folgt eine Passage auf dem P1 steil in Serpentinen durch eine Steilwand hinab. Das dauert, da meine Begleiterinnen doch sehr, sehr vorsichtig sind. Frank und Christa hängen uns vorübergehend ab. 

starke Leistung von Michaela und Uli!

Im Schwalbenthal passieren wir einen Friedhof, der davon zeugt, dass es hier einmal eine Siedlung von Bergleuten gegeben hat. Alte, verlassene Stollenlöcher liegen am Weg. Zwischen dem Steinbruch und dem Gipfel Kalbe liegt der Kalbesee. Zugefroren! Hier wurde früher Basalt abgebaut. Nun geht es durch den Wald, durch Astwerk und über Schnee hinunter zum Frau Holle Teich. Martina setzt hier die Textilbremse ein!

am Frau Holle Teich
Eulenstieg

Dann, natürlich, wieder hinauf. Eulenstieg nennt sich dieser schmale, steile Pfad. Wir laufen nun zum höchsten Punkt der Strecke, zur Kasseler Höhe, mit 754 NN, der höchsten Stelle des Meißners. 

Km 24, Verpflegung

Dann endlich hinab. Die Strecke wäre gut zu laufen, wenn hier nicht alles vereist wäre. Aber je tiefer wir kommen, umso weniger Schnee liegt. Hinab nach Laudenbach (330 NN) nochmals über einen Hügel zum VP. Hier treffen wir einige andere Läufer. Vielen herzlichen Dank den Helfern, die hier in der Kälte ausharren!!!

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_7765.jpeg
P14 – ein sogenannter Premiumwanderweg!

Auf verschlungenen Pfaden geht es Richtung Bilsteinturm. Die Navigation ist nicht einfach, mehrmals kommen uns andere Läufer entgegen: „Falsch gelaufen!“ Es folgt ein Premiumwanderweg 14, der wirklich Vieles vermissen lässt, außer einer heftigen Steigung. „Komm mit ins Abenteuerland! Der Eintritt kostet den Verstand!“ Sehr passend!

Roter See

Ein kleiner Abstecher zum Aussichtspunkt auf den Roten See muss sein, sagt Gerno! Dann sind wir bereits kurz vor dem Turm, als die Strecke bergab führt. Nur, um bald links abzubiegen und dann schnurstracks, geradeaus den Berg steil zum Turm hinaufzusteigen. Alter Schwede! Gerno, muss das sein?

wieder auf Schneehöhe 641 NN!
hier geht es wieder über Stock und Stein

Am Bilstein weht ein eisiger Wind, schnell weiter! Wir verlieren unsere Mitläufer am steilen Abstieg über den historischen Bergmannspfad Bohlsgraben. Martina mag die Serpentinen gar nicht. Erst darf ich ihr die Schnürsenkel richten, dann packe ich sie am Rucksack und führe sie gesichert bergab. Das mindert den folgenden Sturz! Unten angekommen ist nur noch Alexander in Sichtweite. 

ein Premiumweg durch den eisigen Wind

Der Weg zieht sich nun meist bergab in vielen Windungen um die Bergflanken herum. Als wir Kleinalmerode schon links liegen sehen, schickt uns Gerno noch über einen schönen Umweg über eine frei Wiesenfläche in den eisigen Wind! Besten Dank, Gerno! Wir laufen, um nicht zu erfrieren! Melanie läuft voraus. Dann sind wir endlich im Ziel. Gratulation! Hier wartet die Zielverpflegung, Kaffee und Medaillen auf uns. Eintrag der Laufzeit 7:02 h in die Liste, danach schnell in der Garage rein in trockene Klamotten. Ein Blick zur Uhr. Statt der versprochenen 850 HM haben wir 1262 HM bewältigt! Nun ist die Stimmung gut, vergessen sind die Qualen, es bleibt der Stolz! Der Doppeldecker mit 84,4 Km und 2.626 HM liegt hinter uns, wir haben ihn ohne Verletzungen überstanden. 

Fazit: Wunderbare (schwere) Strecken durch eine wunderschöne Landschaft. Alles was das Läuferherz begehrt, wird hier geboten – und noch einiges mehr, wenn ich so an die Extra-Schleifen denke ;-). Ob es eine Wiederholung gibt? Gerno ist nicht (ganz) abgeneigt!

Nr. 500 Steinbruch-Ultramarathon

Ähnliche Formationen bilden im Herbst auch die Kraniche!

Frei nach Mao: Der lange Marsch!

Ute Karklis lädt ein zum 2. Steinbruch-Marathon. Im November! Bei der Streckenkontrolle stellt sie fest, dass der Weg am Rand des Steinbruchs glitschig ist und schräg hängend verläuft. Mit Pech rutscht man den halben, steilen Wald hinab. Ute reagiert und legt die Strecke um, sicher ist sicher. Am Vortag informiert sie alle Teilnehmer und liefert gleich den angepassten Track mit. Nun laufen wir den geplanten Rückweg auch als Hinweg.

Feines Geläuf

Am Sonntag treffen sich nur 6 Unentwegte am Startort Wanderparkplatz. Es gab leider einige Abmeldungen. 8:00 Uhr. Nun geht es los. Wir sechs Starter verabreden, die erste Runde gemeinsam zu laufen, um die Strecke kennenzulernen. Die erste Sensation ist ein Auto, das komplett demoliert im Wald neben der Strecke liegt. Da war wohl jemand zu schnell in dieser Kurve. Der Wagen ist leer, es ist auch wohl bereits ein Abschleppdienst informiert.

Gänsemarsch im Nieselregen

Es nieselt leicht aus tiefhängenden Nebelwolken. Der Weg ist ein beständiges Auf und Ab. Am Anstieg beobachtet uns ein Rindvieh auf der Weide argwöhnisch, hält aber Abstand. Hinein in den Wald. Ute hat die Strecke mit rund 100 Flatterbändern gekennzeichnet. Auch ohne Track ist ein Verlaufen undenkbar.

es fehlt nur die Sonne!

Die Strecke ist teilweise sehr matschig. Entsprechend vorsichtig wird gelaufen. Bergauf ist es steil, bergab ist rutschig; mir ist bald klar, dass das heute ein ganz langer Lauf wird, zeitlich gesehen! Wir marschieren die nächste Steigung hinauf und auch die Wege zwischen den Wiesen sind derart matschig, dass es auch mit Trailschuhen eine Kunst ist, sich nicht flachzulegen. Immer wieder schlittert einer von uns auf einem Bein durch den cremigen Dreck. Mannomann!

Wunderschöner Weg

Zurück auf der Straße kann ich endlich einmal wieder unbeschwert laufen. Aber auch nur 400 Meter. Dann rechts ab, vorbei an der Schranke und wieder hinauf. Der Leberblümchenweg ist neu. Statt die Straße (wie im Vorjahr) zu laufen, nehmen wir diese sehr schöne Umleitung. Die paar Höhenmetern extra können uns nun auch nicht mehr erschüttern! Zurück am Parkplatz zeigt die Uhr für die erste Runde 11,75 Kilometer und 340 Höhenmeter bei einem Zeitverbrauch von gut 2 Stunden. Alter Schwede!

Novemberstimmung

Da wir nun jeder für sich laufen werden, übergibt mir Gerd die Urkunde zum 500. Marathon und mehr, natürlich vorbehaltlich, dass ich diesen Lauf auch finishe. Einige Fotos, die Gerd dann heute Abend an die Redaktion des 100MC senden wird.

Kuchen mit Wunderkerzen und 500er Tasche
Ehrenurkundenübergabe
keine Fernsicht!

Zweite Runde. Ich laufe die Straße hinab, dann rechts und ab dem bald beginnenden Feldweg ist wieder marschieren angesagt. Überhaupt, dass ist heute ein ganz langer Marsch. Mehr marschieren als laufen! Mir kommt „Der Lange Marsch“ von Mao in den Sinn. Dieser Marsch ist der zentrale Heldenmythos der Kommunistischen Partei Chinas. Am bekanntesten ist der Lange Marsch von 1934/1935 der Armeegruppe der KP Chinas, die in 370 Tagen 12.500 Kilometer zurücklegte . Mao Zedong gelang es während dieses Marsches seine Macht in der Partei zu festigen. Für viele der 90.000 Soldaten waren die täglichen 34 Kilometer zu viel, nur 10% erreichten ihr Ziel. (Quelle: Wikipedia).

Bergab, Matsche, jeder Tritt muss sitzen!

Nun gut, wir laufen heute einmalig etwa 47 Kilometer, da sollte es nicht zu vielen Ausfällen kommen. Wir sind noch auf dem Hinweg in Runde 2, da kommt uns ein schneller Läufer bereits entgegen. Er informiert uns über Probleme im Knie und dass er nach der dritten Runde aufhören wird. Schade, doch ein Ausfall. Allerdings wird Christian es überleben! Nach Ende der Runde zeigt die Uhr bereits 4:06 Stunden. Das kann ja heiter werden! Schnell überschlage ich, wann es dunkel wird; bis 17 Uhr sollten wir es dann doch schaffen!

Ute demonstriert die Technik, mit der man die Matsche gekonnt bezwingt!

Dritte Runde. Irgendwelche Spaßvögel haben die Flatterbänder entfernt und zum Teil neu (falsch) aufgehängt. Ute tippt auf Hundehalter. Egal, inzwischen kennen wir die Strecke. Ende der dritten Runde (6:14 h) sind sind vier der fünf Verbliebenen wieder zusammen am Parkplatz / der Verpflegung. Und Gerd tobt auch schon heran! Wer hätte das gedacht? Wir warten und verabreden, diesen Lauf gemeinsam zu beenden. Ich wusste gar nicht, dass Lars so langsam laufen kann!

Gestalten im Nebel

Dann hat Ute die glorreiche Idee, dieses Mal die Runde am Steinbruch entlang zu wählen. Sie ist gleich lang, nur etwa 40 Höhenmeter schwerer. Wir stimmen ab. Gerd ist einstimmig dagegen, als er von zusätzlichen Steigungen hört. Wir anderen machen uns auf die Socken zum Steinbruch. Immerhin heißt der Lauf ja auch so! Wir marschieren nun noch länger. Noch höher hinaus.

Da ist er, der Namensgeber

Der schmale Weg ist gar nicht so matschig wie befürchtet, das liegt vermutlich daran, dass sich hier niemand entlang traut. Eher ein Pfad für Vierbeiner wie Rehe oder Wildschweine.

Den Gehberg schleichen wir hinab

Wieder zurück auf der heutigen Originalstrecke treffen wir Gerd wieder. „Kölle Alaaf!“ hallt es durch den Wald. Auf dem Weg zum Ziel sammeln wir die verbliebenen Flatterbänder ein. Das dauert, da Ute es mit Doppelknoten doch etwas zu gut gemeint hat. Da braucht man lange Fingernägel! Dann hat auch dieses Lauf-Abenteuer ein Ende.

Abstieg Richtung Ziel

Gemeinsam in 8:26:36 h (5 erste Plätze!) im Ziel. 47 Kilometer und 1.463 Höhenmeter zeigt Garmin an! Echt krass! Nun habe ich den 500. Marathon gefinisht. Meine Gratulanten erhalten einen (oder zwei) Schluck Sekt und der geschenkte Kuchen (Martina, lecker!) wird auch verputzt, nachdem ich die Wunderkerzen entfernt habe. An dieser Stelle: Herzlichen Dank den heutigen Mitläufern aber auch allen Gratulanten, die sich später auf anderen Wegen gemeldet haben!!! Und danke an Ute für diese „leichte“ Strecke zum Jubiläum! PS: Gerd lief heute seinen 850.!

Danke Ute für diese kreative Idee – und die mit „läufergerechter“ Nahrung gefüllte Tasche!

11.11. Kölle Alaaf!

Ein Marathon zum Start der Karnevals-Session 2021

Hinweis für alle Hundehalter sowie andere Passanten auf der Laufstrecke

Gerd hat mich informiert, dass er in Köln starten wird. Ein besonderer Lauf, also bin ich mit dabei. Gerd fährt! Dann habe ich die Chance später ein Kölsch zu genießen. Bereits um 9:40 Uhr sind wir vor Ort. Nach der Kontrolle (2G) erhalten wir unsere Startnummern. Es sind nur 50 Teilnehmer zugelassen.

Bis 11:11 Uhr ist noch Zeit. Wir schauen uns die Umkleiden, den Startort und die ersten 500 Meter der Strecke an.

Ein überaus netter Helfer in voller Montur. Er schließt uns die Umkleiden auf und zu. Damit nichts wegkommt! Danke!
Die wichtigsten Utensilien heute: Startnummern und Kölsch!
Viele Läufer sind kostümiert

Die Teilnehmer treffen ein. Viele sind verkleidet. Alle sind gut drauf. Ich treffe hier einige Bekannte wieder, die ich lange nicht gesehen habe, Jürgen aus Duisburg, Rainer aus Münster und viele andere.

Jürgen (Pirat) macht Gerd vor, wie Verkleidung geht!

Dann wird es Zeit und pünktlich um 11:11 Uhr: „Kölle Alaaf“ erfolgt der Start. Erst eine Wendepunktstrecke von 1215 Metern dann geht es auf die Strecke von 2.732 Metern, die 15 Mal zu durchlaufen ist.

Der Nebel lichtet sich und wabert in Schwaden umher, der See taucht auf

Es ist neblig und kalt. Der Nebel zieht hoch und in Runde 2 kann ich ein paar Bilder vom See machen. In Runde drei kommt so langsam die Sonne durch. 

Bei aktuell 2° habe ich auch keinen Badebedarf!

Gerd ist heute gut drauf und läuft richtig gut und fix. Bei Kilometer 7 kommt meine Schätzung auf eine Zeit von 5:05 Stunden. Bei Km 10 sogar 5:00 Stunden. Kilometer 14,1 passieren wir bei 1:40:00 Stunden! Gerd setzt sich das Ziel, bis Halbmarathon so weiter zu machen. Ab Km 19 werden wir etwas langsamer, doch bei Halbmarathon zeigt die Uhr gute 2:28:49 Stunden. 

Die Sonne macht den Unterschied

Gerd reicht es nun und schickt mich weg. Ok, ich laufe weiter und mache nun Fotos vom See in der Sonne. Bei Kilometer 30 sehe ich, dass es noch unter 5 Stunden gehen wird. Meine Beine sind gut, ich lasse sie laufen. Bald überhole ich Gerd. Am Start und Ziel gibt es den Knipser, der mir (und allen anderen) nach jeder Runde ein Loch in die Startnummer knipst. Noch drei Runden sagt er mir. 8,2 Kilometer. Ok, es läuft, (es ist mein 7. Marathon in 11 Tagen) ich überhole nun noch einige wandernde Kollegen. Angetrieben durch das Kölsch, dass ich die letzten Runden genieße, laufe ich in für mich guter Zeit von 4:55 Stunden ins Ziel. 

Dezenter Hinweis am Sportplatz in Lebensgröße auf die lebenswichtigen örtlichen Getränke!
Eine schöne Medaille als Finisher MMXXI ist der Lohn

Entspannt kann ich duschen, denn Gerd kommt erst etwas später in, für ihn sehr guten, 5:37 Stunden ins Ziel. Es ist eine schöne kleine Veranstaltung, mit guter Versorgung und sehr netten Helfern! Und, 15 Runden sind irgendwann auch absolviert.

6.11. Sollingquerbeet

Wenn sich früh morgens am Solling die Sonne zeigt, geht es bald querbeet!

Statt Sollingquerung nun Sollingquerbeet

Auf Grund der Corona-Krise wird auf die traditionelle Busfahrt verzichtet und ein Lauf mit Start und Ziel in Dassel angeboten. Die Strecke soll etwa 50 km lang sein und etwa gleich schwer sein wie der alte Lauf. 100 Teilnehmer sind zugelassen.

Letzte Informationen

Nach einer Nacht im Gästehaus mit einem (für mich) überdimensionierten Frühstücksangebot checke ich (2G) ein und erhalte meine Startnummer 145. Etwa die Hälfte aller Teilnehmer kenne ich, eine große Lauffamilie. Noch einige Gespräche, dann ist es soweit. Kurzes Briefing durch Arién Walgers und pünktlich um 8 Uhr erfolgt der Start.

Immer schön bergauf
Hinein in den Solling

Raus aus Dassel, einen Feldweg hoch, ein letztes Haus und ich tauche in den Solling ein. Erst zwei Kilometer gelaufen und schon viertletzter! Nun gut, also möglichst dranbleiben und den anderen folgen. Der Pfeil zeigt leicht nach rechts, vor mir biegt alles in diesen matschigen Weg ein und ich folge artig. Es ist kein Weg sondern eine Spur von Fahrzeugen die Bäume gefällt oder abtransportiert haben. Nicht zu laufen.

Abenteuerlich

Überall tiefe Pfützen und reichlich Äste, die einfach liegen gelassen wurden. Es ist abenteuerlich. Nach etwa 400 Metern endet diese Schikane. Auf dem breiten Querweg halten sich alle links auch ohne dass hier ein Pfeil zu sehen ist. Bergauf erscheint auch mir richtig.

unklare Streckenführung (weil ab vom Weg!)

800 Meter später: Großes Rätselraten! Die Strecke gabelt sich. Aus beiden Wegen kommen die Läufer zurück. Keinerlei Pfeile, wir sind falsch. Was ist richtig? Hinten auf der Startnummer ist eine Notfall-Handynummer genannt: Es meldet sich, die Mailbox! Klasse. Diskussion. Dem linken Weg weiter folgen? Oder zurück? Das Handy! Arién meldet sich. Wir sind falsch. Zurück zum letzten Pfeil, dort hätten wir nicht abbiegen sollen.

zurück, marsch, marsch!

Das heißt, auch wieder durch diesen wilden Weg zurück. Sylvia ist auch mit dabei, sie hadert mit sich und dem Verlaufen. Endlich zurück auf der richtigen Strecke. Sylvia, Frank und ich sind nun am Ende des Feldes. Rund 30 Minuten haben wir hier nutzlos verdaddelt. Es geht bergauf, wir laufen und gehen und sehen bald niemanden mehr. Der nächste Pfeil zeigt nach rechts. Wir laufen nach rechts. Am nächsten Abzweig wieder keine Markierung. Frank meint: „Neben dem Pfeil auf dem Karton am Busch gab es auch noch einen Kreidepfeil am Boden, der wies nach links!“ Scheibe! Wieder falsch! Sylvia mault: „Um 17 Uhr ist es dunkel, ich sehe nachts nicht gut und eine Lampe habe ich auch nicht dabei!“ Wir drehen nicht um, denn der Weg macht nun einen großen Bogen nach links. Wir laufen weiter, kommen nach einem Kilometer auf die richtige Strecke. Puh! Hier wartet bereits ein Helfer mit PKW und einem Kasten Fruchtsäfte auf uns. Unsere Rettung!

Es gibt auch schöne Wege im Solling!

Nun haben wir bereits mehr als vier Extrakilometer auf der Uhr. Mindestens! Ich nehme es sportlich positiv, nun haben wir später so einiges zu erzählen und vier Kilomater mehr machen uns Ultras nicht wirklich viel aus. Ich rechne unser Zeit hoch. Wenn wir uns nicht nochmals verlaufen, sind wir spätesten um 16:30 Uhr im Ziel. Das beruhigt Sylvia (etwas). Frank passt nun höllisch auf die roten Pfeile am Boden auf. Endlich erreichen wir den ersten VP, der bei etwa Km 8 stehen sollte. Strava sagt, dass ich bereits 13,7 Km gelaufen habe. Erst einmal stärken. Wenig später Startnummernkontrolle, ja wir sind die letzten; ein Kollege ist umgeknickt und musste aufgeben, wie wir hören.

Startnummernkontrolle, damit keiner verloren geht!

Gerade haben wir uns an die schönen, breite Forstwege gewöhnt, da müssen wir rechts ab in den matschigen Weg. Dieser führt landschaftlich überaus reizvoll durch ein Moorgebiet. Überall Wasser und Tümpel – auch auf der Strecke. Wieder kommen wir nur langsam voran, schlagen uns rechts und links durch die Büsche. Alter Schwede!

Moorgebiet
Auch die Wildschweine meiden diese Pilze!

Danach geht es bergab, immer leicht bergab, sehr schön zu laufen. Nur rollen lassen, 3 Kilometer lang. Fester Schotter, keine Matsche. Unten tauchen die ersten Häuser von Sievershausen auf. Scharf rechts ab zum 2. VP. Wie bei allen VPs: Herzlicher Empfang, gute Stimmung, super Verpflegung!

Gute Stimmung, nette Leute, reichlich Verpflegung!

Wieder bergauf. Der Wagen vom DRK, der uns immer auf den Fersen ist, kann hier nicht hoch. Wir haben unsere Ruhe. Der mobile Streckenposten weist uns einmal mehr den Weg. Richtig, in die Matsche. Wieder hüpfen wir von rechts nach links und nutzen auch den Wald neben der Strecke, kommen kaum vorwärts.

Und Hopp, Sylvia
Idyllisch!

An einem Waldweg stehen Wanderwegschilder, wir laufen Richtung Lakenteich. Auf schmalen Pfaden umrunden wir anschließend diesen versteckten See, um kurz danach auf die ursprüngliche Strecke Richtung Dassel zu gelangen. Neue Hochrechnung: 16 Uhr müssten wir schaffen können.

Glashütte

Hier befindet sich eine Stelle, wo sich früher eine Glashütte befunden hat. Dieses Bodendenkmal zeigt eine Waldglashütte. Im Mittelalter wurde Glas hier hergestellt, wobei sich die Glashütte im Wald befand, also direkt am benötigten Rohstoff. Wenn der Wald gerodet war, zogen die Glasmacher weiter. Da es nicht nur einen Glasmacher im Solling gab, ist verständlich, dass es hier im 13 und 16 Jahrhundert eine Waldknappheit gab. Wenn man hier heute durch den tiefen Wald läuft, kaum vorstellbar. Dass sich die jahrhundertealten Erfahrungen der Glasherstellung bis heute in der Region gehalten haben, zeigt zum Beispiel das Werk Sollingglas in Derental am Solling.

Frank verweigert den Aufstieg

Diese lange Steigung kenne ich noch, sie wird bald unterbrochen vom 3. VP. Hier erwarten uns auch die Helfer vom DRK bereits. Lange können wir uns nicht aufhalten, denn Frank ist bereits wieder auf der Piste. Die nächsten Kilometer immer bergauf, dann ein Umweg und noch weiter bergauf. Aber irgendwann beginnt das Gefälle doch und wir rennen am Aussichtsturm vorbei Richtung Tal.

Einmal mehr ein Umweg!

Kurz vor Neuhaus am Solling ist der schöne Trail gesperrt, vermutlich ist die Brücke marode. Es folgt ein ordentlicher Umweg. Ein Läufer kommt uns etwas verzweifelt entgegen, er hat die Runde absolviert und irgendwie den Ausgang nicht gefunden. Wir schaffen es problemlos, da mir die Streckenführung noch gut in Erinnerung ist. Eine feine Steigung im Wald, vorbei an der Jugendherberge zum nächsten VP.

Umleitung
Gute Stimmung am VP

Es gibt alles und noch viel mehr, ein halber Becher Sekt und ein Stück Kuchen zum Abschluss und weiter Richtung Hochmoor Mecklenbruch. Herrlich führt die Strecke über den Bohlenweg vorbei an Tümpeln und einem Vogelbeobachtungsturm.

Ohne Steg kein Weiterkommen

Als wir die Planken verlassen und auf den Forstweg einbiegen, wartet bereits das DRK auf uns, um wieder die Verfolgung aufzunehmen. Die nächsten 6 Kilometer sind etwas eintönig, immer rechts der Berg, links das Tal. Bogen für Bogen laufen wir so. Irgendwann taucht vor uns ein Läufer auf. Wir nehmen Witterung auf! Ja, wir holen ihn ein und geben die rote Laterne sowie die DRK Betreuung gerne weiter. Es folgen die bekannten Sprüche, die uns Läufer aufheitern sollen.

Stimmt!

Endlich kommen wir zum letzten VP. Eine ehemalige Mitläuferin versorgt uns. Frank A. ist auch da und genießt in Ruhe ein Bier. Eine gute Idee.

die Würstchen sind schon alle

Wir müssen weiter, denn Frank D. ist bereits wieder entschwunden. Nun sind wir eine Viererbande mit zwei Franks. Wir überholen einen weiteren Läufer. Vorbei an der Himmelsleiter.

Herrlich herbstlich bergab

Es folgt eine neue Streckenführung. Gefühlt ein Umweg. Am Stadion werden wir dann von einer Girls-Gruppe mit Tamtam begrüßt. Noch 200 Meter im Stadion und wir sind im Ziel. Ein Blick zur Uhr zeigt: 8:12 Stunden, 57,5 Kilometer und 1.040 Höhenmeter. 16 Uhr haben wir dann doch nicht geschafft. Dafür gab es zu viele „Zugaben“. Deutlich mehr Sollingquerbeet als uns versprochen wurde! Die gemeisterte Streckenlänge lag sehr individuell zwischen 54 und 58,5 Kilometern!

Ein besonderer Lauf geht mit viel Tamtam zu Ende

23.10. 1. Hönnetal Ultra

heute werden wir es testen!

Bereits im April 2021 hatte Frank die Idee zu diesem Lauf. Er legt die Strecke fest und ich kümmere mich um Anmeldung und Ergebnisse bei Race Result sowie der Meldung beim 100MC und bei der DUV. Einen gemeinsam möglichen Termin fanden wir erst im Herbst am 23.10.

Streckenchef Frank

Für heute habe ich mich verabredet mit Ute, Martina und Natascha zum gemeinsamen Lauf. Ute und Martina müssen leider kurzfristig wegen Erkältung und Sturz passen, so wird aus dem Quartett ein Duo. Dank Navy finde ich den Flecken Volkringhausen, einen Ort an der Hönne mit 498 Einwohnern und einem Bahnhof. Um 8:20 Uhr gibt Frank einige Hinweise zur Strecke und zur Markierung mit blauen Punkten. Aber ohne Track sollte man es besser nicht versuchen. Dann geht es endlich los.

Krabbeln ist angesagt

Die schmalen Pfade verlaufen zunächst parallel zu den Gleisen und auch nahe am Hönne-Bach, das Laub ist herbstlich gefärbt, die Sonne versteckt sich noch hinter den sieben Bergen. Es macht Spaß hier zu laufen. Schon sind Natascha und ich die Letzten. Abzweig, wir folgen rechts dem Wanderweg, da der blaue Punkt leicht nach rechts weist. Die anderen hielten sich links und kämpfen – wir hören ärgerliche Stimmen – sich (erfolglos) durch umgestürzte Bäume. Bei uns liegt nur ein Baum quer. Die anderen drehen genervt um und folgen uns. Ja, wir sind nun ganz vorne! Natürlich nicht lange, dann sind die anderen wieder vorbei. Allerdings bleibt Zeit, mit Ulli und Gerno über deren Lauf in der Vorwoche in Litauen zu quatschen. Die Feldhofhöhle wird passiert.

Feldhofhöhle

Nun geht es lange bergauf. Ohne Ende! Alter Schwede! Die Sonne kommt durch. Irgendwie verpassen wir dann einen Abzweig und bleiben auf dem Forstweg. Komoot meldet, die Route wird angepasst! Also sind wir falsch. Komoot zeigt auch, dass wir wenig später wieder auf die Strecke kommen. Also weiter. Rechts im Wald knackt und knirscht es. Wildschweine? Nein, nun brechen unsere Lauf-Kollegen rechts aus dem Wald, sie haben die erste Trail-Passage genossen. Unser Weg war nicht kürzer aber wohl deutlich leichter! Wir sind wieder vorne mit dabei. Letztmals für heute! „Balve Wald“ auf 546 Meter NN, der höchste Punkt der Strecke ist erreicht.

wunderschöne Trails
drunter und drüber

Ab hier sind wir wieder auf Trails unterwegs, es macht Spaß hier zu laufen, immer wieder fordern Matschstellen höchste Konzentration. Vorgestern war Sturm. Wir sehen die Auswirkungen. Auf den Trails liegen viele Bäume kreuz und quer mit frischen, hellen Abbruchspuren. Krabbeln statt laufen! Die Umwege sind abenteuerlich! Es geht über den Osterberg (501 m) auf einen kilometerlangen Singletrail. In einer Fichte hängen Weihnachtskugeln! Stimmt, in zwei Monaten ist es soweit!

Bald ist Advent!

Km 11, ein Blick ins Tal, es könnten Deilinghofen und Hemer sein. Aber nun rechts ab und weiter auf Waldwegen, Wanderwegen, Trails. Die Sonne zeigt sich immer wieder mal und bringt die Farben des Laubs zum Leuchten.

Indian summer im Sauerland

Natascha und ich sind begeistert, hier mit dabei zu sein. Ab Brockhausen geht es über Nebenstraßen nach Riemke. Km 21, der erste VP nahe Menden ist erreicht. Frank erwartet uns mit allem was wir brauchen und was wir zuvor abgegeben haben. Die Sonne scheint, mein Rücken wird warm, herrlich! Nach einigen Tipps zur Streckenführung laufen wir weiter und Frank baut den VP ab. Über die Hönne und hier bergauf! Nach einem kurzen – 100 Meter – falschem Weg finden wir uns zurecht.

eine Runde
Kunst am See „Gemeinsam leben“
Herbststimmung

Bald kommen wir zum Hexenteich an dem wir für Fotos viel Zeit verlieren. Ich möchte ein Foto mit Sonne. Das dauert! Nach einer Runde um den Teich: Wir überholen eine Frau, die ein Pferd führt. 1,5 Kilometer später sehen wir sie wieder! Unser Weg (Trail) war ein reiner Umweg! (Frank, wir merken das!). Es gibt hier Orte, kleine Nester, zum Beispiel Oberoesbern, vermutlich auch so ein besonderer Name des Sauerlandes, woll?

Kauderwelsch!

Frank gab uns am Start eine Karte mit den sauerländischen Fachbegriffen wie betuppen, Nuckelpinne, Mauken, Schlawanzuch oder Pimpernellen. Wir verlassen die Höhe und und machen uns ohne Spirenskes und Fisemantenten mit Schmackes auf den Wech ins Tal nach Niederoesbern.

„Dicke Berta“ – ein Oschi von Baum! Woll?

Bald sind wir wieder im Wald unterwegs zum Europaplatz und weiter auf einem Wilddiebpfad durch die Matsche zur Dicken Berta, einer mehr als 500jährigen Eiche mit einem Umfang von 5,74 Metern. Natascha hat es sofort nachgemessen!

wieder auf der Höhe

Durch den Luerwald zum Bieberbach, kurz nach Lürbke über den Bach und zum 2. VP. Der gut bestückte Anhänger steht neben der Bushaltestelle. 34 Km sind geschafft. Auf einem Höhenzug können wir weit schauen und ich entdecke einen Aussichtsturm auf einem Berg, etwa 3 Kilometer entfernt.

schon von Weitem zu sehen – der Turm auf dem Ebberg

Alter Schwede! Natascha will es nicht glauben, dass wir dorthin müssen. Sie fragt einen Waldbesitzer. Seine klare Aussage: „Andere Aussichtstürme gibt’s hier weit und breit nicht“, bestätigen meine Vermutung. Ok, hinab nach Asbeck und sofort wieder hinauf Richtung Eisborn. Steil hinauf auf den Ebberg zum Turm. Schon einmal hier, will ich auch hinauf. Es sind nur 13 Meter und 4 Etagen. Schnell bin ich oben. Natascha kommt nicht nach. Ob sie den Einstieg nicht findet? Nein, sie ist nicht schwindelfrei und hat zunächst gezögert, sich aber dann doch überwunden.

grandiose Aussicht

Die Aussicht ist prächtig und eins meiner Fotos wird nachher auf der Urkunde zu finden sein. Ob alle Kollegen auch hier oben waren? Nun durch Eisborn, „Zur Mailinde“ heißt die Straße. Linden sehe ich keine, nur zwei mächtige Buchen mit einem Kreuz dazwischen. Hunderte von Kranichen ziehen in Formationen hoch über uns laut schnatternd dahin. Beeindruckend! Irgendwie finden wir den Einstieg in einen schmalen Pfad nicht. Und irren umher. Ein Hausbesitzer stürmt hinter uns her: „Seid ihr auch heute Früh in Volkringhausen gestartet? Dann müsst ihr da hinter der Halle in den Pfad abbiegen! Dort sind die anderen auch lang gelaufen!“ Wir bejahen und bedanken uns ganz herzlich bei dem Mann. Glück gehabt! Also wäre doch das „Frauenlinks“ richtig gewesen. Mein Fehler! Der Rest ist schnell erzählt: Weiter auf Straßen und breiten Wegen, noch schnell an den Windrädern vorbei und bald hinab nach Vorlkringhausen.

Volkringhausen, Hönne, alte Mühle, heute ein Restaurant

Im Ziel hält Frank Getränke, eine Käse-Lauch-Suppe und Bratwürstchen bereit. Danke Frank! Wir sind spät dran, die anderen sind teilweise bereits auf der Heimfahrt oder machen sich nun bereit. Es bleibt das Fazit: Eine wunderschöne Strecke, mit vielen Trailpassagen und vielen Aussichtspunkten. Die gesammelten Höhenmeter summierten sich auf 1.308 und nicht wie angegeben auf 1.100. Die Länge der Strecke beträgt etwas mehr als 46 Kilometer. Natascha und ich sind uns, wie alle anderen, einig, dieser Lauf muss wiederholt werden. Vielleicht sehe ich dann auch die örtliche Gewandgruppe, die den schnellen Läufern eine Geschichte erzählte.