Hockendes Weib – Klippenmarathon

Start + Ziel Infotafel
Beginn / Ende Wanderweg rechts halten

Vom Start aus dem Zuwege zum Wanderweg folgen. Nach 400 Metern markiert dieser Wegweiser Beginn und Ende des Wanderwegs „Dörenther Klippen“. Der rechte Weg ist der Zustieg für Kletterer, also für uns. Nach etwa 400 Metern und einigen Höhenmetern ist die Felsformation Hockendes Weib erreicht. Der Wanderweg verläuft links an den Felsen vorbei. Die gut zu erklimmenden Felsen (Absturzgefahr) sind nur 30 Meter entfernt und bieten eine schöne Aussicht! Vorsicht, insbesondere bei Nässe!

Hockendes Weib

Der Felsen „Hockendes Weib“ ist der letzte und höchste in der Reihe. Wir lassen ihn rechts liegen und erreichen bald die Waldgaststätte „Almhütte“ (1,0 km). Aktuell (15.11.) von 11 – 18 Uhr von Mi – So geöffnet. Wenn wir 100 Meter weiter rechts abbiegen, habe wir schon einiges gesehen und die ersten 50 Höhenmeter im Sack!

Almhütte, nach 100 Metern rechts ab
Herrlich bergab
Schöner Wanderweg

Die nächsten 2,5 Kilometer führt uns der Weg über schmale Pfade durch den Wald. Vorbei an einem Kletterfelsen (nein, hier müsst ihr nicht hinauf!) und über Wiesen- und Waldwege zu einem Querweg.

Der Wanderweg biegt hier 90° links ab! hinauf zum Wetterpilz
Wetterpilz, hier 90° rechts ab

Ab hier verläuft der Wanderweg weiter zu anderen Felsformationen wie Kaiserstuhl, die Siamesischen Zwillinge und den Königstein. Der Wanderweg schließt den Schlenker zur Aussicht ins Bocketal mit ein!

Ungesicherter Blick hinab ins Bocketal

Nun steinig bergab Richtung Brochterbeck.

Blick auf Brochterbeck

Links haltend überqueren wir die Eisenquelle und bald danach passieren wir den Wanderparkplatz Bocketal.

Eisenquelle
Ende des Trimm-Dich-Pfades
Hindernis Stand 25.11.2022
Anstrengend – felsiger Anstieg

Rund einen Kilometer flach im Bocketal dem Trimm-Dich-Pfad folgen. Gut ausgeruht geht es nun über Felsgestein hinauf zum Wetterpilz, den wir schon einmal von der anderen Seite aus gesehen hatten. 90° rechts ab. Hier oben haben wir die meisten Höhenmeter der Runde im Sack. In leichtem Auf und Ab zum Soldatenfriedhof.

Soldatenfriedhof – hier rechts halten

Wenn du den Blick auf Ibbenbüren hast, Achtung, bald scharf links. Der Wegweiser ist etwas versteckt.

Steiler Abstieg!

Nun steil hinunter Richtung Parkplatz, Vorsicht! Das Schild Almhütte und den Pfad geradeaus IGNORIEREN und rechts halten. Zum Ende des Wanderweges und weitere 400 Meter zum Parkplatz.

Ausgleichsrunde 

Diese Runde ist 11,8 Kilometer lang. Ausgehend vom Wanderparkplatz 300 Meter zur Gaststätte am Campingplatz. Nun geradeaus dem Radweg Richtung Brochterbeck folgen. Weiter auf dem Südhangweg rechts ab, weiter auf Asphalt.

Südhangweg
Felsen im Teuto

Bald hat man bei einem Blick zurück eine andere Sicht auf das Hockende Weib. Bei Kilometer 1,4 treffen wir auf eine Querstraße, der wir wir nun 2,8 Kilometer immer geradeaus folgen.

Hier scharf links aufwärts!

Kurz vor Brochterbeck, 25 Meter vor dem Ortsschild, ganz scharf links ab 160° und Wiesenweg hinauf zur Bank mit Münsterlandblick.

Aufwärts zur Bank „Münsterlandblick“
Blick ins Münsterland

Geradeaus auf Straße zum Freistaat Dast. Weiter geradeaus in den Wald, wo wir wieder auf den Wanderweg Dörenther Klippen treffen. Weiter auf der bekannten Strecke.

Ohne Worte

Die Sage vom „Hockenden Weib“

Vor langer Zeit lag das Meer noch viel näher am Teutoburger Wald als heute. Dann und wann brach es bei großen Sturmfluten weit ins Land hinein. Damals wohnte am Rande des Teutoburger Waldes eine arme Witwe, die nichts besaß als ihre Hütte und zwei Kinder, die sie treu umsorgte. Eines Tages kam der ältere Junge nach Hause gerannt und rief: „Mutter! Das Wasser! Das Wasser!“. Erschrocken sah die Frau auf und hörte auch schon das Brausen und Rauschen. Schnell packte sie ihre Kinder und rannte auf den Kamm des Teutoburger Waldes zu. Sie keuchte mühsam mit den Kindern bergauf, hinter sich die gurgelnde Flut. Auf der Höhe sank sie kraftlos zusammen. Da brach das Wasser über die drei armen Menschen herein. In ihrer Angst um die Kinder betete sie: „Herr, ich will wohl sterben, aber rette meine Kinder!“. Der Herr erhöhrte sie und verwandelte sie in einen Stein. Auf ihrem Rücken saßen die Kinder sicher und geborgen, bis die Flut wieder abzog. Dieser Felsen ist heute noch zu sehen, er ist der höchste Felsen der Dörenther Klippen bei Brochterbeck.

375 Jahre Westf. Frieden Ultra

Link zu Race Result: X1648

Achtung: Die Anmeldung öffnet erst, wenn alle Genehmigungen zu diesem Projekt vorliegen.

Ein Lauf auf den Spuren der Verhandlungsparteien um den Westfälischen Frieden von Münster nach Osnabrück über etwa 74,3 Kilometer.

Der gesamt Weg ist etwa 78 Km lang; Kennzeichnung X und X1648

Der 30jährige Krieg von 1618 – 1648 wurde mit dem Westfälischen Frieden in 1648 in Münster beendet. Im Vorfeld zu den Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien wurde im Lengericher Conclusum 1645/1646 beschlossen, welche Parteien an den Friedensgesprächen beteiligt werden sollte. Die Verhandlungen fanden danach bis 1648 in Osnabrück und Münster statt. Wir laufen auf den historischen Spuren der diplomatischen Gesandten auf dem Wanderweg X1648.

Zuweg vom Bahnhof zum Rathaus (900 Meter)
Start am historischen Rathaus in Münster

Treffen und Start vor dem historischen Rathaus in Münster auf dem Prinzipalmarkt (Nr. 10)!

vor der Lamberti-Kirche
Dortmund-Ems-Kanal
bei Handorf
X1648 ist unser Weg
Emsüberquerung
Sandlandschaft Bockholter Berge

700 Meter nach dieser Stelle ist bei km 22 der 1. Verpflegungsposten.

Friedenspark in Ladbergen
Standort VP 2 – Zusage des Eigentümers ist erteilt

Wenn Ladbergen bereits hinter uns liegt, erwartet uns bei km 39 der 2. Verpflegungsposten.

Marathon-Skulptur bei km 42
Haus Vortlage in Lengerich

Die Bilder der Strecke von Lengerich km 50 bis zum Ziel in Osnabrück ist in Vorbereitung.

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Ältere Verlinkungen zu der Strecke Münster – Lengerich über 52 km aus 2022:

Garmin: https://connect.garmin.com/modern/course/96222444

Komoot: https://www.komoot.de/tour/714984500?ref=itd

Hüggel Runde

Streckenverlauf
Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz am Roten Berg in Hasbergen
Beginn steiniger Hohlweg

Von dort aus dem ganz rechten Wanderweg folgen. Nach 300 Meter erreichst du einen Hohlweg, in dem immer Stolper-Steine liegen, die regelmäßig von der Böschung kugeln. Hier immer vorsichtig laufen!

auf ehemaliger Gleistrasse – km 1

Es folgen ebene Wege, die der ehemaligen Trasse der Hüggelbahn folgen.

Ja, hier bist du richtig!

Der Wanderweg führt dann über den Hof eines im Wald liegenden Gebäudes.

Matsche pur bei km 1,9

Nach dem Wald folgt der erste Anstieg, bei Nässe ist es ab Kilometer 1,8 schön seifig!

Rechts, links und wieder auf einer ehemaligen Bahntrasse vorbei am trockenen Silbersee (links).

km 3,5 – hier links ab

Kilometer 3, an der Schutzhütte bergab laufen bis Kilometer 3,5. Hier am Wegkreuz 90° links abbiegen und leicht bergauf.

Herrlicher Pfad

Auf dem schmalen Pfad zur Aussicht und hinauf zum breiten Waldweg; diesem bergab folgen.

hier links galten

Kilometer 4,9 hier nun den breiten Weg verlassen und links dem Pfad folgen. Weiter geradeaus bis zur Wegkreuzung, auch hier geradeaus. Bald zunehmend bergauf bis zur Abschlussrampe.

Rechts zur Schönen Aussicht. Richtung Norden sieht man den Piesberg mit den 3 Windrädern.

Schöne Aussicht

Nun 150 Meter vorsichtig bergab, ganz viele Steine, im Herbst oft vom Laub verdeckt! Tückisch! Bald rechts halten und hinab zum Parkplatz. 7,04 Kilometer und 140 Höhenmeter sind geschafft!

Tecklenburger Bergpfad / Hexenküche

Münsterlandblick – Belohnung nach den ersten 66 Stufen

Start ist auf dem Wanderparkplatz in Brochterbeck direkt neben dem Ringhotel Teutoburger Wald. Im Bocketal 2, 49545 Tecklenburg. Der Wanderweg „Tecklenburger Bergpfad“ führt zunächst über zwei Straßen, um danach über Pfade und 66 Stufen zum Münsterlandblick aufzusteigen. An mehreren Stellen gibt es nun Sicht ins rund 35 Kilometer entfernte Münster. Die Doppeltürme des Universitätsklinikums sind ein markantes Zeichen.

Kammweg

Über den Kamm dieses Kalksteinberges bis zum Fluggelände für Modellflugzeuge, steil hinab und weiter über Wiesenwege Richtung Osten.

Südhangwiesenweg

Auf der folgenden Kuppe gibt es wieder eine schöne Sicht. Bei gutem Wetter gibt es viele lohnende Motive.

Benutzung freigestellt!

Kurz vor dem Golfplatz steht ein Klavier im Wald. Hier links ab und bald führt der Wanderweg oberhalb der Bahnlinie und des Golfplatzes weiter. Nach dem heftigen Anstieg geht es nun in Bogenschwüngen durch den Wald, wo wir das Rolandsgrab erkennen, das nur etwa 30 Meter neben dem Weg liegt und einmal besucht werden muss, um in das dunkle Loch zu schauen.

Waldwege zum Rolandsgrab

Der Weg führt über Privatbesitz. Bald wieder steil bergauf!

Abzweig – genau hier rechts halten!

Genau dort, wo die Treppen beginnen, verlassen wir den Tecklenburg Bergpfad. Rechts dem Weg Tecklenburger Romantik folgen. Schmale Pfade führen zu Treppen und bald sehen wir über uns die Sandsteinfelsen. Nun geht es mächtig bergauf. Es gibt Höhlen und Löcher in den Felsen, die wir immer links haben. Vor ewigen Zeiten wurden hier Stufen in Treppenform angelegt. Wer alle Stufen mitzählt, kommt auf etwa 125. Es gibt aber auch steile Alternativen zu den Treppen.

Hexenküche

Oben angekommen kann man einzelne Felsen besteigen, es gibt auch eine unbequeme Bank aus Metall. Weiter auf dem Bürgersteig und nach 400 Metern an der Bismarckhöhe sind wir bereits wieder auf dem bekannten Wanderweg Tecklenburg Bergpfad.

Auf dem Kammweg unterwegs – hier eine geschützte Wallanlage

Diesem folgen wir nun auf dem Kammweg = Hermannsweg zur Waldkapelle. Über die Ausläufer des Blücherfelsen nun 700 Meter bergab nach Brochterbeck zum Ausgangspunkt Parkplatz. Hier noch einige weiter Fotos:

Kurz nach der Hexenküche ein Parkplatz mit Aussichtsbogen – sehenswert und einen kleinen Umweg wert!
Unser Wanderzeichen
Nur wenige Meter neben dem Weg – das Rolandsgrab

Erzsteig Bergmarathon

Naturschutzgebiet Orchideenwiese

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz Roter Berg in Hasbergen. Hier ist Start und Ziel des Erzsteigs, ein gut ausgeschilderter Wanderweg. Die Strecke verbindet den Hüggel und den Jägerberg mit dem Naturschutzgebiet Silberberg, wo wir durch eine Orchideenwiese laufen. Der Rückweg führt uns zur Hüggelschlucht und vorbei an einem besonderen Bauwerk, das 1876 als Pumpstation zur Entwässerung der Stollen des örtlichen Bergbaus errichtet wurde. Das geförderte Erzgestein wurde zum Stahlwerk in GM-Hütte transportiert. Die ebenen Wanderwege rund um den Hüggel verlaufen auf den Trassen der damaligen Hüggelbahn. Von 1944 – 1945 wurde das Gebäude von der Osnabrücker Gestapo als „Arbeitserziehungslager“ genutzt, in dem überwiegend Kriegsgefangene zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Heute ist es die Gedenkstätte Ausgustaschacht. Streckenbeschaffenheit: Schattige Waldwege, schmale Pfade, steile Auf- und Abstiege, steinige Passagen, Wiesen- und Feldwege, 1,8 km Asphalt.

Gedenkstein im Hüggel
Aufstieg zum Hüggelkamm
Gasthaus Jägerberg – mit Biergarten
Ausblick vom Jägerberg Richtung Silberberg
Aussicht bis zum Kraftwerk in Ibbenbüren
Beginn Naturschutzgebiet Silberberg
Orchideenwiese – hier sind 3/4 der Höhenmeter geschafft
Wiesenwege
uriger Baum am Wanderweg
auf dem Weg zur Hüggelschlucht
Ende der Wiesenwege
unterwegs Zur Hüggelschlucht
Gedenkstätte Augustaschacht

21.-23.5. Schwarzwald Ultra

Endergebnisse

3. Etappe 23.5. 48,8 km und 1.119 Höhenmeter

Gestern Abend gab es Nudeln und Reis mit Gemüsesauce und Fisch. Dazu natürlich, wie immer, Eis aus der Truhe! Gerd hatte 4 Eis! Heute Früh gibt es Spiegeleier oder Rührei, sehr lecker! Kurz nach 7 Uhr schickt uns Thomas auf die Strecke. Der Regen hat passend aufgehört und fast zeigt sich die Sonne.

Nach dem Regen in der Nacht

Schon bei km 4 in Wittlensweiler beginnt ein elendig langer (4 km) Anstieg. Gerd ist etwas zurück und quatscht mit Heidi. Vor mir wandert Annette, ich versuche dran zu bleiben. Heute Nachmittag um 15 Uhr soll es Gewitter geben. Vielleicht schaffe ich es früher ins Ziel. Der Abstand zu Annette bleibt gleich, etwa 300 Meter sind es. Bei Dominik am 1. VP ist der Anstieg so gut wie geschafft.

Unerwartete Pause

Es geht nun hinein nach Freudenstadt. Ich habe Glück, 30 Meter vor mir senken sich die Schranken. Endlich eine verdiente Pause! Und Pech: Annette sehe ich erst im Ziel wieder. Da ich die Strecke kenne, habe ich in der Stadt keine Probleme die Strecke zu finden.

Freudenstadt

Nach dem Marktplatz rechts ab und hoch zum VP 2 bei km 14. Es folgen mehrere Passagen von Treppen und Wege durch herrliche Grün hinauf zum Aussichtsturm.

Die Treppen gehen in die Beine!

Nein, ich besteige ihn nicht! Bald folgen 2 Km über Single-Trails über Stock und Stein. Es gilt gut aufzupassen, ansonsten ist ein Sturz die Folge. Km 18,5 VP2 ist auch VP3. Gestärkt geht es nun so steil bergab, dass ich gehen muss. Nach einem weiteren steilen Wiesen-Steig bin ich bald unten am Forbach, nur um danach den nächsten langen Anstieg in Angriff zu nehmen.

Forbach

Der schnelle Manfred überholt mich. „Hab mich eben ordentlich verlaufen“, erläutert er. Ein Schild weist darauf hin, dass es rund 9 km bis zu den Sankenbachfällen, meinem nächsten Ziel, sind. Die Steigung ist endlos! Dann, endlich bergab, ich lasse es laufen. An einer mächtigen Tanne – Naturdenkmal – wieder bergauf. Ein Infohütte markiert den Einstieg zu den Wasserfällen. Ein Tafel warnt vor den Gefahren: Alpiner Steig, nur für geübte, schwindelfreie Wanderer, Steinschlaggefahr, Absturzgefahr auf Grund von Nässe, glatten Brücken, starkem Gefälle und großen Steinen.

der steinige Pfad
oberer Sankenbachfall

Anfangs komme ich gut voran, dann wird es schmierig und schwierig! Ein Moment der Unachtsamkeit, ich strauchle, schlage mit dem Knie an einem Felsen an, versuche den Sturz mittels Ausgleichsschritten zu vermeiden und komme dabei der Absturzkante sehr nah. Hier erwische ich mit Glück eine kleine Buche und kann mich abfangen. Puh, dass war knapp! Da mich zwei Wanderinnen beobachten, tue ich so, als wenn dass alles eine Spielerei war und steige schnell mit heftigen Knieschmerzen und viel Adrenalin weiter bergab. Nun aber sehr vorsichtig. Unten schaue ich mir die Bescherung an. Am Bach wasche ich das Blut ab und die Wunde aus. Den folgenden Weg mit ganz vielen Steinen und Wurzeln wandere ich dann auch noch. Der Schmerz vergeht. Dann über den Bach und schon bin ich bei meinen Freunden am VP4 bei km 30. Hier nehme ich mir Zeit und stärke mich .

Sankenbach

12 Uhr. Es beginnt zu regnen, erst leicht, dann zunehmend. Gut, dass ich meine Regenjacke dabei habe. Meine Wetter-App sagt, dass nun bereits die Gewitter aufziehen. In Baiersbronn mündet der Sankenbach in den Forbach und dieser nur 600 Meter später in die Burg.

Forbach

Baiersbronn liegt unten im Tal, Grüntal liegt oben. Wieder 4 Kilometer Steigung. Als ich Baiersbronn bereits hinter/unter mir habe, geht der Regen in Starkregen mit stürmischem Wind über. Blitz und Donner sind aber weit entfernt, hier droht keine Gefahr.

Starkregen

Nach 15 Minuten bleibt nur noch ein Landregen. Km 39,5 der letzte VP, 2 Becher Cola und weiter. Mein Ziel, unter 8 Stunden zu bleiben, wird durch einen Baumstamm-Ladevorgang und zwei weitere heftige aber kurze Steigungen behindert.

Verladung von 10 Meter langen Stämmen

Dann vorbei an Frutenhof durch den Wald, über den Bach und steile Stufen eine Wiese hinauf. Die Sonne brennt plötzlich vom Himmel! Ich bin fix und alle!

Abschlussfoto mit Sonne!

Ein Blick zur Uhr, 48 km sind bereits voll. Wenn es nun noch über die Schleife zum Gasthof Sonne geht, werden es über 50 km sein. Aber nein, oh Wunder, die Pfeile weisen auf direktem Weg, der Straße folgend zum Ziel. Ich laufe und schaffe es doch noch unter 8 Stunden. „7:56 Stunden“, sagt Helmut, mein Zeitnehmer.

Duschen, Erdbeerkuchen genießen, Urkunde einsacken. Danach machen Gerd und ich uns auf die 6stündige Rückfahrt. Wir freuen uns schon darauf, wenn es in drei Wochen gilt, die fantastischen 7 (Etappen) durch den Südschwarzwald zu bewältigen.

2. Etappe 22.5. 52 km und 1.134 HM Sulz-Mühlheim – Grüntal

7 Uhr Abfahrt, im Konvoi geht es nach Sulz-Neumühleim. Kurze Einweisung von Thomas: „Nein, ihr braucht nicht bei km 30 auf den Aussichtsturm und bei km 43 gibt es noch eine Ehrenrunde, damit die Strecke auch 52 km lang ist!“ 7:50 Uhr Start! Die ersten 14 km sind relativ flach. Entlang des Glatt geht es nach Glatt bei km 7 zum Wasserschloss.

Wasserschloss Glatt

Meine Beine und mein Hintern sind heute viel besser darauf als gestern, ich kann gut laufen auch wenn ich die Belastung von gestern gut spüren kann. Km 5 Edda und Teddy liegen hinter mir, Gerd ist 300 Meter voraus. Bei km 10 überhole ich Gerd, der gerade im Gebüsch hockt. Km 12, erster VP, den Helmut betreut.

eine endlose Steigung

In Bettenhausen ist der Spaß vorbei, es geht richtig steil und vor allem endlos hinauf nach Fürnsal. Alter Schwede! Der Sportplatz liegt noch höher auf einer Kuppe, klar, dass Thomas uns hier vorbei schickt. Schön durch den Wald und durch Fürntal hinab und wieder hinauf, denn Gundelshausen liegt wieder weit oben. Es folgen Wiesenwege und Treppen hinab nach Wälde. Hier begleitet mich ein Bach, ein Zeichen, dass ich ganz unten bin. Und richtig, links ab und steil den Berg hinauf. Genau passend ist hier der VP2. Pause! Gerd liegt noch immer ein paar Minuten zurück.

Wiesenweg nach Wälde
etwas für Obstexperten

Entlang an der Galerie von alten Sorten von Obstbäumen nach Loßburg. Am Weg entlang der Kinzig zum Kinzigsee gibt es neue Markierungen.

Kinzigsee

Die alten hat der Förster entfernt, aber Thomas hat kurz darauf die Markierungen wieder angebracht. Es folgt die Himmelsleiter mit x Stufen hinauf zu einer kleinen Naturbühne.

echt steile Treppe

Viel schneller als erwartet, erreiche ich den Vogteiturm mit dem 3. VP. Bald darauf im Wald nutze ich eine Bank für eine Steinmassage für meine Po, kurz darauf schließt Gerd zu mir auf. Gemeinsam quälen wir uns nun über die Hügel. Am Skihang Stockinger genießen wir die Aussicht und nun geht es lange bergab zur Manbachsiedlung, aber nicht, ohne dass wir auch hier nette kurze Anstiege bewältigen dürfen.

Vogteiturm und VP-Tisch
Ochsenwitschaft, wo denn? Ich könnte wohl ein Weizenbier vertragen

Den ganzen Tag scheint uns die Sonne in den Nacken, nochmals etwas Creme auftragen und weiter, schon wieder bergauf zum letzten VP, wo Dominik bereits auf uns wartet. Hier holen wir auch Heidi und Matthias ein, die längere Gehpassagen einlegen.

Ein Werbefoto für Grüntal!

In Aach folgt dann eine echte Motivationsprobe. Wir sind bei km 42 und nur zwei Kilometer vor dem Ziel, als uns Thomas per Pfeile auf eine 8 km lange Ehrenrunde nach Dornstetten schickt. Mit nochmals etlichen Höhenmetern und vorbei am örtlichen Fußballplatz, wo wir zwischen Tribüne und Spielfeld durchlaufen. Kein Mensch nimmt von uns Notiz!

Gerd kämpft sich nach oben!

Dann endlich der schei…. Anstieg nach Aach-Berg hinauf. Dann hinab zur Gaststätte Waldgericht. Wir wissen, gleich kommt die Flurmarkierung Aach – Grüntal, und dann ist es bald geschafft.

diese markante Flurmarkierung Grüntal / Aach steht etwa 1 km vor dem Ziel

Die Zeit von 8:27 Stunden ist für Gerd und mich sehr ok, denn es waren ja auch > 1.100 HM zu bewältigen.

Alles in XXL Dimensionen

Auf dem Weg zu unserem Zimmer im 1. Stock mache ich ein Foto der Verpflegungslagerung im Treppenhaus. Ab 17:30 gibt es Abendessen! Und morgen folgt der 3. Streich!

  1. Etappe 21.5. 51,6 km 957 HM Grüntal – Sulz-Mühlheim
7 Uhr Start

Um 7 Uhr antreten zum Briefing und pünktlich geht es los. Aufgrund meiner Hüftbeschwerden wandere ich viel. Bald ist auch Edda vorbei und ich bin alleine am Schluss des Feldes. Es ist ein traumhafter Tag, nach dem Regen in der Nacht ist die Luft sehr klar und sonnig.

Grace empfängt mich bei km 12

Ich gehe bis zum 1. VP und bin überrascht, das Grace mir sagt, dass ich nicht Letzter bin, andere haben sich wohl verlaufen. Grace hilft mir noch mit meinem Schmerzpunkt in der Arschbacke, indem sie diesen kraftvoll drückt. Ich soll mir einen Stein suchen, diesen mitnehmen mich darauf setzen und den Schmerzpunkt bearbeiten. Gerade will ich weiterlaufen, da tauchen Gerd und Teddy auf. Sie haben sich verlaufen und fast 2,5 km mehr auf der Uhr als ich.

sehr klare Sicht – im Hintergrund der Hochschwarzwald

Bald finde ich einen Stein. An einer Bank lege ich mich hin und bearbeite den Schmerzpunkt mit dem Stein. Zähle bis 60. Danach wandere ich weiter und als ich probiere zu laufen, geht es mit deutlich weniger Schmerzen!

Der Stein!

Gerd und Teddy sind weg und ich genieße die herrlichen Aussichten. Am VP 2 bei km 22 treffe ich Gerd, Edda und Teddy wieder. Bis Rexingen laufen wir zusammen, kurz vor Horb und vor dem 3. VP verlieren Gerd und ich die beiden.

Gerd unterwegs
Alte Festung
Der Neckar bei Horb

Um Horb herum geht die Strecke. An der Aussicht Rauschbart, mit einem Biergarten, hätten wir uns fast verlaufen. Dank Komoot sind wir bald auf der richtigen Strecke. Kurz vor Fischingen holen wir Helmut ein, der Probleme mit seinem linken Schuh hat.

Bald sind wir durch Fischingen hindurch und müssen nicht hinauf zur Ruine. Mülheim liegt nun vor uns und ist bald erreicht. Gerd und ich laufen in 8:43 Stunden gemeinsam ins Ziel.

im Ziel

Die Rückfahrt ist wieder sehr abenteuerlich. Einen 20 Jahre alten Peugeot mit ganz wenig TÜV und einigen Mängeln darf ich dann mit drei Läufern zurück nach Grüntal fahren. Röhrt wie ein Panzer. Eigentlich ohne Ohropax nicht möglich. So geht ein sehr schöner Lauftag zu Ende!

Vorbericht

Traumlandschaft!

21. – 23.5. in Freudenstadt LINK

Veranstalterinfo:

Abwechslungsreicher schöner Traillauf mit 3 Tagesetappen. Die Gesamtstrecke hat 150 km und 4.000 Hm.

Der Streckenverlauf vom Schwarzwaldultra zeigt eindrucksvoll die Vielfältigkeit und Einzigartigkeit vom schönen Schwarzwald. Auch Teilnehmer für nur eine Etappe sind herzlich willkommen und in der Tageswertung.

1.-28.5. Spendenlauf für UKR

In der Zeit vom 1. – 31. Mai 2022 führen Läufer aus der nordukrainischen Stadt Tschnihiw einen virtuellen Lauf durch, an dem sich Läufer weltweit beteiligen können. Hier die Übersetzung des Aufrufes der Organisatoren:

Übersetzung des Aufrufs

Läufer der stark zerstörten Stadt Tschernihiw führen in der Umgebung der Stadt vom 1. – 31.5.2022 virtuelle Läufe über verschieden Distanzen bis Marathon durch. Der Aufruf der Veranstalter richtet sich an alle Läufer auf diesem Planeten. Jeder Läufer beweist mit der Teilnahme seine Solidarität mit den Sportlern in der Ukraine. Die Spende sollte mindestens 10 € betragen, gerne auch mehr. Ich leite die Ergbnisse des Laufes sowie die Spendengelder weiter an Gerno Semmelroth, der diese dann mit den Ergebnissen weiterer Läufe an den Verein in Tschernihiv überweist. Mit der Anmeldung erhältst du meine Kontonummer für die Überweisung des Startgeldes. Bargeld nehme ich bei meiner Runde im Uhrzeigersinn natürlich auch entgegen. 

Hinweis: Es besteht auch die Möglichkeit

a) bei den Läufen von Andreas, Gerd und mir am 7.5. Schloss Burg; 14.5. Alfsee; 15.5. Vortlage; 26.5. Wallenhorst; 27.5. Hüggel und 28.5. Gehnberg sich freiwillig mit einer Spende dieser Aktion anzuschließen. Dann werden die dort erzielten Zeiten verwendet. Bitte sprecht den jeweiligen Veranstalter an. Diese führen eine Liste der Spender. Wir hatten diese Läufe allerdings als 0 € Läufe ausgeschrieben und das bleibt auch so.

b) Teilnahme am 18.5. Ladbergen Marathon als Spenden-Marathon Link

Andreas, Gerd und ich freuen uns auf eure Teilnahme!

23.4. Ith-Hils-Ultratrail

Ultra Uwe Unterwegs

Ein sehr persönlicher Laufbericht von mir

Dieses Mal rund 85 Kilometer

An diesem Lauf wollte ich eigentlich nicht mehr teilnehmen. Zu schwer, Höhenmeter ohne Ende, zu viele Passagen über Steine und Wurzeln und immer wieder lange Steigungen! Nun ja! Ute war von ihrer Teilnahme im Vorjahr ganz begeistert und will wieder starten. Martina und Natascha sind auch mit dabei. Ok, dann versuche ich es noch einmal. Insgeheim dachte ich, dass man ja auch bei km 53 mit Wertung aussteigen kann. Leider muss Ute dann aus gesundheitlichen Gründen passen.

Freitag, Unterkunft im Naturfreundehaus Lauenstein etwa 3 Kilometer vom Start entfernt. Dann beschließen wir kurzfristig, ein Auto inkl. Kleiderbeutel zum VP 4 zu bringen, dort wo man nach 57 km aussteigen kann. Ja, die Strecke ist wegen Umleitungen nun 4 km länger! Bei Abbruch des Laufes ist/wäre dann eine unabhängige Rückfahrt möglich. Nach einer Stunde sind wir zurück, Zeit für Salat und Nudeln in einer Trattoria. Danach noch die Klamotten für morgen vorbereiten und – Gute Nacht!

6:20 Uhr

4:30 Uhr, der Wecker geht. 5:15 Uhr Fahrt zum Startort, der Halbmond leuchtet hell am Himmel. Uwe im Spaß: „Wir machen keine halben Sachen, oder!?“ 5:20 Uhr sind wir an der Therme. Cordula und Detlef begrüßen uns. Natascha ist noch nervöser als gestern! Startnummer, Kaffee, Brötchen und Begrüßung der vielen Bekannten. 5:48 Uhr Briefing. Detlef erläutert die Umleitungen wegen Windwurf, was aber nur der versteht, der schon einmal hier gelaufen ist. 6 Uhr, wir sind unterwegs. Schnell zieht sich da Feld auseinander. 6:09 Uhr: Sonnenaufgang. 6:20 Uhr, der rote Feuerball steigt langsam höher. Klasse!

Unterwegs im Ith im frühen Sonnenlicht

Bald sind wir im Wald unterwegs und schon sind wir die Letzten. Die ersten heftigen Steigungen sind zu meistern. Oben am Kammweg angekommen, begrüßen uns Adam + Eva, zwei Steinformationen, die nebeneinander und ohne Nachbarn stehen. Fotomotiv!

Natascha und Martina sowie Adam und Eva

Nun geht es auf der Höhe und auf schmalen Pfaden weiter Richtung Norden. Die Natur ist erwacht. Felder mit Maiglöckchen und Bärlauch, Schlüsselblumen, Buschwindröschen und Lerchensporn begleiten unseren Weg. Gehen, Steigen, Laufen wechseln sich ab.

Blumenparadies

Der Ostwind weht uns heftig kalt von der Seite. Die Jacke muss wieder übergezogen werden. Bäume liegen quer. Wir kommen nur mühsam voran. Natascha hat nun heftige Probleme mit dem Magen, jeder Schritt schmerzt. Sie warnt uns vor: „Beim Verpflegungsposten werde ich aufhören müssen, es geht nicht!“ So trennen sich, leider, bei km 14 unsere Wege. Natascha (hat Tränen in den Augen) wird von einer lieben VP-Helferin zurückgefahren. So ein Drama! „Tschüß, und gute Besserung!“ Martina und ich dürfen weiter.

Nun folgt Teil 2 bis zum VP bei km 29. Gut, dass ich den Track auf dem Handy habe, denn nun weicht der breite Weg vom Wanderweg ab. So kommen wir zunächst gut voran, bis der Weg dann wieder dem Ith-Hils-Weg folgt. Nun steht uns die schwerste Trailpassage bevor. Single Trails, Steine, Geröll, Baumwurzeln und umgestürzte Bäume machen uns das Leben schwer. Es gibt einen Turm und immer wieder Felsen direkt am Abgrund, mit tollen Ausblicken.

Kletterfelsen am Abgrund

Beim Übersteigen eines dicken Baumes meldet sich meine Zerrung zurück. So ein Mist! Nach 20 Minuten verliert sich der Schmerz wieder. Heute kommt mir dieser unwegsame Streckenabschnitt gar nicht sooo lang vor, wie ich meinte. Vielleicht weil ich nicht alleine unterwegs bin. Ein markanter Grenzstein signalisiert das Ende der schlechten Strecke, danach kann teilweise gelaufen werden.

unwegsames Gelände

Dennoch bin ich froh, als dieses Waldgebiet nun hinter uns liegt und es nur wenige hundert Meter zum VP sind, wo uns nette Helfer erwarten. Es gibt hier reichlich zu essen und zu trinken. Pellkartoffeln sind leider bereits aus aber Laugenstangen sind noch vorrätig. 

Aussicht vom Segelflugplatz auf den Bergrücken Hils

Der folgende VP liegt etwa 17 km entfernt. Auf geht’s! Zunächst hinauf zum Segelflugplatz und wieder hinab, vorbei an einem Fotografen, zu einem Bach. Nun folgt eine Umleitung, da die ursprüngliche Strecke voller Bäume liegt. Im Anstieg zum Roten Fuchs kommen die ersten der 2. Startgruppe vorbei. Ein Gruß, ein paar nette Worte und weg sind sie.

Diese Umleitung ist sehr gut beschildert!

Mein rechter Fuß macht Ärger. Eine Blase kündigt sich durch Brennen an. Pause. Schuh und Socken aus, Fuß abwaschen und abtrocknen. Blasenpflaster drauf. Sofort ist der Schmerz weg und weiter geht es bergauf. Hier bekommen wir rund 4 zusätzliche Kilometer! Kurz vor der Bundesstraße biegen wir links ab und weiter geht es bergauf. Die Sonne brennt. Eine kleine Pause für das Auftragen von Sonnencreme und weiter. Der Wilhelm-Raabe-Turm ist das Ziel ganz oben. 

Endlich oben am Turm

Es folgt die 2. Umleitung. Erst steil bergab, dann doch gut laufbar. Das Tempo steigt. Als wir den Ort Grünenplan erreichen, sind die Schmerzen an meiner Fußsohle zurück. Ich werde wohl max. bis zum vierten VP bei km 57 mit Ausstiegsklausel kommen, sage ich Martina. Eine Bank lädt zur Kontrolle ein. Martina stellt fest, dass neben dem Pflaster eine weitere Rötung entstanden ist. Meine Blasenpflaster-Fee Martina klebt noch ein Pflaster und wieder ist der Schmerz sofort beseitigt. Wenig später VP 3, km 46, es gibt Getränke. Martina ist voller Zuversicht: „Wenn meine Beine weiter so gut mitmachen, dann laufe ich weiter!“ Klasse! Dabei hatte ich mich auf 57 km eingestellt, dort steht mein Auto. Nach meinen Oberschenkelproblemen der letzten Wochen wäre das auch völlig ausreichend. Mitläufer Alexander erzählt uns, dass er bei km 57 Schluss machen wird. Plan B wird geboren. Ich gebe den Autoschlüssel am VP 4 ab und Alexander fährt das Auto zurück zum Start/Ziel. Er sagt auch gleich zu und fällt zurück.

Der Bach in Kaierde

Über Wiesenwege und eine weitere Umleitung geht es weiter nach Kaierde. Zwei Läufern, die die gesperrte Strecke gelaufen sind, können wir auf den richtigen Weg leiten. In Kaierde steht Detlef am rauschenden Bach und macht Fotos. Es folgt die lange Steigung, die wir schon von weitem sehen konnten. Alter Schwede! Dann hinab am Märchenweg entlang nach Delligsen. Alexander kommt vorbeigelaufen: „Mir geht’s wieder gut, ich laufe weiter!“ Das freut mich (nicht), denn was machen wir nun? Das Auto später abends zurückholen. das kostet eine Stunde! Ich könnte gut aufhören, Martina möchte gerne weiter, aber nicht allein! Boah ey! Delligsen, VP 4, km 57. Detlef ist auch da und schon ist ein Helfer bereit, mein Auto zurück zu fahren. Also gut, Martina hat gewonnen! Die lieben Helfer versorgen uns sehr gut!

Es geht weiter! Ich habe sie gewarnt, vor den vielen Höhenmetern, die auf den letzten 28 Kilometern noch auf uns warten. Hinter der Hauptstraße kommt der nächste heftige Anstieg auf uns zu. Ich rechne unsere Zeit hoch: Etwa gegen 20:10 – 20:20 Uhr werden wir vermutlich ins Ziel kommen. Das behalte ich aber für mich. Die Sonne brennt, der Ostwind ist abgeschirmt, alter Schwede! Irgendwann sind wir dann doch oben, passieren den Kamm und erreichen die überhängenden Felsen. 

nur nicht loslassen!

Danach führt der Weg sehr steil den Berg hinab. Ich halte Martina am Rucksack fest, denn steil abwärts ist nicht ihre Stärke! Über eine Straße und wieder bergauf bis zum Kammweg und wieder bergab. Der Akku der Uhr ist leer, ich beende Garmin bei km 68, damit ich die Uhrzeit noch weiter habe. Mein persönlicher Akku ist auch bereits schwach! Es zieht sich! Noch einen Hügel und steil hinab zu einem Bach und einer Felsformation mit Höhle.

sehr idyllisch!

Nun überholen uns die beiden letzten der schnellen Gruppe. Die rote Laterne haben wir nun sicher! Meine Vorräte sind leer, mein Durst ist enorm und noch immer 6 km bis zum VP. Martina wird auch ruhiger. Ein Stolperer und schon liege ich auf der Klappe im Laub. Nichts passiert, nur meine Zerrung mag das nicht! Manno! Es dauert ewig, bis wir in Marienhagen bei km 73,5 den letzten VP erreichen. Ein Bus steht bereit und so sind wir windgeschützt. Getränke auffüllen und schnell 0,7 Liter verklappen. Die beiden letzten Mini-Käsebrote sind unsere. Mit einem herzlichen Dank verabschieden wir uns von den netten Helferinnen.

der Lönsturm – endlich!

Ich weiß noch so in etwa, was folgen wird, gaaanz lange Steigungen. Der Lönsturm ist 8 Kilometer entfernt, steht auf dem Schild, und, es geht bergab. Aber bald kommt sie, diese blöde Steigung. Einfach endlos! Serpentinen. Und steiler bergauf. Ich fluche! Noch kein Ende! Ich rechne die Zeit hoch, 20:30 Uhr wird es werden. Endlich wird es flacher, ein Turm ist zu sehen. Leider nur der Fernmeldeturm. Martina ist sichtlich angefressen. Ich muntere sie auf: „Bald gibt es ein kühles dunkles Weizenbier!“ Das zeigt Wirkung! Wir laufen! Der Lönsturm steht 600 Meter weiter. 

Felsen und Buchen im späten Sonnenlicht

Anruf bei Natascha. Sie wartet bereits seit 18 Uhr im Ziel. Hoffentlich nicht auf uns!!! Ich teile ihr unsere Zielzeit (etwa 20:30 Uhr) mit. Endlich vorbei am Lönsturm und steil bergab. Es gibt sogar Sicherungsseile! Martina hangelt sich sehr vorsichtig hinab! Ihre Beine sind fertig!

nicht Martinas Kernkompetenz

Endlich unten und weiter, vorbei am Steinbruch. Die Sonne ist hinter dem Berg verschwunden. Noch etwa 1,7 Kilometer. Wir laufen wieder. Dann noch ein echter Umweg – so ein Mist – über eine Wiese, über einen letzten Hügel in den Ort.

Detlef und Natascha erwarten uns im Ziel

Detlef ruft mich an und fragt, wo wir denn bleiben! Mann, nur noch wenige hundert Meter! Natascha erwartet uns kurz vor dem Ziel, links über die Brücke, und: GESCHAFFT! 20:34 Uhr = Sonnenuntergang! GLÜCKWUNSCH!!! Es gibt ein Weizenbier alk.-frei! Und einen Regenschirm als Präsent! Und die Info von Natascha: „Das Restaurant schließt um 21 Uhr!“ Ihr müsst euch beeilen! Alter Schwede! Das kann doch nicht wahr sein!

Ich erhalte meinen Autoschlüssel und trabe fix zum Auto und mit den Duschsachen zur Therme. Erst nach doppelter Dusche geben Sonnencreme und Staub auf. Martina stellt nun fest, dass die ihr unbekannten Schmerzen ihre Ursache in einer Blase am Fuß haben. Aus gerechnet meiner Blasenpflaster-Fee passiert dies! Unfassbar!

Abgehetzt ins Restaurant. „Es gibt noch etwas zu essen“, beruhigt mich Natascha. Die Inhaber verschieben die Schließung um eine knappe Stunde. So bekommen wir noch unser versprochenes, kühles, dunkles Weizenbier (mit Alkohol) und Salatteller bzw. Currywurst-Pommes für Uwe.

Zeit, Danke zu sagen! Cordula und Detlef aber auch allen fleißigen und immer gut gelaunten Helfern. Ohne sie könnten wir nicht laufen! Nach einigen Gesprächen mit den Laufkollegen endet dieses Laufabenteuer mit Martinas Worten: „Ich weiß gar nicht, was unsere Ute an diesem Lauf so begeistert hat. Die Strecke ist landschaftlich super schön aber soooo schwer. Ich denke, für mich reicht eine einmalige Teilnahme durchaus aus!“ Warten wir es ab, denn, der Schmerz geht, der Stolz bleibt!

13.3. Hönnetal-Winterultra

Startfoto

Heute steht der 2. Lauf durch das Hönnetal an. Frank Albrecht hat die Strecke deutlich verändert und ich bin gespannt auf die neuen Trails. Wie in 2021 werde ich mit Natascha gemeinsam die Berge genießen. Wir erhalten eine Postkarte mit Sauerländer Schimpfwörtern als Startnummer.

Um 8:20 Uhr gibt es ein kurzes Briefing und nach einem Gruppenfoto geht es um 8:28 Uhr bereits los. Die „Schmachtlappen, die Heiopeis, die Fickel, der Quaterkopp, die Ranterfutt und die Furzknoten“ machen sich auf die Socken. Sofort bergauf. Bald liegen die Häuser von Volkringhausen hinter uns und wir am Ende des Feldes. Bei Kilometer 2,5 kommt die ganze Truppe von hinten und überholt uns!? Ein Läufer war falsch abgebogen und alle anderen wie die Lemminge hinterher. So kann ich allen noch einen guten Lauf wünschen, soweit mein Atem in dieser heftigen Steigung dazu reicht! 

Anstieg bei km 3
endlich etwas flacheres Terrain

Endlich, weiter oben können wir wieder etwas laufen und das Feld zieht sich wieder auseinander. Wenige hundert Meter weiter hat Frank einige Bäume umgeschubst, die wir nun überklettern dürfen. Der Lauf soll ja auch etwas Abenteuer bieten. 

Hindernislauf

Bald geht es danach wieder steil bergauf. Wir passieren Schneereste! Mir ist heiß. Dieser fiese Anstieg! Dazu Sonne und Rückenwind. Ich packe die Jacke weg. Waldwegekreuzung! Die roten Punkte weisen nach links; der Track geradeaus. Natascha und ich entscheiden uns für den neuen Track. Goldrichtig, denn die anderen, die den Punkten folgten, drehen um, als sie die vielen umgestürzten Bäume sehen. 

Steinpyramide am Trail im Ostenberg

Auf Höhe 501, am Ostenberg, geht es nun 1,5 km auf einem herrlichen Singletrail durch den Wald. Erst passieren wir die Steinpyramide, später dann den Weihnachtsbaum mit Engel und Kugeln! Ab Brockhausen gibt es zur Abwechslung Asphalt. Wir lassen es rollen – bis zum nächsten Anstieg. Hier können wir noch einige Kollegen sehen. Bald tauchen wir wieder in den Wald ein. Liane Hennings läuft immer etwa 100 Meter vor uns; bis sie etwa bei Km 11 falsch abbiegt. Unsere Rufe hört sie nicht, sie verschwindet weiter oben auf der falschen Strecke in die total falsche Richtung. Gegenmaßnahme: Ich rufe sie an und führe sie zurück. Wir warten und sind danach zu dritt unterwegs. Hinab nach Menden und hinauf zum Waldfriedhof, wo Frank bei km 18,5 mit der Verpflegung auf uns wartet. Julia und Laura sitzen hier bequem auf der Bank und erholen sich. Für Natascha ist hier leider für heute Schluss, da sie eine schmerzhafte Zerrung in der Wade quält. Gute Besserung!

herrliche Aussicht, nicht nur für Jäger!

Nach der Pause machen wir uns zu viert (Liane, Julia und Laura + Autor) auf die Socken. Schon nach einem Kilometer haben wir einen Abzweig verpasst. 100 Meter zurück und über die kleine Holzbrücke. Hinauf zum Windrad über die Straße und dann rechts in den Feldweg?!, der bald im Nichts endet. 5 Minuten Diskussion! Ok, Querfeldein! Und plötzlich leuchtet da am Baumstumpf ein roter Punkt, wir sind doch richtig. Unglaublich!

Ein schmaler Pfad, der „Liebesweg“ führt uns dann zum Hexenteich. Ich verkneife mir eine passende Bemerkung zu meinen Mitläuferinnen, denn sonst lande ich noch im Wasser! Drei gegen eins ist unfair! 

Titel: „Menschen ohne Heimat“ Ein Baum am Hexensee

Weiter nach Niederoesbern (Namen gibt es hier!) und bald trailig durch den Luerwald. Wunderschöne Strecken hat der Frank da zusammengestellt! Wir unterqueren die Landstraße gemeinsam mit dem Bieberbach und finden kurz danach an der Bremke die Bushaltestelle und den dort platzieren Anhänger mit blauer Plane. Nach fast 32 km machen wir eine großzügige Pause in der Bushaltestelle. 

Uwe, Laura, Julia, Liane warten auf den Bus!

Spaziergänger machen uns darauf aufmerksam, dass hier heute kein Bus fährt. Tatsache! Der Plan sagt 2 Abfahrten pro Tag, Mo – Fr morgens um 7:18 und mittags um 14:23 Uhr. Wir sind hier sozusagen am „Arsch der Welt“! Bloß weg hier! Auf Forststraßen Richtung Asbeck. Einige Spechte sind sehr aktiv am Baum!

immer wieder schöne Aussichten

Anders als im Vorjahr führt die Strecke nicht hinauf zum Aussichtsturm auf dem Ebberg, sondern vorbei an verbotenen Klärteichanlagen hin zum Aussichtspunkt auf den See, Canyon, im Steinbruch. Wow! Türkisblaues Wasser! Wunderschön! Hier begegnen uns auch Wandergruppen und Mountainbiker, die diesen Punkt ansteuern. Dieser Ausblick wird auch die Urkunde zieren. 

Canyon, ein Steinbruches

Es geht nach Eisborn und dann lange bergab nach Binolen im Tal der Hönne. Nun noch 1,5 km parallel zur Bahnstrecke zurück zum Startort Volkringhausen. Wir haben es bald geschafft. 46 km und 1281 Höhenmeter liegen hinter uns. Glückwunsch!!!

Mit der Hönne unter dem Bahndamm durch – noch 1,5 km zum Ziel

Im Ziel erwarten uns noch einige Läufer und Frank mit der Zieleinlaufliste und Suppe und Bratwurst. Wir sind uns alle einig: Dies war wieder eine sauschöne Strecke mit vielen Trails. Schwer aber schön; und dies bei sonnigem Wetter. Die versprochene Matsche haben wir gar nicht vermisst. Ein traumhafter Ultralauftag!

Kaum sind alle im Ziel, hat Organisator Frank bereits das nächste Projekt im Kopf: Den Hönnetal-Sommerultra am 17. September 2021 mit dann 50 Kilometern. Ich bin gespannt, was uns dann erwarten wird. Für heute sage ich DANKE Frank! für diesen schönen Lauf, für die Stunden in herrlicher Natur und mit netten Mitläuferinnen!

5./6.3. Meißner Doppeldecker

5. März 2022 Doppeldecker Tag 1

Alles beginnt mit der Gepäckabgabe in Kleinalmerode bei Semmelroths . Melanies Tochter Leonie fährt die 20 Taschen hoch zum Meißnerhaus und morgen dann wieder zurück. Herzlichen Dank für diesen grandiosen Service!

gleich geht’s los!

8:55 Uhr ein Gruppenfoto und kurze Infos und schon sind wir pünktlich um 9 Uhr unterwegs. Es ist kalt, minus 2 Grad und es weht ein leichter Wind. Schon als wir den Kalkmagerrasen bei Roßbach passieren, sind Melanie, Martina und ich am Ende des Feldes. Es soll Melanies erster Doppeldecker werden! Also langsam!

Naturschutzgebiet Kalktrockenrasen

Der Boden ist gefroren und wir können gut laufen; nur dort, wo die Sonne ihn erwärmt, bildet sich eine feine seifige Schicht, echt glatt! Es geht immer nur auf und ab. Die Strecke ist trotz Navigation mit Garmin und Komoot nicht immer auf Anhieb zu finden. Im Wald gibt es viele Wege und Abzweigungen. Gerno erklärt uns an einer schönen Aussicht, dass wir die Burg Ludwigstein (da kommen wir noch vorbei) sehen und die anderen Berge bereits in Thüringen liegen. 

vorsichtiger Abstieg

Steil geht es über einen schmalen Pfad hinab, nur damit wir bald schon den nächsten Hügel erklimmen können. Es ist noch immer kalt, dennoch schwitzen wir ordentlich. Immer wieder verleiten die breiten Wege, diesen zu folgen, statt passend in irgendwelche unscheinbaren Pfade abzubiegen. Die Orientierung auf der Strecke gehört ja mit zum Abenteuer! Es folgt der Anstieg zur Burg Löwenstein. 

Burg Ludwigstein
Werraschleife

Nach dem Abstieg über die Bundesstraße und über die Werra (140 NN). Die Werra macht hier eine große Schleife, der wir auf dem Uferweg folgen. Die Sonne lacht uns ins Gesicht. Was für ein herrlicher Tag! Einmal mehr schließen wir zu Christa und Frank auf, die als Walker gut unterwegs sind! Frank Albrecht hat es auch nicht eilig!

grandiose Aussicht

In Oberrieden haben wir die Hälfte geschafft und werden am VP vom Vater und Neffen super versorgt! Danke dafür! Nun geht es auf Umwegen fast bis zum Ludwigstein, um dann den Anstieg auf den Höhenzug über den Werra Burgen Steig X5H anzutreten. Verdammt steil! Alter Schwede! Am Großen Habichtstein machen wir einen kurzen Abstecher und genießen die Aussicht. 

Abstecher

Es folgen die Hässelkuppe, hier liegt noch Schnee, und der Dornbergpass. Immer wieder gilt es schmale Pfade zu finden. Teilweise sind sie zugewachsen oder es liegen Bäume quer! Martina, Melanie und ich helfen uns gegenseitig über die Hindernisse. Dabei muss ich an einen Song von PUR denken: „Komm mit ins Abenteuerland!“ Wir verlassen den X5H und folgen nun dem Weg LM Richtung Meißner. 

unterwegs auf dem Wanderweg LM
Herrlich aber kalt!

Auf Höhe 600 NN wird es spürbar kälter und die Passagen mit Eis und Schnee nehmen zu. Auf der vereisten Straße ist Vorsicht geboten! Nochmals auf Wanderwegen durch den Wald. Ein vereister Bach, eine provisorische Brücke und plötzlich stehen wir nur 50 Meter vor dem Ziel, dem Meißnerhaus. Die Uhr zeigt nur 40,5 km! Alter Schwede!

Eisbach

Wir müssen zurück! Wir haben den Abzweig verpasst, den aber Frank Albrecht nun vor uns findet. Es gibt eine Zugabe!! Hinunter in ein matschiges Quellgebiet und dann wieder steil hinauf. Gerno, muss das sein? Ich bin platt! Endlich, nur noch über die Wiese zum Ziel Meißnerhaus (650 NN). Wir, Melanie, Martina, Frank und ich haben es geschafft! 7:18 h. Teil 1 liegt hinter uns. Übrigens: Statt der aufgerufenen 1.150 Höhenmeter durften wir 1.464 HM absolvieren!

Ehrung Peter Spiekermann

Es gibt Kaffee und Kuchen. Peter Spiekermann wird für seinen 250. Marathon geehrt! Bereits um 18 Uhr wird das Abendessen serviert. Danach folgt noch ein reger Austausch unter netten Laufverrückten bei (nicht)alkoholischen Getränken.

6. März 2022 Doppeldecker Tag 2

gute Stimmung vor dem 2. Teil des Doppeldeckers

Nach einem Frühstück geht es um 9 Uhr auf den zweiten Teil der Strecke. Natürlich ist die gestrige Zugabe heute unsere matschige Startrunde. Prima Gerno! Martina versinkt bis zum Knöchel im Matsch. Alter Schwede! Das fängst ja gut an. Dann liegt eine große Fichte im Weg. 

Christa und Frank in der Schikane

Es folgt eine Passage auf dem P1 steil in Serpentinen durch eine Steilwand hinab. Das dauert, da meine Begleiterinnen doch sehr, sehr vorsichtig sind. Frank und Christa hängen uns vorübergehend ab. 

starke Leistung von Michaela und Uli!

Im Schwalbenthal passieren wir einen Friedhof, der davon zeugt, dass es hier einmal eine Siedlung von Bergleuten gegeben hat. Alte, verlassene Stollenlöcher liegen am Weg. Zwischen dem Steinbruch und dem Gipfel Kalbe liegt der Kalbesee. Zugefroren! Hier wurde früher Basalt abgebaut. Nun geht es durch den Wald, durch Astwerk und über Schnee hinunter zum Frau Holle Teich. Martina setzt hier die Textilbremse ein!

am Frau Holle Teich
Eulenstieg

Dann, natürlich, wieder hinauf. Eulenstieg nennt sich dieser schmale, steile Pfad. Wir laufen nun zum höchsten Punkt der Strecke, zur Kasseler Höhe, mit 754 NN, der höchsten Stelle des Meißners. 

Km 24, Verpflegung

Dann endlich hinab. Die Strecke wäre gut zu laufen, wenn hier nicht alles vereist wäre. Aber je tiefer wir kommen, umso weniger Schnee liegt. Hinab nach Laudenbach (330 NN) nochmals über einen Hügel zum VP. Hier treffen wir einige andere Läufer. Vielen herzlichen Dank den Helfern, die hier in der Kälte ausharren!!!

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P14 – ein sogenannter Premiumwanderweg!

Auf verschlungenen Pfaden geht es Richtung Bilsteinturm. Die Navigation ist nicht einfach, mehrmals kommen uns andere Läufer entgegen: „Falsch gelaufen!“ Es folgt ein Premiumwanderweg 14, der wirklich Vieles vermissen lässt, außer einer heftigen Steigung. „Komm mit ins Abenteuerland! Der Eintritt kostet den Verstand!“ Sehr passend!

Roter See

Ein kleiner Abstecher zum Aussichtspunkt auf den Roten See muss sein, sagt Gerno! Dann sind wir bereits kurz vor dem Turm, als die Strecke bergab führt. Nur, um bald links abzubiegen und dann schnurstracks, geradeaus den Berg steil zum Turm hinaufzusteigen. Alter Schwede! Gerno, muss das sein?

wieder auf Schneehöhe 641 NN!
hier geht es wieder über Stock und Stein

Am Bilstein weht ein eisiger Wind, schnell weiter! Wir verlieren unsere Mitläufer am steilen Abstieg über den historischen Bergmannspfad Bohlsgraben. Martina mag die Serpentinen gar nicht. Erst darf ich ihr die Schnürsenkel richten, dann packe ich sie am Rucksack und führe sie gesichert bergab. Das mindert den folgenden Sturz! Unten angekommen ist nur noch Alexander in Sichtweite. 

ein Premiumweg durch den eisigen Wind

Der Weg zieht sich nun meist bergab in vielen Windungen um die Bergflanken herum. Als wir Kleinalmerode schon links liegen sehen, schickt uns Gerno noch über einen schönen Umweg über eine frei Wiesenfläche in den eisigen Wind! Besten Dank, Gerno! Wir laufen, um nicht zu erfrieren! Melanie läuft voraus. Dann sind wir endlich im Ziel. Gratulation! Hier wartet die Zielverpflegung, Kaffee und Medaillen auf uns. Eintrag der Laufzeit 7:02 h in die Liste, danach schnell in der Garage rein in trockene Klamotten. Ein Blick zur Uhr. Statt der versprochenen 850 HM haben wir 1262 HM bewältigt! Nun ist die Stimmung gut, vergessen sind die Qualen, es bleibt der Stolz! Der Doppeldecker mit 84,4 Km und 2.626 HM liegt hinter uns, wir haben ihn ohne Verletzungen überstanden. 

Fazit: Wunderbare (schwere) Strecken durch eine wunderschöne Landschaft. Alles was das Läuferherz begehrt, wird hier geboten – und noch einiges mehr, wenn ich so an die Extra-Schleifen denke ;-). Ob es eine Wiederholung gibt? Gerno ist nicht (ganz) abgeneigt!