13.3. Hönnetal-Winterultra

Startfoto

Heute steht der 2. Lauf durch das Hönnetal an. Frank Albrecht hat die Strecke deutlich verändert und ich bin gespannt auf die neuen Trails. Wie in 2021 werde ich mit Natascha gemeinsam die Berge genießen. Wir erhalten eine Postkarte mit Sauerländer Schimpfwörtern als Startnummer.

Um 8:20 Uhr gibt es ein kurzes Briefing und nach einem Gruppenfoto geht es um 8:28 Uhr bereits los. Die „Schmachtlappen, die Heiopeis, die Fickel, der Quaterkopp, die Ranterfutt und die Furzknoten“ machen sich auf die Socken. Sofort bergauf. Bald liegen die Häuser von Volkringhausen hinter uns und wir am Ende des Feldes. Bei Kilometer 2,5 kommt die ganze Truppe von hinten und überholt uns!? Ein Läufer war falsch abgebogen und alle anderen wie die Lemminge hinterher. So kann ich allen noch einen guten Lauf wünschen, soweit mein Atem in dieser heftigen Steigung dazu reicht! 

Anstieg bei km 3
endlich etwas flacheres Terrain

Endlich, weiter oben können wir wieder etwas laufen und das Feld zieht sich wieder auseinander. Wenige hundert Meter weiter hat Frank einige Bäume umgeschubst, die wir nun überklettern dürfen. Der Lauf soll ja auch etwas Abenteuer bieten. 

Hindernislauf

Bald geht es danach wieder steil bergauf. Wir passieren Schneereste! Mir ist heiß. Dieser fiese Anstieg! Dazu Sonne und Rückenwind. Ich packe die Jacke weg. Waldwegekreuzung! Die roten Punkte weisen nach links; der Track geradeaus. Natascha und ich entscheiden uns für den neuen Track. Goldrichtig, denn die anderen, die den Punkten folgten, drehen um, als sie die vielen umgestürzten Bäume sehen. 

Steinpyramide am Trail im Ostenberg

Auf Höhe 501, am Ostenberg, geht es nun 1,5 km auf einem herrlichen Singletrail durch den Wald. Erst passieren wir die Steinpyramide, später dann den Weihnachtsbaum mit Engel und Kugeln! Ab Brockhausen gibt es zur Abwechslung Asphalt. Wir lassen es rollen – bis zum nächsten Anstieg. Hier können wir noch einige Kollegen sehen. Bald tauchen wir wieder in den Wald ein. Liane Hennings läuft immer etwa 100 Meter vor uns; bis sie etwa bei Km 11 falsch abbiegt. Unsere Rufe hört sie nicht, sie verschwindet weiter oben auf der falschen Strecke in die total falsche Richtung. Gegenmaßnahme: Ich rufe sie an und führe sie zurück. Wir warten und sind danach zu dritt unterwegs. Hinab nach Menden und hinauf zum Waldfriedhof, wo Frank bei km 18,5 mit der Verpflegung auf uns wartet. Julia und Laura sitzen hier bequem auf der Bank und erholen sich. Für Natascha ist hier leider für heute Schluss, da sie eine schmerzhafte Zerrung in der Wade quält. Gute Besserung!

herrliche Aussicht, nicht nur für Jäger!

Nach der Pause machen wir uns zu viert (Liane, Julia und Laura + Autor) auf die Socken. Schon nach einem Kilometer haben wir einen Abzweig verpasst. 100 Meter zurück und über die kleine Holzbrücke. Hinauf zum Windrad über die Straße und dann rechts in den Feldweg?!, der bald im Nichts endet. 5 Minuten Diskussion! Ok, Querfeldein! Und plötzlich leuchtet da am Baumstumpf ein roter Punkt, wir sind doch richtig. Unglaublich!

Ein schmaler Pfad, der „Liebesweg“ führt uns dann zum Hexenteich. Ich verkneife mir eine passende Bemerkung zu meinen Mitläuferinnen, denn sonst lande ich noch im Wasser! Drei gegen eins ist unfair! 

Titel: „Menschen ohne Heimat“ Ein Baum am Hexensee

Weiter nach Niederoesbern (Namen gibt es hier!) und bald trailig durch den Luerwald. Wunderschöne Strecken hat der Frank da zusammengestellt! Wir unterqueren die Landstraße gemeinsam mit dem Bieberbach und finden kurz danach an der Bremke die Bushaltestelle und den dort platzieren Anhänger mit blauer Plane. Nach fast 32 km machen wir eine großzügige Pause in der Bushaltestelle. 

Uwe, Laura, Julia, Liane warten auf den Bus!

Spaziergänger machen uns darauf aufmerksam, dass hier heute kein Bus fährt. Tatsache! Der Plan sagt 2 Abfahrten pro Tag, Mo – Fr morgens um 7:18 und mittags um 14:23 Uhr. Wir sind hier sozusagen am „Arsch der Welt“! Bloß weg hier! Auf Forststraßen Richtung Asbeck. Einige Spechte sind sehr aktiv am Baum!

immer wieder schöne Aussichten

Anders als im Vorjahr führt die Strecke nicht hinauf zum Aussichtsturm auf dem Ebberg, sondern vorbei an verbotenen Klärteichanlagen hin zum Aussichtspunkt auf den See, Canyon, im Steinbruch. Wow! Türkisblaues Wasser! Wunderschön! Hier begegnen uns auch Wandergruppen und Mountainbiker, die diesen Punkt ansteuern. Dieser Ausblick wird auch die Urkunde zieren. 

Canyon, ein Steinbruches

Es geht nach Eisborn und dann lange bergab nach Binolen im Tal der Hönne. Nun noch 1,5 km parallel zur Bahnstrecke zurück zum Startort Volkringhausen. Wir haben es bald geschafft. 46 km und 1281 Höhenmeter liegen hinter uns. Glückwunsch!!!

Mit der Hönne unter dem Bahndamm durch – noch 1,5 km zum Ziel

Im Ziel erwarten uns noch einige Läufer und Frank mit der Zieleinlaufliste und Suppe und Bratwurst. Wir sind uns alle einig: Dies war wieder eine sauschöne Strecke mit vielen Trails. Schwer aber schön; und dies bei sonnigem Wetter. Die versprochene Matsche haben wir gar nicht vermisst. Ein traumhafter Ultralauftag!

Kaum sind alle im Ziel, hat Organisator Frank bereits das nächste Projekt im Kopf: Den Hönnetal-Sommerultra am 17. September 2021 mit dann 50 Kilometern. Ich bin gespannt, was uns dann erwarten wird. Für heute sage ich DANKE Frank! für diesen schönen Lauf, für die Stunden in herrlicher Natur und mit netten Mitläuferinnen!

2 Gedanken zu „13.3. Hönnetal-Winterultra

  • März 15, 2022 um 7:31 am
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    Super Lauf absolut gut keine Kritik Punkte .Volle Punktzahl geht nicht besser LG Stefan

    Antwort
    • März 23, 2022 um 7:08 am
      Permalink

      Moin Stefan, herzlichen Dank für deinen Kommentar!! Uwe

      Antwort

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