06.09. Hermannsweglauf Tag3

Vom Treffpunkt = Etappenziel in Rheine werde ich nach Lienen zum Start der 3. Etappe gefahren. Gestern habe ich mich vom Regen am 1. Tag erholt. Pünktlich um 8 Uhr werden wir vom Orgateam auf die Strecke geschickt. Es ist mit 10° kühl, ohne Wind und mit Sonne aber angenehm. Der erste Kilometer wird marschiert, fast alle starten langsam in die letzte Etappe. Bis auf Mike, er ist schon auf und davon!

Start 3. Etappe

Nach einer sehr steilen Rampe erwartet uns der Dyckerhoff Steinbruch, wo aus Kalkstein Zement hergestellt wird. Für den Sockel der Freiheitsstatue in New York lieferte Dyckerhoff 1.380 Tonnen Portlandzement. Neben üblichem Zement werden auch Sonderprodukte produziert. Das Werk Lengerich ist weltweit einer der größten Produzenten von Tiefbohrzement. 

Steinbruch etwa 2,5 km x 1 km

Durch die 150jährige Abbautätigkeit ist ein mächtiger Steinbruch entstanden, an dem ich nun entlanglaufe. Es ist bereits der vierte Kalksteinbruch, den ich heute passiere. Drei kleinere folgen in Kürze. Immer weiter auf dem Kammweg mit schönen Blicken ins Münsterland. Wir passieren Lengerich und kommen zum Canyon, einem aufgelassenen Steinbruch mit türkisblauem Wasser. Nächster Halt: Königsteiche. 

Königsteiche von Haus Marck

Früher ein Wasserspeicher für die Mühle von Haus Marck, heute ein Anglerteich. Direkt danach wartet Tanja am 1. Verpflegungspunkt auf uns. 15 Kilometer sich geschafft! Wir, Stefan, Hans, Friedrich und ich greifen ordentlich zu. Dann geht es weiter. Bergauf nach Tecklenburg. 

sehr kraftraubender Treppenanstieg

Die Treppenanlage hinauf zum Tecklenburger Marktplatz ist ein Foto wert. Heute findet hier das Weinfest statt. Der Platz ist festlich geschmückt und die Bier(Wein)-zelt-Garnituren laden zum Verweilen ein. Hans und ich wollen aber weiter und sind bald Richtung Brochterbeck unterwegs. In Brochterbeck schlägt uns der Track einen schönen Umweg vor, den wir ignorieren. Vermutlich ist der Parkplatz Privatgelände und wird von Komoot + Garmin umgangen?!

Hans stellt fest, dass er auch hier bereits gelaufen ist. Er hat Recht, denn auf unserer heutigen Etappe laufen wir zeitweise auf folgenden Strecken von Ute, Detlev und mir:

  • Holperdorper BergUltra
  • Ahornweg Ultra Etappe 2
  • Dyckerhoff Bergmarathon
  • X 1648 Friedensweg MS – OS
  • Canyon-Blick Ultra
  • Lengerich Ultramarathon
  • Tecklenburger Bergpfad mit Hexenküche
  • Brochterbeck Marathon
  • Dörenther Klippen Ultra
  • Kletterfelsen Brumleytal Ultra
  • Riesenbecker Panorama Ultra
  • Marathon am Nassen Dreieck

Aussichtspunkt

Vom Königstuhl haben wir einen schönen Blick ins Bocketal. Den Dreikaiserstuhl und die Dörenther Klippen lassen wir rechts und links liegen. Nach der Bundesstraße geht es über vier Hügel zum Postdamm, wo uns Ute bei Kilometer 30 am VP 2 erwartet. Es gibt Pellkartoffeln mit Salz, Kekse, Schokolade und Lakritz. Mit frischen Getränken gehen Hans und ich wieder auf die Piste und sehen noch, wie Friedrich und Stefan ankommen. 

Riesenbeck und Münsterland

Nun laufen wir auf den Spuren der Riesenbecker Sixdays zur Schönen Aussicht oberhalb von Riesenbeck. Nun lange bergab zur Millionenbrücke über den Mittellandkanal. Hans läuft voraus. Es folgt der letzte Anstieg hinauf auf den Huckberg, der nur noch 90 Meter misst. Als wir dann aus dem Wald kommen, liegt der Teutoburger Wald endgültig hinter uns. 

Bevergern ist ein hübsches Dorf mit einer feinen Alle, einem Stadtgraben mit Zugbrücke und dem Rest einer Windmühle. Wir verlassen den Ort über den Marktplatz, wo Senioren bei Kaffee und Kuchen versuchen, ihr Gewicht zu halten! Entlang der Bevergerner Aa endet die schöne Strecke.

Bevergerner Aa

Was kommt sind lange Geraden, erst geteert, dann Waldweg. Das ist langweilig! Wir versuchen, viel im Laufschritt zu erledigen, damit es bald vorbei ist. Wir sehnen den 3. VP herbei, der sich bei km 46 befinden soll. Erst noch ein kurzer Verlaufer, dann ist es endlich so weit. Ute empfängt uns an einer windigen Tisch-Bank-Kombination. Wir beeilen uns, denn schnell wird uns kalt. Ute begleitet uns noch ein paar hundert Meter, eilt dann zurück zum VP. Es folgen interessante Wiesenwege. Nach einem Feld führt uns der Track über Wege, die schon lange nicht mehr begangen wurden und ein H sehen wir auch nicht mehr. 

Sperrung

Ein Waldbesitzer hat ordentlich Äste aufgeschichtet, um ein Passieren unmöglich zu machen. Aber wo ein Track ist, da ist auch ein Wille und der versetzt bekanntlich sogar Berge. Verbotene Wege sind immer besonders spannend! Als wir diesen Wald verlassen, sehen wir das Schild: 

Nun kenne ich mich wieder aus und bald sind wir zurück auf dem H-Weg. Noch ein Waldstück durchlaufen, durch die Siedlung und weiter Richtung Ems. 3 Kilometer vor dem Ziel hält Tanja nochmals Kola und Kekse bereit. Danke sehr!! Nun hinauf auf die Brücke über die Ems. Die Brücke teilen wir uns mit der Bahn! 

Leider kommt kein Zug!
Das Ziel ist nicht mehr weit!

Mein Oberschenkelheber schmerzt stark, ich kann nur noch wandern. Noch 2,5 Kilometer, das werde ich schaffen! Hans ist fit und läuft weiter. Immer entlang der Ems. In Rheine-City dann über die Brücke auf die andere Ems-Seite und bald über die nächste Brücke wieder zurück. 

Blumen und Ems

Über den schicken Markplatz Richtung Ziel. Vor dem Bahnhof das letzte Hindernis: Die Fußgängerampel, die ewig benötigt, um auf grün zu schalten. Noch 50 Meter, der Bahnhof, geschafft. Ich gratuliere Hans und gemeinsam geht es zu den Autos. Eine weitgehend schöne Etappe bei bestem Wetter liegt hinter uns. 

Ob es in 2 Jahren den 3. Hermannsweg-Etappenlauf geben wird? Ich wäre wieder mit dabei, da ich ja die 2. Etappe noch kennenlernen muss!

04.09. Hermannsweglauf Tag1

Unser ständiger Begleiter

Um 7 Uhr fahren die Taxis uns vom Ziel in Bielefeld nach Leopoldstal zum Start. Unser Taxi wirft uns an den Gleisen aus dem Auto und weg ist es. Wir finden keinen Bahnhof, nur ein Stellwerk. Google-Maps sagt, der Bahnhof ist aus der anderen Seite etwa 900 Meter entfernt. Prima! Der Lauf beginnt also mit einer Verlängerung der Strecke! Plus Verspätung. Alle anderen haben den Bahnhof auf Anhieb gefunden! Nach Begrüßung und Briefing von Ute geht es um 8:15 Uhr los. 

Heidelandschaft

Gemeinsam mit Natascha mache ich mich auf den Weg. Die Strecke führt sofort hinauf Richtung Velmerstot. Es handelt sich um einen Doppelgipfel, die Schwestern sind Preußische Velmerstot (468 NN) und Lippische Velmerstot (441 NN), Hier oben verlief die Grenze zwischen dem Königreich Preußen und dem Fürstentum Lippe. Wir bleiben im Lippischen und umrunden den höchsten Punkt, auf dem ein Gedenkstein thront. 1916 wurde dieser anlässlich der Vermessung aufgestellt. Auf dem Stein findet sich dieser Spruch: „Komm gern zu mir und schone mich, denn alles geschah für dich!“

Lippische Velmerstot

Der Weg führt nun durch eine herrliche Heidelandschaft mit schönen Ausblicken. Nach einem anstrengenden Abstieg über Stock und Stein und Wurzelwerk, kommt endlich ein breiter Forstweg, den man laufen kann. Bald kommen uns Friedrich und Stefan entgegen, sie haben den Abzweig verpasst. Gemeinsam strunkeln wir den nächsten unwegsamen Singletrail entlang. Kurz nach dieser morschen Brücke verlieren wir die beiden wieder. 

Nicht ungefährlich

Externsteine 4,4 Kilometer zeigt das Schild unser nächstes Ziel an. Wieder aufwärts, abwärts, wieder eine Steigung, leicht ist anders! Über den Knickenhagen kommen wir zu den Externsteinen, die uns ganz oben begrüßen. Nun steil abwärts und schon stehen wir vor der beeindruckenden 40 Meter hohen Sandsteinformation. Kein Wunder, dass dieser Ort die Menschen zu jeder Zeit begeistert hat und von ihnen verehrt wurde. 

Felsformation mit „Wackelstein“

Noch heute gelten diese Felsen als Kraftort mit geomantischen und spirituellen Eigenschaften. Esoterische Gruppen feiern die Walpurgisnacht und die Mittsommernacht mit festivalartigen Aktivitäten rund um die Steine.

40 Meter hoher Sandstein

Natascha muss den Lauf hier leider verletzungsbedingt beenden. Sehr schade! Frank wartet an den Steinen und kümmert sich! So gehe ich allein in die nächste Steigung, den Bärenberg. Seit Beginn des Laufes orientiere ich mich an der guten Beschilderung des Wanderweges und nutze keinen Track. Bald hole ich Friedrich und Stefan wieder ein, die einen kleinen Abstecher zu einem Aussichtspunkt gemacht haben. Wir passieren auf Höhe 415 Meter den Gedenkstein „Vogeltaufe“.

„Vogeltaufe 415“

Die Sage: Der Abt Anastasius wollte an dieser Stelle lippische Heiden taufen. Als die begleitenden Mönche überfallen wurden, begann die Taufe ohne sie. Bei der Taufe von Abbio von Titomalli zwitscherte plötzlich eine große Schar Vögel fröhlich dazu.

Am folgenden Abzweig weist der Track nach rechts, die Markierung nach links. Wir folgen der Markierung, was uns etwa 1,4 Kilometer Mehrweg einbringt, wie ich am Folgetag bei der Ansicht der Strecke feststellen werde.

Nach einem technischen Halt bin ich wieder allein unterwegs. Der Anstieg zur Adlerwarte Berlebeck ist echt steil. Leider sehe ich keine Flugkünstler, denn die Vorstellungen beginnen erst in 15 Minuten. 

Hermeline

In einem Hauseingang sehe ich diese Pappkameradin, es kann nicht mehr weit sein bis zum Denkmal. Zur Vorsicht hatte ich Komoot eingeschaltet. Ich folge dem H und schon meldet sich die Stimme: „Du bist nicht mehr auf der Strecke, schau auf die Karte!“ Mist, wieder weicht der Track ab vom H. Also 200 Meter zurück!  

Hermannsläufer

Nächstes Ziel: Hermannsdenkmal. Hier treffe ich meine Mitläufer wieder. Wir verlassen die Strecke für ein Foto am Denkmal, so viel Zeit muss sein.

Seit 1875 steht er hier. Alle 3 Stunden ist Handwechsel! 😉

Aussichtsstelle

Bei km 22,2 soll der VP1 auf uns warten, meine Uhr zeigt bereits 23 km an!? Es geht abwärts mit einem herrlichen Ausblick ins Detmolder Land. Nur Schade, dass die Sonne nicht scheint! Mehrere H-Markierungen, wir folgen einer zu einem Wassertretbecken. Auch hier: Das war falsch. So sammeln wir Meter um Meter, Umwege!

Schutzhütte = VP1

Endlich tauchen Ute und der VP vor uns auf. Meine Getränke sind schon seit einer Stunde alle, schnell Flaschen auffüllen und viel trinken. Leckere Pellkartoffeln gibt es und Kekse! 25,3 km zeigt meine Uhr! Aber Ute behauptet steif und fest: „Hier ist Kilometer 22,2, wenn ihr dem Track gefolgt seid!“ Mein Fazit: Das wird ein langer Tag heute!

Donoper Teich

Wir stellen fest, dass der Hermannslauf einen ganz anderen Verlauf hat als der Hermannsweg. Vom Ehberg keine Spur! Dafür passieren wir den Donoper Teich, idyllisch mitten im Wald gelegen. Es folgen Bienen Schmidt, eine Waldwirtschaft mit Biergarten, und die Quelle Rethlage. Leider ist diese auch ausgetrocknet nach der Dürre in diesem Sommer! Wir kommen dann doch auf die Stecke vom Hermannlauf. Wir marschieren den Tönsberg hinauf.

Ehrenmal

Wikipedia: Das Ehrenmal aus dem Jahr 1930 erinnert an die im Ersten Weltkrieg (1914–1918) gefallenen Soldaten des Königlich Preußischen Königs-Infanterie-Regiments Nr. 145.

Ein Blick nach Norden: Regen verdeckt den Blick ins Land. Erste Tropfen, eine Sturmböe. 15 Sekunden später schüttet es. Kurzer Halt, Regenjacke an. Friedrich kämpft mit seinem flatternden Plastikumhang! Am Kump, einem Rest einer Windmühle vor Oerlinghausen mache ich ein Regenfoto. 

Ab hier ist der Regen unser ständiger Begleiter

Kurz nach Oerlinghausen wartet Ute, bewaffnet mit Regenschirm und Regenzeug, am VP2 auf uns. Wir sind klatschnass, alles ist klatschnass! Nur die Kekse in der Box sind trocken. Weiter, wir müssen weiter! In Bewegung bleiben!

Statt durch das Schopketal laufen wir um einen Berg herum, bis wir an den Lämmershagener Treppen wieder auf den Hermannslaufweg treffen, dem wir nun bis ins Ziel folgen werden. An den Treppen mache ich das letzte Foto. Denn ab hier kämpfen wir mit dem und gegen das Wetter! 

Eine Legende, die Lämmershagener Treppen

Ute meldet sich, an der Sparrenburg findet wohl bald ein Volkslauf statt, es seinen Absperrungen aufgebaut. Ok, das werden wir schon irgendwie schaffen. Sie soll uns nur nicht nachmelden! Dafür reicht die Kraft nicht mehr.

Nach der Gaststätte Eiserner Anton setzt Starkregen ein, begleitet von heftigen Sturmböen! Gegensturm! Alter Schwede! Mein Oberkörper ist nass und kühlt aus. Es bewahrheitet sich: „Der größte Feind des Läufers ist der Wind!“ Eine zweite Regenjacke hilft da sehr! Gut, dass ich immer alles im Rucksack dabeihabe! Bergab begleiten mich kleine rot gefärbte Flüsse. In der Senke steht das Wasser 15 Zentimeter tief, Umgehung Fehlanzeige! Und im folgenden Aufstieg umspielt, überspült braune Brühe meine Schuhe. 

Zwei Kilometer vor dem Ziel treffen wir auf die Volksläufer. Der Lauf findet statt, das hatten wir nicht erwartet! Wir müssen uns durch das Feld schlängeln, um auf die Promenade zu gelangen. Es ist ein Feuerwehrlauf. Sehr passend! Es schüttet wie aus C-Rohren! 

Noch 1 Kilometer. Wenn wir nun durchlaufen bis zur Sparrenburg, werden wir die Plätze 1 bis 3 in der 10 km Wertung belegen. Aber: Wir wollen ja den echten Siegern die Schau nicht stehlen und machen kurz vor dem Ziel Schluss für heute. Uhr abdrücken, fertig! Etappe 1 mit 3,5 Zusatzkilometern geschafft! Friedrich und Stefan haben sogar plus 4,5 km auf der Uhr! Wir machen uns auf den Weg zu den Autos und klatschen für die vorbeihechelnden Finisher über 10 Kilometer Feuerwehrlauf. Unser Ziel: Raus aus den nassen Klamotten!

30.08. Riesenbecker Panorama UltraTrail

Im März hatte Detlev die Idee zum Riesenbecker Panorma UltraTrail. Im Mai sind wir dann gemeinsam die Strecke abgelaufen. Mein Eindruck damals: „Das kannste so nicht anbieten! So viele schwere Singletrails mit jeder Menge Stolperfallen!“ Und dann dieser so richtig steile Abstieg, bei Nässe nur auf dem Hosenboden rutschend zu bewältigen!“ 

Aber Detlev blieb bei seinem: „Das-Geht-Schon!“ Die Ausschreibung wird erstellt für den 29.8., drei Runden je 15,1 Kilometer und 270 Höhenmetern (Komoot). Vorsichtshalber kaufe ich zwei 20 Meter lange Seile für diesen Weg in den Abgrund!

Sicher ist sicher!

Am Donnerstag vor dem Lauf gehen wir die Strecke nochmals ab und markieren mit rotem Kreidespray die Wegführung und Stolperfallen. Wir bringen die Seile am Abstieg an. Für geübte Trailläufer und bei trockenem Wetter sicherlich nicht unbedingt nötig aber in Runde 3 mit müden Beinen doch sehr hilfreich. Nach dem Kontrollgang ändere ich meine Meinung und melde mich noch schnell an, denn die Strecke ist wirklich sehr schön!

Am Samstag starte ich bereits eine Stunde vor den anderen, denn ich werde heute sicherlich lange unterwegs sein! Oben am ehemaligen Steinbruch gibt es die erste Aussichts- und Foto-Stelle.

Am Rand des Steinbruchs

Dann erholsam bergab. Ich habe vorgestern die Strecke mit markiert und bin doch stellenweise unsicher, wie es denn nun weiter geht. Die roten Markierungen wurden von Gewitterregen gestern arg in Mitleidenschaft gezogen. Als ich zu der Erinnerungsstelle an Heinz Brede komme, weiß ich, dass ich richtig bin.

Weiter bergab, wieder bergauf, wieder bergab. Immer wieder anspruchsvolle Singletrails. Teils ausgewaschene Wege mit überraschenden 40 Zentimeter tiefen Stufen. Höchste Konzentration im Farn-Dschungel!!

Im Farn-Dschungel

Halbzeit, ich bin am Alten Postdamm angekommen, nun geht es zurück. Zunächst einen unscheinbaren Weg finden, der rechts ab und steil hinab führt. Es folgt bald ein herrlicher Wiesenweg!

Wiesenweg mit alten Bäumen

Immer auf und ab. Höhenmeter gibt es reichlich! Nach dem Lauf werden wie feststellen, dass es nicht 270, sondern 380 Höhenmeter je Runde waren. Alter Schwede! Auf dem Lagerberg erwartet mich ein Drache, ein Foto wert!

Ein garstiger Drache!

Anspruchsvolle Trails folgen und Umwege zum Sammeln von etlichen Höhenmetern. An der Schönen Aussicht findet gerade eine Veranstaltung statt: 100 Jahre Schöne Aussicht. Da sind viele Familien bei Kaffee + Kuchen + Spielen mit dabei.

Blick ins Münsterland – seit 1926!

Der Blick von hier oben Richtung Süden nach Riesenbeck und weit darüber hinaus ist einzigartig. Eine Tafel beschreibt, welche Orte sich in welcher Richtung und in welcher Entfernung befinden. 

Rastplatz mit Aussicht!

Nun folgen herrliche Trails über Nadelboden. Hinab zu einer Bank mit Panorama. Und weiter zu der Stelle, die unsere Seile sichern. Ich bin froh, hier gesichert absteigen zu können!

VORSICHT!

Nach den Seilen folgen noch rund 2 Kilometer auf trailigen Pisten aber ohne die sonst üblichen langen Gefäll- / Aufstiegspassagen. Hier überholen mich Christian und Klaus, die beiden Führenden. Am Parkplatz schaue ich auf die Uhr und bin erstaunt: Rund 15 Minuten schneller als befürchtet. Ich konnte doch mehr laufen als erwartet!

Auf geht’s in Runde 2. Hier habe ich Gelegenheit, noch einige Fotos zu schießen. Bald kommen Detlev und Carsten überholend vorbei. Hallo und Tschüß!

Panorama wie im Schwarzwald!
Sandsteinfelsen
Bildstock mit Maria und Kind

Auch die dritte Runde schaffe ich, obwohl mir die Anstiege ab Kilometer 35 richtig weh tun. Aber egal, das Ende ist absehbar. Für Fotos fehlt mir nun die Motivation! An der Schönen Aussicht wird mir von einer Jäger-Kombo das Signal geblasen: „Sau tot!“ So fühle ich mich auch! Ich armes Schwein muss aber weiter, noch 2,5 Kilometer.

Im Ziel muss ich zugeben, Detlev hatte Recht, es ist eine wunderschöne und auch wunderschwere Strecke. Für trittsichere Läufer, die Trails lieben, sicher genau das Richtige.

Etwas trinken und essen und dann weiter nach Riesenbeck. Ich darf ja auch noch die beiden Seile wieder entfernen. Dafür muss ich nochmals auf den Berg steigen. Bin ich platt! Beim Abknüpfen ärgere ich mich: Warum haben wir die Seile mit sooo vielen Knoten befestigt? Aber irgendwann ist auch der letzte Gordische Knoten gelöst!

Die Rückmeldungen der Teilnehmer sind überaus positiv: „Tolle Strecke!“; „Super Trails!“; „Bin begeistert!“; „Komme wieder!“ Also hat Detlev mit der anspruchsvollen Streckenführung alles richtig gemacht!

Kletterfelsen im Brumleytal

Nun hat Detlev schon eine neue Idee: Die beiden Läufe „Riesenbecker Panorama UltraTrail“ und „Kletterfelsen Brumleytal Ultra-Trail“ berühren sind fast am Alten Postdamm. Man könnte sie gut verbinden! Also rund 15 km plus 16 km ergibt 31 km. Das Ganze zweimal laufen. Richtig: Ein UltraTrail über etwa 60 km mit schlappen 1.750 Hm wäre dann das neue Angebot. Termin: Vermutlich im März 2027. Die Planungen werden aufgenommen.