Morgens um 6 Uhr baue ich den VP bei km 8 der Strecke auf. Um 6:30 Uhr starte ich bei 10 Grad direkt auf Ulis Terrasse. Uli, der Veranstalter, ist ein Freund der kurzen Wege, dabei läuft er doch am liebsten Ultramarathon! Die Runde ist 19,5 km lang und wird zweimal durchlaufen. Es ist herrlich frisch, ich laufe und gehe im Wechsel. Heute ist nur Vorbereitung, denn mein Ziel ist der HuBuT am 16.8. im Hunsrück.

Die Strecke führt zunächst vorbei am Jagdschloss Holte. Ein Privatbesitz mit Türen und Toren und Schildern „Nur für Schlossbewohner!“ Dann geht es auf eine große Schleife durch den Wald. Hier führt der Bach noch etwas Wasser, denn hier gab es wohl ein, zwei Gewitter in den letzten Wochen.

„Ölbach“ und „Mühlengrund“ zeugen von früheren aktiven Mühlen im Wald. Teilweise sieht man noch Fundamente und das Mühlencafe, an dem sich noch das Mühlrad dreht. Den Weg dorthin ziert leider der ‚Standardspruch: „Privat – betreten verboten!“

An den Wiesenrändern entlang. Hier warten Blumen aber auch Brombeeren und Brennnesseln auf den Naturfreund. Nach 19,5 Kilometern erreiche ich wieder den Startort. Nach einer Stärkung auf Ulis Terrasse gehe ich in die 2. Runde. Auf dem Pendelstück kommen mit einige Läufer entgegen. Später bei Kilometer 8 kommen mir 4 Läufer entgegen, die die Strecke nun andersherum laufen. Gemeinsam stärken wir uns. Wir sind alle froh, dass hier Getränke bereitstehen, denn die Hitze ist nun deutlich zu spüren.

Große Teile der Strecke führen durch den schattigen Wald. Nach dem VP folgt der „Ho-Chi-Minh“ Pfad! Ein unebener Wurzelweg (Füße hoch!) durch den zugewachsenen Wald! Mehr Schatten geht nicht!

Bald bin ich wieder auf einem breiteren Waldweg unterwegs. Erst eine eichenbestandene Allee, dann entlang am Ölbach.

Insgesamt eine abwechslungsreiche Strecke mit dem Jagdschloss als Ort der Streckentrennung. Nach 39 Kilometern bin ich zurück auf der Terrasse, wo bereits einige ihr Finish feiern. „Nein, ich bin NOCH NICHT fertig, ich muss noch zum Wendepunkt“, erkläre ich den anderen. Denn 39 Kilometer sind weder Marathon noch Ultra. Und da Uli nur Ultras läuft, werden nun noch 6 Kilometer drangehängt. Uli hat es genau vermessen und einen Gullideckel markiert. Also nochmals etwas Sonnencreme auftragen und hinaus in die Siedlungssonne. 27° im Schatten! Schatten gibt’s hier leider nicht! Boah ey!

Dieser markante Gullideckel muss umrundet werden. Dann zurück Richtung Ziel. Die beiden letzten Kilometer marschierte ich mit Gerd. Geschafft! Gemeinsam mit 4 verbliebenen Finsishern gibt es ein Zielwasser. Gerd regt an, die Strecke etwas zu verlängern, um die Wendepunktstrecke einzusparen. Egal, für heute ist der Ultra erledigt. Der HuBuT kann kommen.