01.11. 1. Viadukt Ultramarathon

Medaille 2026

Dieser Lauf sollte eigentlich am 28.6. stattfinden, musste aber auf Grund der Hitze von 36° verschoben werden. Heute ist es bei 9° bedeckt und trocken, beste Bedingungen. Vor dem Lauf gibt es das Briefing und die Medaillenausgabe. Um 8 Uhr geht es dann los, der 1. Viaduktmarathon ist gestartet. 

Die Gemeinde Altenbeken mit 9000 Einwohnern ist ein Eisenbahnknotenpunkt. Wer hier am Bahnsteig steht, kann in verschiedene Richtungen fahren, Bielefeld, Kassel, Duisburg, Hannover, Höxter und Herford stehen auf dem Fahrplan. Für einen so reichhaltigen Fahrplan sind die Parkmöglichkeiten am Bahnhof allerdings nicht ausgelegt.

Blick auf das Viadukt

Ute und Uwe bringen schnell die restlichen Medaillen zum Auto, dann sind auch wir unterwegs. Schon bald erreichen wir einen Aussichtspunkt, von oben schauen wir auf das große Viadukt, das 480 Meter lang ist. Der Weg führt nun durch den herbstlich gefärbten Wald und über Wiesenwege, die immer wieder Aussichten in die schöne Landschaft bieten.

Vorsichtig bergab

Die Strecke bietet immer wieder Überraschungen. Positive! Es macht einfach nur Spaß durch die Natur zu laufen.

Greifvogel am Wegesrand

Mit mehr Zeit und bei Sonnenschein würde ich hier auf der Hängematte mit Blick in das Durbeketal eine Pause einlegen!

Liegestuhl mit Aussicht

Bei Kilometer 6 ist der Durchgang einer Bahnunterführung abgesperrt. Von 8:30 – 16:30 Uhr betreten verboten. Die Jäger sind unterwegs. Aber das Absperrband hängt schon seit gestern, denn es gilt für Samstag, und heute ist Sonntag! Schwein gehabt! Also weiter! Eine Umgehung wäre auch echt schwierig über die Hauptstraße und auch nur sehr weiträumig möglich gewesen. Nun gesellt sich Michael hinzu, er war etwas zu spät eingetroffen und ist später gestartet.

Mit Güterzug!

Bei Kilometer 7 passieren wir das Viadukt über das Runetal. Genau passend kommt die Sonne hervor und ein Güterzug und veredelt das Bild.

Nun beginnt eine mehrere Kilometer langer Anstieg. Meist mit nur wenig Steigung, aber auch Treppen sind eingebaut.

Aufwärts
Zwischen Stachel- und Maschendrahtzaun

„Zwischen den Zäunen“, so kann man mehrere Passagen bezeichnen, die rechts und links von Zäunen flankiert werden. Bei Kilometer 11 sind wir endlich oben. Kein Wald, nur Wiesen und ein kalter Gegenwind. Schnell weiter nach Buke, ein Örtchen bei km 14. Hier kommen wir vorbei an der Mariengrotte und der Eichborn Quelle.

Ohne Quelle kein Leben im Ort!

Wenig später verlassen wir den Wanderweg und laufen eine Schleife nach Schwaney. Dort befindet sich der 1. VP in einer Garage. Wir tragen uns in die ausliegende Liste ein und greifen ordentlich zu. 

Danach geht es wieder zu einer Eisenbahnstrecke, die wir in einem großen Umweg erkunden. 

Echt selten geworden ist dieser Lurchi
Dieser auch selten gewordene Lurchi begleitete mich durch mein Kinderschuh-Leben

Im Wald gibt es dieses Warnhinweis: Feuersalamander! Wir passen genau auf, ob sich einer blicken lässt! Aber trotz intensiver Suche werden wir nicht fündig! Es folgt ein langer Anstieg auf einer 2 Kilometer langen Geraden. Einzig durchbrochen von zwei Fahrzeugen mit Waldeigentümern. Danach gelangen wir auf einen Fernwanderweg. Der E1 führt vom Nordkap bis nach Palermo. Michael ist ihn bereits zum Teil gewandert und weiß, dass die nördlichen Bereiche in Norwegen und Schweden zum Teil nicht möglich sind, da es keine Unterkünfte gibt.

Eggeweg 72 km = sehr interessant!

Interessant ist aber auch der Eggeweg, der über 72 Kilometer von Marsberg zu den Externsteinen führt. Das schreit doch nach einem Ultramarathon!

Einfach ein farbenfroher Traum!

An der „Schönen Aussicht“ bietet sich uns ein Blick über Bad Driburg und auf den nächsten Höhenrücken mit Buchenwald.

Bad Driburg liegt uns zu Füßen

Wir passieren die B64 und kommen zu VP 2 bei km 32. Stärkung für die restlichen 13 Kilometer. Ute steigt hier aus. Sie ist glücklich, dass sie heute 32 km geschafft hat. Nach einem Jahr Laufpause geht es wieder aufwärts!

Noch lachen sie, die Spitzbuben! Später wird es heißen: „Gott sei Dank! Nun ist’s vorbei / Mit der Übeltäterei!!“

Luftlinie von hier bis zum Ziel: 1,5 Kilometer! Aber nix da. Ute hat für uns noch 2 Schleifen eingebaut, damit es heute auch ein Ultra wird. Wieder geht es elendig lang bergauf. Die Spitzbuben Michael und Uwe laufen vorbei an der Max&Moritz Quelle bis oben zur Knochenhütte. Höchster Punkt, dann links und alles wieder abwärts! Die Sonne kommt immer mal durch.

Indian Summer

Wieder sind wir in Altenbeken, nun nur 500 Meter vom Ziel entfernt. Aber es fehlen noch 6,7 Kilometer. Wir folgen dem Wanderweg nun durch den Wald. Viadukt-Waldpfad heißt dieser etwa 800 Meter lange Abschnitt auf einem Single-Trail. 

Viadukt-Waldpfad

Michael schaut nach. Er hat bereits fast 1000 Höhenmeter auf seiner Uhr! Und es kommen noch weitere Anstiege, die mit den schweren Beinen nun doch sehr mühsam sind. Diese letzten 13 Kilometer, wieder kein Kindergeburtstag!

Wiesen- und Waldwege ohne Ende!

Ein Blick zurück über die Wiesen zum letzten Wald. Es sind nun noch 3 Kilometer. Es beginnt bereits zu dämmern, als wir durch diesen schönen Tunnel laufen.

Haselnussgang – das Ziel kommt näher!
Viaduktblick

Die Bahnstrecke haben wir oberhalb des Rehbergtunnels überquert. Kurz danach bietet sich uns ein herrlicher Blick auf das große Viadukt bei Altenbeken. 24 Bögen, 35 Meter hoch und 482 Meter lang sind die Daten dieser größten Kalksandsteinbrücke Europas. Bereits 1853 wurde die Brücke fertiggestellt! 

Nun geht es weiter bergab und auf gleicher Strecke, wie zu Beginn, ein Pendelstück von 1 km zurück zum Ziel am Bahnhof.

Bahnhof = Ziel erreicht

Die beiden Spitzbuben haben das Ziel endlich erreicht und sind sich einig: „Schön war’s!“ Ein Blick auf die Uhr zeigt: 45,7 km wie angegeben, nur die Höhenmeter weichen doch ab! Sehr Positiv! Statt wie angegeben knapp 770, waren es doch rund 1.000!

Rückmeldungen:

Hallo, danke für diesen traumhaft schönen Lauf. Landschaftlich richtig schön! Es war wie ein Tag Urlaub. Er passte auch richtig gut in den Herbst! Vielleicht bietet ihr ihn ja im nächsten Jahr wieder an …..

Hallo liebe Ute, vielen Dank für dieses tolle Lauferlebnis. Eine super schöne Strecke und das Wetter hat heute ja auch gepasst. Es war so herrlich, durch den bunten Herbstwald zu laufen. Ein Laufgenuss für alle Sinne. Haben wir auch von vielen anderen Läufern so gehört. Also: alles richtig gemacht 👍👍👍! Danke!!!

Termin 2027: Die 2. Auflage wird am 1.11.27 stattfinden! Dann werden wir sicherlich wieder auf Feuersalamander achten!